Die Räumung von #Luetzerath wird immer grotesker. #RWE gehören gar nicht alle Flächen im geplanten Tagebau. Kurz hinter Lützerath wäre nach jetzigem Stand Schluss mit Baggern. Ein Mega-Polizeieinsatz für ein paar Meter Baggervortrieb? Wie absurd ist das denn?
https://www.24rhein.de/rheinland-nrw/wende-luetzerath-rwe-raeumung-antje-grothus-aktivisten-polizei-aktuell-garzweiler-tagebau-zr-92024577.html
Lützerath: Muss RWE die Räumung abbrechen?

Offenbar gehören RWE Flächen bei Lützerath gar nicht, die für den Kohleabbau nötig sind. Die Grünen-Politikerin Antje Grothus fordert: „Räumung stoppen“.

@VQuaschning

Was mal wieder beweist, dass man vor Gerichten mehr für das Klima erreichen kann als auf Bäumen.

@weit_im_westen @VQuaschning

Meinst du mit "auf Bäumen" die Demonstranten? Ohne die wäre Lützerath schon längst weggebaggert und selbst wenn diese Sache dann überhaupt rausgekommen wäre, hätte es bestenfalls irgendwo eine kleine Geldstrafe gegeben. Also entweder die Politik arbeitet ehrlicher und gründlicher, die Justiz arbeitet schneller oder das Dorf (und gewisse Wälder) zu besetzen ist der einzige Weg, um letztendlich was zu erreichen. Proteste dieser Härte in dieser Menge gab es ja nicht schon immer und zuvor ist ja völlig offensichtlich dank Lobbyisten nicht viel passiert.

@machno @VQuaschning

Klimaziele sind nur abhängig von Ausstiegszeiten und Co2 Gesamtmengen. RWE hat gesagt die Kohle unter Lützerath nicht zu benötigen, notfalls wird sie aber importiert.

Deshalb sind diese fünf Häuser nur ein Symbol ohne praktische Bedeutung.

@weit_im_westen @VQuaschning
Du hast überhaupt nicht das Thema beantwortet, dass du aufgemacht hast. Du sagst, du siehst es somit als bewiesen, dass Gerichte mehr erreichen, ich sage dir, dass niemand auf das Gericht gewartet hätte, sondern da jetzt ein noch größeres Loch wäre.
@machno @VQuaschning Ich habe die Frage beantwortet. Meines Erachtens spielt Lützerath am Ende keine Rolle und wenn man es unbedingt retten will, tut man das vor Gericht. Dort gibt's tatsächlich Verfahren, die innerhalb von ein oder zwei Tagen entschieden sind.

@weit_im_westen @VQuaschning
Ist dir nicht klar, dass Lützerath ohne die Demonstranten schon längst nicht mehr existieren würde? Wenn ein Gericht Lützenrath ohne Demonstranten, die dort ausharren verteidigen könnte, hätte das schon passieren müssen.

Und selbst wenn unter Lützerath nichts ausmachen würde und darunter nicht vier Mal so viel Kohle liegen würde wie wir für das Pariser Klimaabkommen (ein Vertrag, den Deutschland unterschrieben hat) noch verbrauchen dürfen, muss man irgendwo anfangen. Denn es ist die Summe aus "Kleinigkeiten", die uns dort hält wo wir sind. Wenn man also was dagegen tun will, muss man irgendwo anfangen. Klar, bei sich selbst, aber was dann? Vor Gericht gehen....okay... Glaubst du nicht, dass das nicht schon weltweit passiert wäre und immer noch passiert? Eine Demokratie ist mehr als alle 4 Jahre ein Kreuz neben drei Buchstaben zu setzen. Du willst etwas bewegen? Dann beweg erstmal dich selbst. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die alles vor Gericht klären und häufig sind das keine Menschen mit (für sie erkennbaren) lebensbedrohlichen Probleme, sondern Menschen ohne Selbstreflexion und voller Gier.
Es gibt in Deutschland wirklich wirklich viele Leute, die sagen wie es nicht gehen kann und was man nicht tun sollte, aber diese Leute handeln selbst häufig gar nicht oder unzureichend. Also ist meine Devise an der Stelle: tritt beiseite oder mach es besser und wenn tatsächlich letzteres der Fall ist, dann haben die Leute, die sich an Bäume ketten, sich auf Straßen kleben etc.pp. auch nicht geschadet.

@machno @VQuaschning

Natürlich schaden diese Leute nicht.

