#111BiblioCon
Ich weiß ja auch nicht, aber der Vortrag zum Stand der #DEAL Verhandlungen mit der Aussage, ein #Elsevier Vertrag würde angestrebt, weil die Forschenden das so wollen erinnert mich angesichts der Bemühungen um #Diamond_OA (z.B. https://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2023/05/23/council-calls-for-transparent-equitable-and-open-access-to-scholarly-publications/ ) an dieses "Ich will meine Gasheizung behalten!! Mit Wärmepumpen kann ich nicht heizen!!eins11!"
@goettker Erschreckend fand ich auch: Ja, wir lassen Nutzende weiter ins offene Messer des Datentrackings laufen, weil wir unbedingt diese Verträge haben wollen, und wenn wir die lokalen Datenschutzbeauftragt:innen einbeziehen, sagen sie, dass das nicht DSGVO-konform ist, und dann können wir nicht unterschreiben, weil die Großverlage weiter tracken wollen. Also verhandeln wir, bis es vielleicht einen Tick weniger illegal wird, und dann reicht das schon. (Sinngemäß)
@shervin
Wenn wir schon beim #Tracking sind, dann möchte ich gern anmerken, dass 2019 die #dbv_Erwerbungskommission nach Veröffentlichung des #DEAL Vertrags mit #Wiley sehr wohl darauf hingewiesen hat, dass er keinen Passus enthält, der diesem Treiben Einhalt gebietet. Damals ging es vorrangig um #RA21, aber die Problematik war dieselbe, die du angesprochen hast.
Im Vortrag wurde aber gesagt, dass das Thema 2019 noch nicht aktuell war.
@goettker Ah ok. Und inwieweit ist die Kommission bei den jetzigen Verhandlungen diesbezüglich involviert?
@shervin
Das ist eine rhetorische Frage, deren Beantwortung zu nichts führen würde.
@goettker Sorry, das sollte nicht rhetorisch sein, ich weiß es wirklich nicht. Bin eben noch neu im Bibliothekswesen und versuche, mir einen Reim zu machen.
@shervin
Ach so.
Die Kommission war und ist nicht beteiligt. Und ich wage zu behaupten, dass das auch gut ist. Es bringt ja auch nichts, sowas quasi jahrelang durch alle möglichen Gremien zu schleusen.
@goettker Verstehe. Wie besprochen wurde, ist die juristische Expertise ja verfügbar und muss nur angewendet werden. Da reicht auch ein Gremium.
@goettker @shervin Am 10. April 2019 hatte ich begonnen, das in die bibliothekarischen Gremien zu kommunizieren, soviel zum Thema "spielte noch keine Rolle". Man wollte nicht hinhören, weil da gerade Springer verhandelt wurde.
@RenkeSiems @shervin
Jepp. Und im November 2019 konnte die dbv-Erwerbungskommission endlich auch ihr Papier https://doi.org/10.2312/allianzoa.036 veröffentlichen.
Spät, aber dafür von sehr vielen Seiten abgesegnet.
Zwischendurch hatten wir uns ja auch noch wegen des Wiley-Vertrags echauffiert.
Empfehlungen zu Methoden zur Kontrolle des Zugriffs auf wissenschaftliche Informationsressourcen :: GFZpublic

Autor: Schwerpunktinitiative Digitale Information der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, External Organizations; Genre: Sonstige; Final veröffentlicht: 2019; Open Access; Titel: Empfehlungen zu Methoden zur Kontrolle des Zugriffs auf wissenschaftliche Informationsressourcen

