USA genehmigen Verkauf von Labor-Fleisch
USA genehmigen Verkauf von Labor-Fleisch
naja, ich mag Hafermilch (mir scheißegal, ob die Milchindustrie aggro wird, wenn sie etwas anderes als Milch von Tieren als "Milch" bezeichnet hören. Insbesondere, da sich noch nie einer über Sonnenmilch aufgeregt hat...) sehr gern. Der Geschmack ist zwar leicht anders, aber auf seine Art und Weise lecker (für mich zumindest).
Beim Käse indes bin ich bei dir. Einen echten, Blue Stilton, einen Camenbert oder einen Roquefort in Vegan hab ich bislang noch nicht gesehen.
Ich mag vegane Milch leider nicht so. Das einzige in der Richtung, was mir schmeckt, ist Kokosmilch (also das dickflüssige Zeug, dass eher Sahne entspricht), aber das ist umweltmäßig auch nicht besonders toll.
Ich bin bei den aktuellen veganen Käse-Ersatzprodukten vor allem davon genervt, dass sie praktisch kein Eiweiß erhalten - ja, ich kann meinen Eiweißbedarf auch mit anderen Sachen decken, aber es nervt trotzdem, dass die Ersatzprodukte nährstoffmäßig fürn Arsch sind.
Veganer Joghurt ist aktuell auch furchtbar.
Chlorhühnchen gehen gar nicht
Der Salat, den du dir hier aus der Tüte holst, ist genauso seit eh und je gechlort. Ich bin ja gegen kapitalismustreibende Freihandelsabkommen - aber die Kampagne war so verlogen wie erfolgreich.
Bei den Chlorhühnchen geht es nicht darum dass das fuer Menschen gefährlich sind sondern dass es Herstellern ermöglicht grottenschlechte Hygieneverhältnisse in den Ställen zu haben.
Ähnliches gilt für so einiges an Wachstumshormonen, Zeug das Kühe kriegen damit denen die Euter platzen etc. Das einzige was an Tierleid in den USA verboten ist aber hier nicht ist Gänsestopfleber, beschwer dich bei den Franzosen. Herstellung ist hierzulande zwar verboten aber Einfuhr können wir nicht verbieten und wenn das auf EU-Ebene mal aufkommt schwebt bei den Franzosen die Hand über dem Abschussknopf derer Atombomben.
Das einzige was an Tierleid in den USA verboten ist aber hier nicht ist Gänsestopfleber, beschwer dich bei den Franzosen
Mal abgesehen davon, dass es das Verbot dort nur in einzelnen Bundesstaaten gibt und Ungarn kaum weniger produzieren dürfte, braucht man von Deutschland aus in Sachen Tierhaltung wirklich als allerletztes mit dem Finger auf andere zu zeigen. Dass deutsches Fleisch solch ein Exportschlager ist, hängt natürlich mit den völlig miserablen Haltungsbedingungen zusammen, an die sich der "grüne" Özdemir auch kaum mehr herantraut, als die Weinkönigin. Statt mich bei den Franzosen zu beschweren, bedanke ich mich lieber bei den Schweizern: Nestlé Voie Gras existiert. 👍
Und um ganz ehrlich zu sein: Angesichts solcher Aspekte wie dem Foie Gras-Verbot in UK und den arbeitsrechtlichen Aspekten, dass in der EU jeder sich an den gerade beschissensten Bedingungen orientiert wegen Standortwettbewerb lässt mich inzwischen tatsächlich zweifeln, ob das mit dem Brexit alles in allem so ne blöde Idee war.
Die minmalen Produktionskosten für die nahe Zukunft scheint wohl erstmal Richtung 40-60€ pro Kilo zu gehen.
Bei echtem Rindfleisch sind das etwa 4€/Kilo.
Hier ist auch schon von einem 9-10€ Burger die Rede.
Das müsste dann ja etwa 80€ das Kilo sein.
wobei man ehrlich sein muss, dass das "echte Rindfleisch" für DEN Preis auch hochgradig subventioniert und unter für Tiere unzumutbaren Bedingungen "gewonnen" wird.
Würde man faire Standards ansetzen, die Subventionen auf 0 reduzieren und somit Parität für beide Methoden schaffen, würde sich die Nadel schon jetzt, wo das Ganze noch im Pilotstadium ist, mindestens ein Kopf-an-Kopf sein. Und wenn es erstmal im großen Stil gemacht würde, wird klar, wie sich der Preis so verändert.
Ich denke die Massentierhaltung wird in rund 100 Jahren nur noch etwas sein, was in den Geschichtsbüchern für unsere Nachfahren drin steht.
Die Frage, die sich mir da eher stellt: Müsste dann nicht zwangsläufig, analog zum Verbot des Kükenschredderns, sobald Alternativen vorhanden sind, die industrielle Tierhaltung zur Fleischproduktion vom BVerfG verboten werden?
Mir erschließt sich nicht, warum es nicht dazu kommen sollte. Tierschutzgesetz §1:
Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen
Welcher vernünftige Grund soll für den Mord an Tieren zwecks Ernährung vorliegen, wenn Laborfleisch verfügbar ist? Dass es billiger ist? Tradition?
unsere Gesetze sind allesamt ein wenig dämlich diesbezüglich.
Schau dir doch mal Elektrofahrzeuge an. Die Dinger machen per se so gut wie keinen Krach. Und im Immisionsschutzgesetz steht drin, dass Fahrzeuge nicht mehr Lärm machen dürfen, als technisch für ihren Betrieb zwingend notwendig. Dennoch werden weiterhin Verbrenner fröhlich zugelassen, obwohl für die persönliche, motorisierte Individualmobilität die fast geräuschlose Fortbewegung technisch absolut möglich wäre.