Aber es macht sich eben auch niemand klar, dass in Parlamenten und Koalitionen 20 Prozent der Stimmen nichts sind, mit denen man das Ruder politisch herumreißen kann oder mit denen man eine starke Verhandlungsposition hat.

Es bleibt die Frage wie man Klimaschutz gegen eine ignorante Mehrheit der Bevölkerung durchsetzen will, ohne dass man in eine Diktatur schlittert.

@weit_im_westen @VQuaschning
Sie fürchten sich vor einer grünen Diktatur?
Leute, die sich an die Straße kleben (was bestenfalls ein kleines Delikt ist,)werden regelrecht verprügelt. Es werden Leute ohne Prozess für bis zu einem Monat weg gesperrt. Unternehmen haben mehr Einfluss auf das Volk, als die Bürger. Politiker drücken während der Amtszeit was durch und landen danach in einem gut bezahlten Aufsichtsrat. Was ist das denn anderes als Korruption?
In Teilen Deutschlands marschieren Faschisten durch die Straßen und kaum einer traut sich währenddessen raus. Reichsbürger, die ja gerne trotz KSK Vergangenheit und massenweise Waffenbesitz werden nebenbei erwähnt und klein geredet, während Leute, die niemanden schaden als Terroristen dargestellt werden.
Ich könnte ewig so weiter machen und bei all diesen Sachen, haben sie Angst davor, dass eine weitestgehend friedliche, aber zurecht verzweifelte Bewegung eine Diktatur anstiftet? Leute, die im Extremfall Basisdemokraten sind, im Unterschied zu Trump, bolsonaro und co. Merken Sie denn nicht, dass diese schweigende Mehrheit, zu guten Teilen gar kein Interesse an Politik hat und einfach das wählt, was man vor Urzeiten schon gewählt hat und sie sowieso natürlich vom Klimawandel gehört haben, aber immer noch nicht wissen und verstehen was der eigentlich bedeutet?
Die Faktenlage legt jedenfalls nahe, dass die Diktatur von vielen Seiten, mit großer Wahrscheinlichkeit aber nicht von dieser kommen kann und wird. Am ehesten denke ich, dass die Diktatur durch die Konsequenzen des Klimawandels kommen wird.
@weit_im_westen @VQuaschning
*Unternehmen haben mehr Einfluss auf die Politik(er) als die Bürger...
Ich bitte um Entschuldigung. Bin aktuell ein wenig im Stress.

@machno @VQuaschning

Du gefällst Dir gerade gut dabei Deine Wut über die Politik auf mich zu projizieren.

Ich bin aber nicht der Feind. Ich weise nur auf die Mehrheitsverhältnisse hin.

@weit_im_westen @VQuaschning
Ich wollte dich mit keinem meiner Worte angreifen. Die Fragen waren ernst gemeint und "Menschen/Leute" war keine Anspielung auf dich.
Tut mir leid, falls es an der einen oder anderen Stelle so geklungen hat. Ich möchte dich nicht nieder machen und ich wüsste auch nicht was das bringen sollte. Würde ich dich nicht für einen gescheiten Menschen halten, würde ich vermutlich gar nicht erst mit dir schreiben. :)
@weit_im_westen @VQuaschning
Jetzt bin ich ins "Du" gerutscht. Auch dafür bitte ich um Entschuldigung.

@machno @VQuaschning

Hier duzt man sich doch sowieso?

Ich teile Deine Wut. Der Unterschied ist, dass ich trotz der Katastrophe nicht bereit bin, demokratische Zwänge über Bord zu werfen. 🤷

@weit_im_westen @VQuaschning
Aber ziviler Ungehorsam ist doch urdemokratisch und hat auch an dieser Stelle schon einiges bewirken können. Sich in Gruppen zusammenzufinden, zu demonstrieren und Aktionen zu planen und durchzuführen ist doch nicht antidemokratisch.
Jede Bürgerbewegung beginnt klein und wenn irgendwann viele Leute (es werden wahrscheinlich nicht weniger) beschließen gemeinsam öffentlich und überwiegend friedlich zu agieren ist das meiner Meinung nach mehr als legitim und wesentlich demokratischer als nichts zu tun und sich zu beschweren, wie es ja auch oft passiert.

@machno @VQuaschning

Der Protest ist legitim.