@shervin @goettker Wer hat das wann (sinngemäß) gesagt?
@bmittermaier @goettker Sie in der Podiumsdiskussion im Roten Saal (mit Streaming) am Mittwoch, 24. Mai, 11:00 - 12:30 zu "Datentracking – Gefahr für die Freiheit der Wissenschaft?" :)
@shervin @bmittermaier
Da war ich leider nicht dabei, kann das also nicht bestätigen.
@goettker @shervin ich war dabei :-) und kann es nicht bestätigen. Das ist nicht sinngemäß sondern sinnentstellend zitiert.
Beispiel: die lokalen Datenschutzbeauftragten habe ich ganz am Anfang erwähnt als ich sagte, dass Bibliotheken bislang v.a. auf die DSGVO-Konformität der eigenen Webseiten geachtet haben und zufrieden waren, wenn die Datenschutzbeauftragten damit zufrieden waren. Nun sei aber klar geworden, dass wir in Mithaftung für das sind, was die Verlage treiben.
@bmittermaier Dass Sie das gesagt haben, möchte ich gar nicht abstreiten. Heißt aber nicht, dass Sie das andere nicht gesagt haben, oder? Ich würde mich ja freuen, wenn ich falsch läge. Naja, die Streams sollen ja hochgeladen werden. Aber vielleicht können Sie ja hier schon richtigstellen: Werden die DEAL-Verträge von den lokalen Datenschutzbeauftragtinnen und -beauftragten abgesegnet werden?
@shervin was die *lokalen* Datenschutzbeauftragten tun kann ich nicht sagen, das ist doch Sache der jeweiligen Einrichtung. In der AWBI/DEAL-Arbeitsgruppe sind u.a. zwei Jura-Profs und eine Informatik-Professorin; alle drei sind für die Fragestellungen auch einschlägig wissenschaftlich tätig. (Wie ich ja auch sagte: ich hatte eine extrem steile Lernkurve) Und wir werden von einer Anwaltskanzlei mit ebenfalls einschlägiger Expertise beraten.
@shervin und ansonsten: ich habe keinen einzigen der Halbsätze so oder annähernd so gesagt. Beispiel "wir wollen unbedingt diese [DEAL] Verträge"
"Unbedingt" fiel gar nicht
Ich habe von allen Verträgen gesprochen
Ich habe gesagt (und,dazu stehe ich), dass es nicht in unserem Sinne ist dass Bibliotheken der Abschluss von nahezu allen Verträgen untersagt wird. Und ich habe weiter gesagt, dass ich, um das Verbot zu vermeiden daran arbeite, dass sich die Verlage 1. rechtskonfiem verhalten und 2.
@shervin und 2. Dinge, die wir nicht wollen, auch dann nicht tun, wenn sie nach DSGVO erlaubt wären (letzteres wir Verhandlungsgegenstand sein)
Was daran ist Ihrer Meinung nach falsch?
@bmittermaier Gut, ich habe da keine Position, ich bezog mich nur auf die besagte Podiumsdiskussion, in der Gerald Spindler (Jura-Prof) empfahl, sich mit lokalen Datenschutzbeauftragten kurzzuschließen. Anders formuliert: Müssen aus Ihrer Sicht Verträge (DEAL/andere), die wir schließen, aus Sicht unserer Jurist:innen (DS-Beauftragte/Arbeitsgruppe) DSGVO-konform sein?
@shervin ja sie müssen. Aber (und das haben Sie evtl. als Trick verstanden): ich empfehle dringend, dass nun nicht 500 Einrichtungen versuchen, individuell das Problem mit jew. einer zweistelligen Zahl von Verlagen zu lösen, das Rad also 10.000 mal zu erfinden. In AWBI/DEAL versuchen wir etwas zu entwickeln, das alle Einrichtungen bei allen Verlagen nachnutzen können.
@bmittermaier Ok. Ich hatte aber nicht von einem Trick gesprochen, sondern kritisiert, dass es reiche, wenn die Verträge einen *Tick* (ohne r) weniger rechtswidrig sind, man also Kompromisse beim Datenschutz eingeht.
@shervin sorry, hab ich falsch gelesen resp. abgespeichert. Dass es nur einen Tick besser wird habe ich definitiv nicht gesagt. "Signifikant besser" oder "um Lichtjahre besser"wäre eher zutreffend.
@bmittermaier Gut, dass wir uns ausgetauscht haben. Danke für Ihre Erklärungen.
@bmittermaier
Können Sie dazu etwas sagen?
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https://openbiblio.social/@zuphilip/111064892316537350
zuphilip - Beim MPDLS-Webinar heute zum #Elsevier #DEAL wurde gesagt, dass man mit dem Vertrag Wissenschaftler*innen NICHT vor #Datentracking schützt, sondern das sollen die dann selbst tun. Es sei ja prinzipiell legal von den Verlagen, aber man setzt sich diesbezüglich für mehr Transparenz ein. Ähmmm.... What? 😯🤔🤯
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Philipp Zumstein (@[email protected])

Beim MPDLS-Webinar heute zum #Elsevier #DEAL wurde gesagt, dass man mit dem Vertrag Wissenschaftler*innen NICHT vor #Datentracking schützt, sondern das sollen die dann selbst tun. Es sei ja prinzipiell legal von den Verlagen, aber man setzt sich diesbezüglich für mehr Transparenz ein. Ähmmm.... What? 😯🤔🤯

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