Rechte Vereine tragen einen absurden Verbots-Kampf gegen geschlechtergerechte Sprache aus. Doch nun taucht ein unerwarteter Vorkämpfer fürs #Gendern auf: Markus #Söder setzt sich für die Freiheit und gegen Sprachzwänge ein. So meint er das doch, oder?

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Gegen Sprachverbote: Söder verteidigt Freiheit zu gendern!

Immer mehr Gegner vom Gendern fordern Sprechverbote voller Umerziehungsfantasien und wollen anderen diktieren, wie sie zu sprechen haben. Nicht mit Markus Söder, der sich für die Freiheit zum Gendern einsetzt: „Leben und Leben lassen“. Wen er sich damit zum Feind macht.

Volksverpetzer

@Volksverpetzer

Ich finde, wir sollten in der Sprache wieder zum guten alten Althochdeutsch zurückkehren. Die Verhunzung der deutschen Sprache in den letzten 1000 Jahren ist eine Qual.

BTW: Adam und Eva sprachen mit Sicherheit kein Neuhochdeutsch oder irgendwas ähnliches wie Deutsch. Wer also die göttliche Schöpfung bewahren will, muss ganz weit zurück.

@byggvir @Volksverpetzer

Du magst das witzig finden, aber hier ist dein Problem: #Gendern ist nicht alltagstauglich. Es funktioniert in Beispielsätzen, aber eben nicht durchgängig. Wenn du das Maskulin als Inklusivform vermeiden und trotzdem rechtssicher formulieren willst, dann hat das sehr umständliche Satzkonstruktionen zur Folge. Sowas willst du als Bürger nicht, im sowieso schon sperrigem, Beamtendeutsch lesen. Erst recht nicht in Gesetzen und Verordnungen.

@raccoon @byggvir @Volksverpetzer Also ich krieg Entgendern bisher sehr hervorragend hin

@MikiMiki

Das ist schön für dich. Wie viele Gesetze, Verordnungen und andere juristische Texte schreibst du so am Tag?

@raccoon Keine. Ist aber auch egal. Wenn ich stinknormale Person das hinkriege, sollten super tolle, super hochgebildete Leute aus der Justiz das auch hinkriegen.
@MikiMiki @raccoon kriegen sie ja auch. Seit Jahrzehnten machen sie es vor.

@GaborPaal

Schön, du hast ein Beispiel gefunden wo es geht. Das es in einigen Fällen geht war aber nicht die Frage. Die Frage ist, ob es IMMER geht und hier lautet die Antwort: NEIN!

Die Methode, die du da anpreist (Umformulierung) geht davon aus, dass es zu jedem Nomen einen äquivalenten, geschlechtsneutralen Begriff gibt. Dies ist offensichtlich nicht der Fall und bei juristischen Texten kann einem das schnell um die Ohren fliegen.

@raccoon nein, davon geht „die Methode“ nicht aus. Ich übrigens auch nicht. Aber es geht oft, und aus dem Umstand, dass es nicht immer geht, muss ja nicht folgen, dass es sich nicht lohnt, sie dort anzuwenden, wo es sinnvoll ist. So wie es bei allen guten Taten ist: Spenden, aufs Auto verzichten, nett sein. Geht alles nicht immer, ist aber deshalb nicht sinnlos.

@GaborPaal

Wir diskutieren hier über die Einführung neuer Rechtschreib- und Stilregeln, sowie die Verpflichtung zu deren Anwendung (nicht den eventuell sinnvollen Gebrauch). Für Regeln argumentiert man nicht mit Beispielen, wo sie anwendbar sind, sondern mit Gegenbeispielen, wo sie es nicht sind.

Alle Methoden des #Genderns haben sich auf ganzer Linie als unbrauchbar erwiesen, die vorhandene Inklusivform des Deutschen abzulösen. Damit ist das Experiment krachend an der Realität gescheitert.

@raccoon nein, genau das diskutieren wir hier nicht. Ausgangspunkt der Diskussion waren nicht Regeln, sondern Freiheiten.

@GaborPaal

Und Freiheiten führen schlussendlich zur Notwendigkeit von Regeln.

Wenn wir Gendern WOLLEN (Freiheit), müssen wir uns irgendwann darauf einigen, wie wir das tun SOLLEN (Regel).

Die Begründung für die Notwendigkeit des Genderns ist nicht die Freiheit, sich auszudrücken, sondern die (ideologisch motivierte) Abschaffung des gen. Mask. (aufgrund einer herbei fantasierten Benachteiligung). Damit ist der Ausgangspunkt der Diskussion immer die Suche nach einer Regel für eine Ersatzform.

@raccoon nein, führen sie nicht. Es gibt offenbar in der Frage kein kollektives Wir, deshalb folgt aus dem Wollen auch kein Sollen. Auch du wirst nicht erwarten, dass aus deinem ideologischen Willen ein allgemeines Gesetz wird. Und damit Schluss für heute.

@GaborPaal

Doch, es gibt ein kollektives Wir: alle die über die Sprache miteinander verbunden sind.

Das Sollen folgt aus dem Wollen, durch den Versuch der pro Gender Fraktion, der Mehrheit der Muttersprachler ihre Version des Sprachgebrauchs durch die Macht des Faktischen auf zu zwingen.