Was mache ich als Autorin eigentlich auf Social Media? Beim heutigen #autor_innensonntag fragt Justine Pust genau danach.
Seit 2008 bin ich auf Twitter unterwegs, habe viele Veränderungen dort miterlebt und habe mich nicht nur einmal gefragt, ob und wie ich mich selbst und meine Arbeit präsentieren möchte. Am Ende läuft es immer auf die Poetisierung meines Alltags hinaus und Spaß am Teilen von Kunst.
Mir ist es wichtig, nicht zu viel Privates von mir zu teilen und über das, was ich zeige, möglichst etwas Kunstvolles zu legen. Das ist der Anspruch, den ich an mich selbst habe. Die Menschen sollen mir nicht für das Frühstück, das ich esse oder für Bilder von meiner Familie folgen, sondern für meine Texte und Bilder.
Manche Postings erwecken den Anschein, total echt zu sein und das ist fein, das soll ja so.
Aber ich war immer schon von Autofiktion begeistert und das macht mein Schreiben auf Social Media auch aus.
Inzwischen bin ich viel auf Instagram unterwegs, weil die Leute, denen ich dort folge, einen positiven Einfluss auf meine Laune und meine Kreativität haben.
Twitter ist für mich gerade mehr ein Randale-Ort, an dem ich oft mal was überfliege, weil ich nicht von den Launen runtergezogen werden möchte. Darum bin ich großer Fan von Listen, damit mich kein Rant erwischt, mit dem ich mich grad gar nicht beschäftigen möchte oder es auch einfach nicht kann.

Mastodon ist ruhiger, ich bekomme hier Forengefühle, aber ohne die Peers. Das macht es etwas einsam.

Also einerseits nutze ich Social Media für kreativen Output und zur Werbung. Andererseits aber eben auch als Ort für Freundschaft, Kontakte und Inspiration. Ich hätte viele tolle, kluge Menschen nicht kennen gelernt und darum kann ich mich selbst als Autorin grad nicht ohne Social Media denken. Oder bisher nicht. Mal gucken, was noch passiert.

#socialmedia #autorinnenleben #autorinnensonntag

@jesstartas Im Grunde ist es doch aber auch spannend. Gleich einer Reise. Überall gibt es andere Besonderheiten zu entdecken. Das eine taugt einem mehr als das andere. Aber alles hat in irgendeiner Form Bedeutung für das, was noch kommen mag. Beharrlichkeit und Neugier sind besser als pure Erwartungen. Einfach tun und der Rest ergibt sich. So, denke ich, ist social media ein spannendes Feld.