Wann werden diese ganzen Publikationen endlich begreifen, dass sie wesentlich mehr an ihren Artikelpaywalls verdienen könnten, wenn sie auch einzelne Artikel für sagen wir 3€ anbieten würden, statt einem jedes Mal gleich so ein Scheiß Abo aufzuzwingen?

Ich hätte schon SO oft Geld für einen Artikel ausgegeben, wenn ich dürfte, in manchen Monaten bei obigen Preis mehr als ein Monatsabo, aber ein Abo kommt nicht in Frage. So lese ich den Artikel dann halt nicht.

Gerade wieder passiert.

Die Stiftung Warentest macht das besser. Artikel und Test für unter 5€ einzeln, _oder_ Flatrate aka Abo.

Warum kriegen Zeit und Co das nicht hin bitte?

@foosel das denke ich mir auch jedes Mal. Ich würde quasi absurde Preise für einzelne Artikel zahlen. Aber will kein Abo. das kann doch technisch nicht so schwer sein ... /cc @heiseonline

@maxheadroom @heiseonline Gut, absurd würde ich jetzt nicht sagen, was Elsevier da abzieht für Einzelzugriff auf Paper sollte kein Vorbild hier werden 😅

Aber selbst wenn ein Artikel bei 50% eines Monatsabos landet und ich davon in einem Monat auch Mal 3 oder 4 kaufe, ja, lieber das - da muss ich danach dann nämlich nicht wieder was kündigen oder zahlen wenn ich gar nichts interessantes finde.

@maxheadroom @foosel @heiseonline ich kann mich erinnern das es das schonmal gab... vor vielleicht 7 jahren? das waren regionen von 20-30cent pro artikel. 5€ aufladen und wegklickt, wäre ich auch locker dabei.
@rantanlan @maxheadroom @foosel @heiseonline Blendle... Die Suche taugt aber nix bzw die haben aktuelle Artikel nicht, es gibt keine Verlinkung aus dem normalen Angebot dahin ("hier klicken um Artikel bei Blendle zu kaufen.. ") - habs 2-3 mal probiert und dann sein gelassen. Aktuell via BibBot, dann kriegt halt die lokale Bücherei mein Geld...
@foosel meine Vermutung ist, dass eine individuelle Preisstruktur die Vergleichbarkeit und damit die Kritik an den Publishern für einzelne Artikel erhöht. Ich meine, wie viele insbesondere freie Journalisten werden für beispielweise eine kritische Auseinandersetzung mit einer Zeitung mehrere Abos bei verschiedenen Zeitungen abschließen, nur um einen Vergleich ziehen zu können?
@DJGummikuh wenn das der Grund ist sollen sie mir aber nichts von Kostenloskultur erzählen und wie schlecht es den Medien geht. Ich bezahle gerne für Inhalte. Aber man muss mir das auch erlauben, ohne mich gleich in einen Laufzeitvertrag zu zwängen.
@foosel das ist eh alles Vorgeschoben. Das sieht man ja auch bei den den großen Wissenschaftspublishern die absurde Bedingungen für Bibliotheken stellen und unglaubliche Profitabilitätsmargen haben. Der KOMPLETTE Medienkomplex ist einfach vollkommen kaputt, das schließt Ton, Bild, Text und Video ein.
@foosel @DJGummikuh Die Verlage haben über die Jahre verschiedene Systeme für den Kauf einzelner Artikel ausprobiert, bei den Publikationen, die ich lese hat es sich nicht gelohnt. Es ist wohl leider nur ein zu kleiner Teil, der daran Interesse hat.
@Murenius @DJGummikuh Dann müssen sie das irgendwie so kurzfristig hingekriegt und entschieden haben jeweils, dass ich davon tatsächlich absolut nichts mitbekommen habe, ich hab über die Jahre IMMER nur "jetzt ein Monatsabo abschließen" gesehen, nie (außer bei test.de) ein "Einzelartikel jetzt kaufen". Pech beim A/B Testing gehabt? XD
@Murenius @foosel "nicht gelohnt" ist doch aber auch im Grunde haltlos. Ist ja nicht so, dass man mit einem Einzelartikelangebot VERLUST einfährt. Bestenfalls nicht soviel Gewinn pro Person wie gewünscht, aber das ist halt immer die Krux mit überzogenen Gewinnerwartungen.
@DJGummikuh @foosel Die Infrastruktur dafür entwickelt und betreibt sich aber nicht von selbst. Das muss sich schon tragen. Zumal Nutzer auch oft keine Lust haben bei irgendeiner Eigenentwicklung einen Account zu machen und Zahlungsdaten zu hinterlegen. Da gab es auch einige Systeme in den letzten Jahren, die das einfach für Anbieter und Nutzer machen sollten. Der Aufwand und die Lizenzkosten hat sich eben meistens nicht wieder reinholen lassen. Wenn Geld zu holen wäre würden sie es machen.
@Murenius @DJGummikuh Naja, aber sie haben ja anscheinend eine Bezahlinfrastruktur sowieso schon da, sonst könnte man ja auch kein Abo kaufen. Von daher ist es jetzt nicht so, dass die Infrastruktur von Grund auf neu aufgesetzt werden soll nur dafür.
Blendle stoppt Micropayment-Dienst für Journalismus in Deutschland

