
Vermummt mit Bollenhut: Plakat zu CSD Freiburg "entsetzt"
Queer, bunt, schillernd: Auch in Freiburg wird wieder Christopher Street Day zelebriert - eigentlich für Toleranz und Akzeptanz der queeren community. Aber da machen nicht alle mit, denn das diesjährige Logo kann nicht jeder akzeptieren.
swr.onlineEs gibt exakt ein Setting, in dem man mit Faschisten redet:
Faschisten sind nunmal Gegner der Demokratie, der vielfältigen Gesellschaft und der Individualität, die von sich aus das alles *immer* gewaltbereit bekämpfen.
Faschisten haben sich allein durch ihre Positionierung schon außerhalb des gewaltfreien Diskurses gestellt. Sie wollen selbst im Zweifelsfall mit Gewalt ihre Position durchdrücken und andere unterdrücken.
Man kann mit Faschisten keinen Diskurs führen. Das würde logisch notwendig voraussetzen, dass man ihre Ideologie akzeptiert, der Idee Existenzberechtigung zuspricht. Sonst ist ein Gespräch ja schon kein Diskurs, keine Überzeugungs- sondern ein (hierarchischer) Belehrungsversuch.
Wegen diesem Verhältnis gibt es genau zwei Varianten: Ein Faschist ist überzeugt von seiner Ideologie oder er ist es nicht. Im ersteren Fall - und das sind in der Regel die, die auch tatsächlich mit Gewalt agieren - reicht eine Belehrung nicht.
Antifaschismus als Abwehr setzt daher logisch zwingend voraus, auch Verteidgungsbereit zu sein. Das ist keine Anforderungen an einzelne in beliebigen Situationen. Aber zumindest setzt es logisch voraus, Verteidigung gegen den Faschismus zu akzeptieren. Notwendig auch mit Gewalt.
Mit anderen Worten: Man kann man sich rein logisch nicht auf dauerhafte Gewaltfreiheit berufen, Gewaltbereitschaft ist notwendig als Verteidigungsbeteitschaft gegen den Faschismus zu akzeptieren
Denn: Um das besagte Setting herbeizuführen, war auch das notwendig.
Wer das zurückweist, zieht sich auf die logisch inkonsequente Position zurück, die, die individuell diese Bereitschaft an den Tag legen und damit als Bollwerk gegen den Faschismus die Vielfalt der demokratischen Gesellschaft und ihre Individualität erst sichern, zu diskreditieren