1/ Von Prof. Dr. #HelgePeukert habe ich zum ersten Mal 2022 gehört, als ich @scientistrebellion_GER vor dem #Verkehrsministerium fotografiert habe.
Dr. Cornelia Huth hielt dort eine Rede, in der sie sich auf ihn bezog. #ScientistRebellion
1/ Von Prof. Dr. #HelgePeukert habe ich zum ersten Mal 2022 gehört, als ich @scientistrebellion_GER vor dem #Verkehrsministerium fotografiert habe.
Dr. Cornelia Huth hielt dort eine Rede, in der sie sich auf ihn bezog. #ScientistRebellion
2/ Helge #Peukert hat schon Anfang Mai einen Artikel veröffentlicht, von dem ich irgendwie nichts mitbekommen hatte. Aber da steht drin, was man tun müsste, wenn man der Lage entsprechend handeln würde.
Es ist alles ziemlich krass. Manche Ideen kannte ich noch nicht, viele kamen schon mal in der taz oder sonst wie bei mir vorbei. Aber er hat wahrscheinlich recht. Das alles müsste mindestens passieren und wir sollten anfangen, darüber zu reden.
Heute. Jetzt.
https://oxiblog.de/letzte-generation-wie-radikal-muesste-es-sein/
3/ Prof. Dr. Peukert, Wirtschaftswissenschaftler und Staatswissenschaftler ist einer von vier Professor*innen von #ScientistRebellion in Deutschland, von denen ich weiß: Niko Froitzheim, Jürgen Manemann und @anne_baillot.
Scientist Rebellion ist so zusagen eine Partnerorganisation der #LetzteGeneration.
Hier ein Interview mit Peukert. Er meint, wir müssen über die großen Punkte reden.
Ich fand es eigentlich ganz schlau von der Letzten Generation, dass sie „nur“ darauf hingewiesen haben, dass wir etwas tun müssen, ohne genau etwas vorzugeben, denn was wir zu tun bereit und in der Lage sind, müssen wir letztendlich demokratisch aushandeln. Das war bei #FridaysForFuture auch so: Die Forderung war: Haltet Euch ans völkerrechtlich bindende #PariserAbkommen. Und das war auch richtig, denn wie hätten die Kids denn sagen können, was die Politik machen soll?
Aber insgesamt hat er wohl recht und wir sollten jetzt mal anfangen, diese Punkte zu besprechen. Oder einzelne daraus. So wie es Peukert hier vorschlägt.
4/ Reduzierung der Stoffströme um 90%. Das sagt auch @wozukunft: Das Raumschiff Erde. Im Raumschiff zum Mars müsste man auch 99% recyceln. Wieso nicht hier?
Absolutes Ende des Flächenverbrauchs in den nächsten fünf Jahren. Ja! Klingt halt ganz anders als Autobahnausbau.
5/ Ja.
Und kleinkariertes Parteiengezänk ist das, was mich so fertig macht. CDU kommt in Berlin an die Macht und macht kaputt. FDP hat mit dem Wahnsinn angefangen und jetzt machen das auch große Parteien.
Wir sind sehr weit weg von Notstandsgesetzen.
6/ =:-) Mal mit konkreten Vorschlägen für die #Verkehrswende. Beschränkung für Flüge. Kraftstoffkontingent. Nicht übertragbar. Ulrike Herrmann hatte das auch schon vorgeschlagen, aber nicht so konkret.
Schließung der meisten Flughäfen. Ja. Die Regionalflughäfen sind eh subventioniert und ökonomisch unsinnig.
Man traut sich das kaum zu denken und Parteien trauen sich das nicht zu sagen, weil da #Arbeitsplätze dranhängen, aber wenn wir nichts tun, wird das auch nichts mehr mit arbeiten. Der Hammer kommt dann trotzdem. Später, aber stärker.
7/ 2 Tonnen CO2-Budget pro Person, für jede Tonne drüber CO2-#Steuern in Höhe von 5% des Jahreseinkommen.
Geniale Idee, denn damit wäre das auch auf 22 Tonnen gedeckelt. Und es ist wegen der Prozente gerecht. Man kann sich nicht rauskaufen. Ich wollte ja exponentiell wachsende CO2-Steuern, aber das können die Superreichen evtl. noch ne Weile mitmachen.
Das Problem: Man muss dazu das Einkommen aller Menschen kennen. Das ist, glaube ich, nicht gegeben. Problem 2: Einkommen im Ausland/Verlagerung ins Ausland.
Vielleicht ist es doch einfacher, Verbrauch dort, wo er anfällt, zu besteuern und irgendwie Kontingente zu dokumentieren.
8/
1) #VerbietetDasBauen
2) Jeder kriegt Heizenergie für 45m2.
Das bedeutet Ende Gelände für Jens Spahns Bude mit 550m2.
Letztendlich aber auch Probleme für Menschen mit 60m2-Wohnungen. Da man nicht umziehen kann, ohne für 40m2 mehr Miete zu bezahlen, müssen Lösungen dafür her.