Nur noch bis 3. September 2023 wird Blendle seinen Dienst in Deutschland anbieten. Das Unternehmen empfiehlt den Wechsel zum Abomodell von Readly.

heise online

@foosel Hatte da vor Jahren mal auf Twitter unter einem Beitrag vom Meedia Magazin eine Diskussion mit jemanden aus einem Verlag.
Der meinte es wurde zu wenig genutzt als die das angeboten hatten und war zu kostspielig.

Hatte dann gefragt ob man auch Zahlungsdienstleister eingebunden hatte, die eh jeder schon hat (PayPal, Giropay, MasterCard, Visa, etc) und nicht nur so experimentelle Eigenentwicklungen.

Da kam dann keine Antwort mehr...

@kharkerlake @foosel Das Problem ist halt auch, dass gerade bei Paypal nach Abzug der Gebühren nix mehr übrig bleibt bei solchen Kleckerbeträgen. Ist aber leider der meistgenutzten Zahlungsanbieter.
@givemelight @kharkerlake Kontingent wäre auch fein, sowas wie die Portokasse beim Shop der Deutschen Post. Lass mich mit 10-20€ aufladen, dann kann ich das Kontingent runterklicken. Prepaid-Guthaben quasi. Weniger Gebührenoverhead, trotzdem kein scheiß Abo.
@foosel Ja, oder einfach mal 1€ oder 50 Cent bei etablierten Medienhäusern. Dann würde ich auch trotz #Hartz5 nicht lange rummachen bei Interesse.
@foosel Weil deutsche Verlage nicht gegenwartsfähig sind, zukunftsfähig schon garnicht. Die sind in den 60ern hängen geblieben. Da hatte jedes Kaff seine Tageszeitung, die hatten die Leute abonniert und das war es. „Intellektuelle“ hatten zusätzlich noch eine überregionale Zeitung.
So funktionieren Medien aber heute nicht mehr, die Verlage verweigern sich der Realität aber.
@foosel
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Bibbot
@idealistik Evtl ja. Wird wohl Mal wieder Zeit für einen Bibliotheksausweis.

@foosel
Du kannst auch ohne Studi/Mitarbeity zu sein einen Bibausweis der nächstgelegenen Uni kriegen, die haben häufig andere Publikationen im Abo als die Stadtbücherei. Allerdings hat letztere häufig die besseren Filme im Online-Zugang (siehe z.B. https://www.filmfriend.de oder andere Streaming-Angebote).

/cc @idealistik

@foosel Dito. Lasst uns einfach pro Artikel bezahlen anstatt gleich Abos rauszuhauen. Ich verstehe auch nicht, weshalb es das noch nicht in der Breite gibt.