Heute zu Besuch bei #Luxtram
Die Ticketpreise waren schon sehr günstig, bevor der ÖPNV in Luxemburg ticketfrei und damit kostenlos wurde. Der wesentliche Unterschied ist damit kaum die kostenlose Fahrt, aber die Einfachheit. Du kannst einfach einsteigen und los. Sorglos. Unkompliziert.
Mit 1,5% der Fördermittel zum Bau der #Luxtram konnte Kunst im öffentlichen Raum gefördert werden. Damit wurde nicht einfach nur eine Straßenbahn gebaut, sondern die Straßen von Haus zu Haus gestaltet wurden.
Richtig gut gefällt mir das #Designkonzept einschließlich der Komposition der Stationsmelodien. Es gibt ein Lichtdesign und jede Haltestelle hat eine eigene Melodie.
https://www.luxtram.lu/de/design/
DESIGN | Luxtram.lu – Un tram pour la Ville de Luxembourg

Die Kopfstützen sind wirklich beleuchtet. Erst war ich irritiert, weil es auf mich erstmal nur verspielt und unnötig wirkte, aber des Designkonzept ist insgesamt sehr angenehm, offen und hell. Selbst an einem grauen Tag wie heute machen Licht und Farben - besonders die Türen in den vier transparenten Farben - trotzdem sonnig gute Laune.

@thijs_lucas boah geilo  

Das ist auch Regelspur, oder? Dann kann das Konzept ja 1:1 bis uns nach #MoinKiel fahren  

Kunst im öffentlichen Raum und null Fahrtkosten, das wär was, oder @tram_kiel ?

@PalmAndNeedle @thijs_lucas Der ÖPNV muss aus der Schmuddelecke, wenn er erfolgreich sein soll. Luxemburg zeigt, dass man in die Vollen gehen und ein Wahrzeichen schaffen kann. Die Fahrgastzahlen sind auch explodiert - bevor der Nahverkehr kostenlos gemacht wurde.

Wir wollen eine Verkehrsverlagerung. Da bisher ticketloser Nahverkehr zu kaum messbaren Verlagerungen geführt hat, aber das mit Abstand teurste Mittel im Schrank ist, halten wir davon nix.

Ich würde es nicht ablehnen, aber in der Priorität hinter andere Maßnahmen anstellen.

Wenn ÖPNV so eine Wertschätzung erfährt, wie derzeit in Luxemburg, sehe ich keine Nachteile, aber Vereinfachungen für Prozessabläufe im Betrieb und dann auch für die Nutzer*innen.
@PalmAndNeedle @tram_kiel

@thijs_lucas @PalmAndNeedle Die Erfahrungen waren bisher, dass vor allem kurze Wege mehr mit dem ÖPNV zurückgelegt werden und dass vor allem Radelnde und Gehende umsteigen. Weshalb die Betriebe in mehr Kapazität investieren mussten. Das ist ein Riesennachteil.

Warum sollte ein Luftlinientarifsystem mit Chipkarten und Preisdeckeln aufwendig sein?

@tram_kiel @thijs_lucas boah, so deutsch.

Mir ging es vor allem um die Gestaltung: Farbe, Ortspezifische Audio (Barrierefreiheit!), und Geld für Kunst im öffentlichen Raum. Aufenthaltsqualität. Und ihr beißt euch direkt an der Tarifgestattung fest 

@PalmAndNeedle @thijs_lucas Was 100% unsere Botschaft ist (attraktiv - urban - mobil) und auch der erste Satz unserer Antwort („Wahrzeichen“). Deswegen auch das „Tram“ in unserem Namen, als Verneigung vor dem französische Modell mit dem Fokus auf Stadtverschönerung. Luxemburg zeigt: besser da Geld reinstecken als in Tarifsystem. Und du verstehst du nur Tarifsystem.
@PalmAndNeedle @thijs_lucas Autofahrerdenke ist: „Da fahr ich nicht mit weil zu kompliziert.“ In der Regel eine Ausrede, wenn man keine Probleme darin sieht, jeden Tag für eine halbe Stunde einen Parkplatz zu suchen - aber ein Problem hat, ein Ticket per App zu lösen. Das gilt auch für den Preis. Nach Destatis zahlt der Durchschnitt 230 € pro Monat für den Autounterhalt - aber 50 Euro für eine ÖV-Flatrate ist zu teuer. Ticketloser Nahverkehr? typisch deutsche Debatte.