Welcher vernünftige Grund soll für den Mord an Tieren zwecks Ernährung vorliegen
Da findet sich bestimmt was. Und selbst wenn nicht, seit wann ist das eine rational geführte Industrie?
Ich schlag mal "Das ist nicht das Gleiche" vor. Steak, Keule, Haxen.
Und selbst wenn nicht, seit wann ist das eine rational geführte Industrie?
Auch wenn man es mitunter kaum noch glauben mag: Die steht im Zweifel nicht über dem Gesetz und hat das Kükenschreddern entsprechend auch nicht eingestellt, weil sie es falsch findet.
Interessanter Blickwinkel, aber ich bin nicht überzeugt, dass das mit einigermaßen ausgereiften Prozessen wirklich eine so viel schlechtere Ökobilanz haben wird als aktuelle vegane Fleischersatzprodukte - tierisches Fleisch verschwendet ja sehr viel Energie dafür, dass die Tiere Organe, Knochen usw. haben und allgemein rumleben. Und sollte bei Laborfleisch Methan o.Ä. entstehen (wie bei Rindern), kann man das ja ziemlich leicht auffangen und bekommt damit quasi gratis noch eine umweltfreundliche, erneuerbare Energiequelle (solange man es wirklich auffängt und nicht in die Atmosphäre bläst...).
Bleibt dann eigentlich nur noch der Aufwand dafür, die Zellen in Form zu bringen, aber ich kann mir nicht recht vorstellen, dass das schlimmer wird als bei anderen hochverarbeiteten Lebensmitteln (z.B. vegane Schnitzel).
Das eFuel des kleinen Mannes
E-Fuels braucht kein Mensch im Auto. Laborfleisch würde milliardenfaches Leid ersparen.
Replicator incoming - Wunderbar! Ich freu mich drauf.
Ich mag Fleisch, bin aber Vegetarier.
Für manche unvorstellbar ekelhaft eine Lampe anstatt Fleisch zu essen, dabei finde ich das genial. Sowohl technologisch, sowie das es kein Tierleid mehr erzeugt. Wenn das noch ordentlich kontrolliert wird, also das keine bedenklichen Inhaltsstoffe drin landen oder man Verunreinigungen feststellt, dann würde ich sofort dazu greifen. Geschmacklich muss es nur ähnlich genug sein.
Hoffentlich werden die Milchersatzprodukte noch besser, hab leider noch keine gefunden die mir Milch in den Cornflakes und Käse ersetzt. Synthetische Milch when?
Für manche unvorstellbar ekelhaft eine Pampe anstatt Fleisch zu essen
Absurd, zumal "Fleisch" größtenteils aus Massentierhaltung und die ganze Kette entlang fragwürdigen Bedingungen stammt.
Es werden dafür trotzdem Tiere getötet und es verbraucht unnötig Energie.
Interessante Aussage. Wie kommst du zu der Erkenntnis? Ich denke, dass eine Zellzucht im Tank wesentlich weniger Energie benötigt, als ein ganzes Tier groß zu ziehen, um es dann zu verwerten. Wieso werden dafür trotzdem Tiere getötet? Wenn eine Zelllinie einmal steht, brauchst du keine weiteren Tiere mehr.
Falls sich wer mit der Thematik besser auskennt ergänzt/korrigiert mich gerne, aber als ich 2018 im Labor mit Zellkulturen gearbeitet habe, mussten wir immer Fetile Bovine Serum (FBS) verwenden, in dem die Zellen gewachsen sind. Das war wohl notwendig wegen Nährstoffen und vllt auch Botenstoffen im Serum. Nur stammt FBS wie der Name schon sagt von Kuhföten und wird soweit ich weiß aus den Föten von schwanger geschlachteten Kühen gewonnen. Ich weiß nicht, inwieweit solche Stoffe schon durch vegan gewonnene ersetzt wurden.
Außerdem bin ich mir nicht sicher, wie das mit den Zelllinien ist. Die einzigen, die sich meines Wissens auf ewig differenzieren, sind Krebszelllinien. Keine Ahnung, wie gut die dann schmecken bzw ob Laborfleisch aus solchen Zelllinien gewonnen wird. Ansonsten braucht man soweit ich weiß immer wieder neue Zellproben von lebenden Tieren.
D.h. Produkte die in veganer Form eh schon gleichwertig gut schmecken.
Kann ich absolut nicht bestätigen.
Super interessantes Thema. Ich weiß nicht, wie der aktuelle Stand ist, aber ich kann mir gut vorstellen, dass in Zukunft Laborfleisch vielleicht komplett ohne Fötusserum hergestellt werden kann. Dann wäre es schon interessant. Gerade die 3D Technik wird da auch immer besser.
Ob ich es essen würde? Ich habe lange Zeit gesagt, dass ich es mal probieren würde, wenn ich die Möglichkeit hätte und es auch komplett ohne Leid und Tod hergestellt wurde. Aber inzwischen ekel ich mich vor Fleisch.
Aber ich verfolge das Thema ganz gespannt, da es bedeutet, dass der Durchschnittsbürger sein Fleisch bekommt ohne dass dafür ein Tier stirbt und leidet.
Wir hatten jetzt schon Pandemie, UFO Abschüsse und Krieg in Europa.
Zombies durch Laborfleisch wäre doch eine nette Abwechslung. 😁