Sondern schlicht und ergreifend ums Geschäft.
Als wäre ein Wirtschaftsbereich automatisch immun gegen Ausbeutung, Geschäftemacherei, Schlangenöl & Aktionismus, weil es um "eine gute Sache" geht.
Als würden sich automatisch nur wohlmeinende Menschen in diesem Bereich betätigen.
Anstatt, dass man dort eine ziemlich lässige Situation vorfindet, in der man kritische Nachfragen immer damit abbiegen kann, dass man ja Etwas Gutes [tm] täte.
Es wird immer mal kurz sichtbar, wenn wie im Ahrtal Menschen mit Behinderungen ertrinken, weil es wichtiger war "keine Unruhe" reinzubringen, als ihr Leben zu schützen.
Oder wenn wie in Potsdam Menschen mit Behinderungen ermordet werden und alle nur laut darüber nachdenken, ob die Mörderin vielleicht überlastet war. Und dann wird es schnell wieder vergessen.
Zu unbequem. Und das System funktioniert ja. Für die Mehrheitsgesellschaft.
Und erst recht für gut gefüllte Taschen.
Es wäre aber schon super, wenn man endlich mal damit anfangen würde, uns zu glauben, wenn wir auf Probleme hinzuweisen, statt dann immer direkt auf einen empörten ad hominem Feldzug zu gehen.
Ja, ist unkomfortabel. Aber eure gefühlte Wahrheit wird auch durch Leugnen nicht zur Realität.
Ach, ja. Menschen, die in die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen gehen, weil die müssen ja dankbar sein ... diese Motivation gibt's.
Menschen, die in die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen gehen, weil die müssen ja jeden nehmen und glücklich drüber sein. Gibt's auch.
Und die Menschen, die in die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen gehen, weil sie sich dort immer überlegen fühlen können, gibt's auch.
Wenn auch die Mehrheit der Menschen, die mit Menschen mit Behinderungen arbeiten okaye Leute sind - wie die Mehrheit aller Menschen im Grunde gut ist - es sind diese Außreißer, die das Leben für MmB sehr schwer und manchmal auch sehr gefährlich machen.
Und die Tatsache, dass man zu oft nicht so genau hinsieht, weil es um etwas Gutes geht und man froh ist, dass jemand anderes die Arbeit macht.
@Mela das erinnert mich alles an die "Maseratti Affäre" bei dem der Chef des gemeinnützigen Unternehmens ein paar Punkte vorgebracht hat die man nicht von der Hand weißen kann, die aber die bigotterie in den Köpfen gut darstellt.
Seine Klientel hat oft nur das, was sie am Leib trägt. Harald Ehlert, Chef der gemeinnützigen Organisation "Treberhilfe Berlin", sitzt im Maserati. Er sollte ein Fahrtenbuch führen, nachdem der Dienstwagen geblitzt wurde. Der 47-Jährige klagt dagegen - und muss sich nun harsche Kritik gefallen lassen.
@Mela ist halt eine verlogene Debatte. Alle haben sich beschwert über das Auto das unangemessen teuer ist - da bin ich ja noch dabei, aber eher so generell als speziell in dem Fall.
Und ich sehe das genauso, die Frage ob da faire löhne gezahlt werden und die MA und Klienten gut behandelt werden und keine Ausbeutung stattfindet wäre mir deutlich wichtiger als das Auto.
@Mela Ich kannte mal jemanden, der im Spenden-PR Bereich einer kirchlichen "Hilfsorganisation" gearbeitet hat. Nicht lange allerdings.
Das ist komplett businessmäßig durchorganisiert. Mit Quartalszahlen, KPIs etc.
Das war gruselig.
@Haselnusstafel
Wir sind hier nicht auf Twitter. Bevor man mit Anschuldigungen wegen eigenen geistigen kurzschlüssen um sich wirft kann man sowas einfach nochmal nachfragen.
Um Behindertenwerkstätten ging es hier auch nicht ausschließlich.
Wenn du noch erklären könntest wie man darauf kommt das die Aussage das niemand was von pleitegegangenen plulüschigen Sandalenbusinesses hat zur Folge hat das man Ausbeutung super findet wäre ich dir sehr verbunden.
@sashag
Ich kenne das von Ärzte ohne Grenzen etwas besser - und klar ist das da durchorganisiert, andererseits ist das eine der wenigen Organisationen bei denen ich ohne zu zögern sagen kann, dass sie spendenwürdig ist.
Ich finde das Organisiert sein nicht schlimm, nur wenn dann dazu kommt das Leute nicht (oder schlecht) bezahlt werden etc - dann geht das einfach nicht.
@Mela