Aber bittere Wahrheit ist, dass sich die CDU in NRW, die die Zustände mit ihren Stimmen im Landtag maßgeblich verantwortet, noch freut, weils nur den Grünen schadet.

Es ist ja eben nicht so, dass die Grünen freiwillig Positionen aufgegeben hätten.

@weit_im_westen @VQuaschning
Darüber, ob sie die Position nicht freiwillig aufgegeben haben bin ich unschlüssig. Oft wird davon gesprochen, dass das aktuelle Geschehen für diesen "Sinneswandel" verantwortlich ist. Wie häufig von vielen Seiten vermutet, denke ich, dass RWE gerade zeigt wie mächtig sie sind. Lobbyismus (man könnte es häufig auch einfach Korruption nennen) hat hier doch sehr großen Einfluss und RWE profitiert wie eine Menge anderer Großkonzerne von "politischen Entscheidungen" die zu ihrem Gunsten und zum Ungunsten des Großteils der Bevölkerung getroffen werden.

@machno @VQuaschning

Auch wenn man nicht korrupt ist, steht am Ende immer die Frage, ob es sinnvoll ist einen Kompromiss zu schließen, um wenigstens EIN BISSCHEN WAS zu erreichen.

Ich finde viele beurteilen diese Frage gerade sehr leichtfertig und unterstellen nur das Schlechteste, obwohl sie nichts darüber wissen. Das maße ich mir nicht an.

@weit_im_westen @VQuaschning
Weißt du warum das Ziel des Pariser Klimaabkommens (das in sich eigentlich ein, wenn nicht sogar DER Kompromiss ist) ein 1,5°C Ziel vorsieht?

@machno @VQuaschning

Weil 1,5 Grad zumindest theoretisch noch irgendwie erreichbar sind und es darüber sehr unangenehm wird?

@weit_im_westen @VQuaschning
Exakt. Ab 1,5°C werden irgendwo selbstverstärkende Effekte in einem nicht mehr handlebaren Maß erwartet. Was wir dann machen und wollen ist zwar nicht irrelevant, aber stoppen werden wir das ganze dann nicht mehr und so werden wir eine Lebenswelt schaffen, die sich von der heutigen massiv unterscheidet. Nur eines wird vorerst gleich bleiben. Wenn du viel Geld hast, kannst du einem guten Teil der Probleme ausweichen.
Aktuell erreichen wir diese 1,5°C in etwa 6 Jahren. An dieser Stelle wiederhole ich, dass das Pariser Klimaabkommen ein verpflichtender internationaler Vertrag ist, weit größer als diese ganzen RWE etc Geschichten.
Es geht hier doch also nicht um irgendwelche Meinungen oder irgendwas, sondern daran, dass wir uns an Abmachungen halten, die uns ganz nebenbei vor wirklich großen, weltweiten Problemen bewahren.
Was Kompromisse betrifft, so hat man das ja schon sehr lange probiert. Es wurde an die Vernunft jener appelliert, die Gewalt hatten und sich unvernünftig verhielten. Es wurde doch im Wesentlichen schon alles ausprobiert. Die heutigen Protestformen sind ja Resultat eines langen Prozesses, in dem so ziemlich immer das Geld gewonnen hat und nicht die Menschheit. Nun sind wir an einem Punkt (eigentlich schon länger) an dem die Kompromisse, wenn es sie überhaupt noch geben darf, stark zum Gunsten des Klima- und Umweltschutzes gefällt werden müssen, weil es Jahrzehnte lang andersherum war und wir deshalb keine Zeit mehr haben. Es ist wie bei einem Schüler, der Monate lang nichts gemacht hat und morgen eine Klassenarbeit schreiben wird. Jeder Kompromiss, der noch ein bisschen Spielerei und Faulenzerei enthält, würde in einem Desaster enden. Der Unterschied ist, dass wir gesellschaftlich nicht einfach in der selben Klasse von vorne anfangen können. Dies ist unsere letzte Chance uns zu retten. Das beinhaltet auch unsere defekte Demokratie. Denn wenn das Essen fehlt, wird die Vernunft es auch tun. All das, was du hier zurecht als schützenswert beschreibst, wird dann zusammen mit vielen anderen Annehmlichkeiten verschwinden und das leider vor allem für jene, die überhaupt nichts dafür können.

@machno @VQuaschning

Das ist genau mein Punkt.

@weit_im_westen @VQuaschning
Wer setzt denn den Kohleausstieg parlamentarisch durch? Jetzt bin ich neugierig.

@machno @VQuaschning

Diejenigen, die die Mehrheit im Parlament haben und das auch wollen. Demokratisches 1x1.

@weit_im_westen @VQuaschning
Ja, aber wer ist das? Welche Partei oder besser gefragt: welche Person?
Ich wiederhole: 1,5°C ist aus guten Gründen das Ziel.
Wer kämpft dafür, dass wir so viel Kohle abbauen wie wir dafür holen dürfen?
Einen insgesamten Kohleausstieg zu fordern ist keine Leistung. Irgendwann ist ja eh keine mehr da.

@machno @VQuaschning

Wenn nur eine Partei im Parlament überhaupt versucht eine halbwegs erkennbare Klimapolitik zu betreiben, während 80 Prozent im Parlament gegensteuern, sorgt man dann dafür, dass diese Partei gestärkt wird, oder diskreditiert man diese Partei solange, bis sie nur noch 5 oder 10 Prozent hat, ohne Alternative?

@weit_im_westen @VQuaschning
Diese Partei gibt es nicht. Vielleicht willst du gerade auf die Grünen raus, aber auch die stehen dahinter die Kohle unter Lützerath zu nehmen.
Ich habe hier auch gar kein Grünen-Bashing betrieben. Die nehmen sich alle nichts. Ich wiederhole es noch einmal: am Ende ist das ganze doch ein korruptes Spielchen. Eine Machtdemonstration von RWE. Von den Repressionen vor Ort hast du möglicherweise noch nicht gehört und eines vergisst du scheinbar: du redest hier die ganze Zeit von demokratischer Legitimation von Entscheidungen und Mehrheiten. Das was Deutschland mit der Kohle macht, geht aber nicht nur Deutschland was an. In diesem demokratischen Prozess sind nur die Deutschen beteiligt und im Grunde steht es Ihnen nicht zu über das Schicksal der Welt zu entscheiden. Sie sind 1% der Weltbevölkerung und ein guter Teil des Rests sieht die Sache völlig anders.
Zusätzlich steht es keiner Gesellschaft zu einfach Köpfe rollen zu lassen und schon gar nicht die ihrer eigenen Kinder und Kindeskinder. Das bedeutet dieser Akt aber. Tut mir leid, aber dir scheint immer noch nicht klar zu sein, was der Klimawandel bedeutet. Ich verstehe nicht, wie du hier von demokratischen Prozessen reden kannst, während uns unsere Lebensgrundlage baden geht. Glaubst du in 20 Jahren stellen sich die leidenden Menschen hin und sagen "Was soll man machen? Es war demokratisch legitimiert und deshalb ist dies unser Schicksal."? Komm schon, das kannst du doch nicht ernst meinen.

@machno @VQuaschning

Ich teile Deine Wut und das Gefühl von Machtlosigkeit.

Ich WEISS aber auch, dass ich den Planeten nicht allein gegen den Willen der ganzen SUV-Fahrer, Malle-Jetter und Kreuzfahrt-Rentner in meiner Straße retten kann.

Wenn die Mehrheit unbedingt in den Abgrund will, können wir das nicht verhindern. Man muss diese Leute überzeugen, anders geht's nicht.

@machno @VQuaschning

(Ich halte das Gerede von der korrupten Politik im Übrigen für eine Ausrede. Die bestehende Korruption ist ein Problem, aber die fehlenden Wählerstimmen sind das Hauptproblem!)

@weit_im_westen @VQuaschning
Wäre Korruption in dieser Art und Weise illegal, wäre sie auch kein Problem mehr, denn man könnte es sehr schnell beseitigen. Und ich wiederhole: welcher Partei sollen die Menschen denn ihre Stimme geben, wenn sie gegen dieses Vorgehen in Lützerath und co sind?

@machno @VQuaschning

Vielleicht muss eine neue, reine Klimaschutzpartei ins Parlament.

Vielleicht ist es aber auch so, dass die Grünen schon ordentlich was reißen würden, hätten sie nicht 15, sondern 35 oder 45 Prozent. Und das liegt nur am Wähler.

@weit_im_westen @VQuaschning
Ach ja? Schon mal von Kerstin Andreae gehört?
Deutschland hat in keinem Fall das Recht über das Schicksal der Welt zu entscheiden und dennoch passiert es. Das muss und werde ich nicht gutheißen.
Klar, eine neue und wirklich demokratische Partei wäre gut, aber dafür ist es zu spät. