Vielleicht formuliere ich es mal als Historiker für alle, die mit falsch verstandener #Klimageschichte gegen den #anthropogenen #Klimawandel, vor allem aber gegen eine ambitionierte #Klimapolitik anschreiben:

Ja, Warmzeiten waren für menschliche Gesellschaften in der Regel vorteilhaft. Wir haben aber keine #Warmzeit mehr; wir haben die globalen #Durchschnittstemperaturen des römischen und des mittelalterlichen #Klimaoptimum schon in den 1990er Jahren hinter uns gelassen. Und:

Warmzeiten waren nur dann vorteilhaft, wenn sie über einen längeren Zeitraum stabil waren. Wir erleben aber gerade eine Dynamik, und zwar global, wie nie zuvor in der #Menschheitsgeschichte. Das macht es so gefährlich. Wir haben dafür nichts an historischen Erfahrungen. Und:

Diese Dynamik ist kein einfaches lineares #Wachstum, sondern wir reden von einer #Klimazuspitzung, die #Kipppunkte überschreiten kann. Hinter solche Punkte gibt es kein Zurück.

Zur Erläuterung der 1,5°C oder auch 2°C: Das meint einen globalen Unterschied, der sich charakteristisch unterschiedlich verteilt. Mehr #Erhitzung an den Polen, vor allem aber auch mehr Erhitzung auf dem Land - z.B. in Deutschland. Dort wären es dann vielleicht 4°C. Nicht gut.

So gewaltige Verschiebungen in so kurzer Zeit hatten wir noch nie in der Menschheitsgeschichte und schon gar nicht in der Geschichte hochkomplexer Wohlfahrtsgesellschaften. Wir wissen nicht, wie das geht.

Wir wissen aber, was wir tun können und müssen, um das abzumildern. Es wäre echt schön, wenn wir endlich damit anfangen, es zu verstehen und konsequenter zu handeln. Das scheint mir kein Zauberwerk.

Hashtag: #HistoriansForFuture