Man braucht dafür eine #Mietpriesbremse und irgendwie eine Tauschbörse, damit Menschen in kleinere Wohnungen tauschen können und dabei keine höhere Miete bezahlen müssen. Das greift in die Rechte der Vermieter*innen ein, weshalb da Klagen kommen werden.
Auch Personen, die zu zweit auf 80m2 wohnen, müssten nach Tod des Partners umziehen, wozu sie evtl. zu alt wären.
Keine weiter Versieglung. Ja!
Genossenschaften für Energie. Ja! Das müsste auch den Osten überzeugen. Geht mit kleinem Geld. Ich bin Genossenschaftler der Solarpark Lausitz GmbH. Die hatten damals Solarpanele auf Häuser gebaut, die ein Tagebau schlucken sollte. Fand ich lustig: Hätte Vattenfall höhere Entschädigung zahlen müssen.
Waschmaschinen teilen? Why not? Aber: Wenn rund um die Uhr gewaschen wird, dann kann man wieder nicht beim Minimalstrompreis waschen. Muss man noch mal überlegen. Auch Zugang. Waschraum mit mehreren Maschinen?
Und Müll und Energieverbrauch reduzieren, reduzieren, reduzieren. Ja!
(Nebenbemerkung zu den gescheiterten Planökonomien: Der Osten hatte wegen mangelnder konvertierbarer Währung keinen Zugriff auf Bodenschätze im Süden. Das Öl haben wir von unseren „Freunden“ für Westgeld gekauft. Hätte der Osten den Süden auch so schön ausbeuten können, wie das der Westen getan hat, dann hätte die Wirtschaft sicher auch anders ausgesehen. Ist also nicht alles drauf zurückzuführen, dass die im Osten faul/verplant waren.)
Ansonsten: Arbeitszeitreduktion auf 25h/Woche muss mir noch jemand erklären.
Keine Werbung: Ja, bitte.
Verpackung: Kompletter Wahnsinn. Größtenteils überflüssig.
Kein Quatsch-Design.
#Erbpacht. Ja. Im Osten kann keiner mehr Land für Landwirtschaft kaufen, weil das Aldi oder Investoren oder Chinesen kaufen, die mehr bezahlen können. Steuern werden dann im Westen bezahlt. Völlig verquere Entwicklung.
10/ Das noch von #Peukert.
Importverbot von Lebensmitteln. Tja, zum Mittag hatte ich in unserem veganen Restaurant. Reis mit Kochbananen. Ansonsten essen wir regionales Essen. Das sind die Ausnahmen bei Restaurantbesuchen. Aber meinetwegen kann auch das wegfallen.
20% der Landfläche zu möglichst verbundenen Ökozonen. Ja. Gute Idee. Denn die Gebiete sind zerstückelt und mit unüberwindbaren Hindernissen zugebaut. Selbst wenn es noch entsprechende Exemplare einer Art gibt, kommen die nicht zueinander.
Gesamter Forderungskatalog ist unter 2 verlinkt.
@lilo @stefanmuelller was sie fordern ist, dass essenzielle Mobilitätshilfen (wie eben Fahrstühle für Behinderte etc) mit EE betrieben werden; nichts anderes.
Aber ich glaube, dass die Barrierefreiheit für Sie eh nur Vorwand ist sich nicht inhaltlich mit den Forderungen auseinander setzen zu müssen…
Als ich das zum ersten Mal gehört habe, dachte ich auch: Ups, keine Fahrstühle? Wie komme ich da mit dem Rad in die Bahn. Mit zunehmendem Alter schafft man das nicht mehr.
Ich wohne in einem barrierefreien Haus. Bis auf eine Familie braucht das aber noch niemand. Es fahren trotzdem fast alle Fahrstuhl.
Im Osten gab es das Erdgeschoss für Rollifahrer und ansonsten bis 5. Stock keinen Fahrstuhl. Erst höhere Häuser hatten einen.
In der Uni fahren 20jährige gesunde Menschen mit dem Aufzug. Sie warten lieber ewig vor dem Ding, als mal drei Treppen zu laufen. Danach dann ins Fitnesscenter auf den Treppensteigeautomat.
Man könnte einfach viel in #Eigenverantwortung machen. Irgendwie passiert das aber nicht.
Na, man sollte aber nicht wegen einer Forderung gleich alles in die Tonne hauen.
Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum es bisher keine spezifischen Forderungen gab. Man sollte das eben gemeinsam erarbeiten. Mit einem Bürger*innenrat, in dem man dann hoffentlich alle Perspektiven beisammen hat.
Aber es ist auch mal gut, so einen Vorschlag zu haben. Eigentlich müsste das ein Wiki sein, bei dem dann die Kritik und Alternativen direkt eingearbeitet werden können.
@lilo @stefanmuelller
Nach Kommentaren von vor allem weniger Klimabewegten Menschen hat er noch eine Artikel hinterher geschrieben und zum Fahrstuhl steht was drin:
"Natürlich will gerade ich nicht Behinderten den Aufzug verwehren, sondern gemeint war, dass wenn man den Stromverbrauch allgemein drosselt, genug Ökostrom für Aufzüge für Behinderte vorhanden ist."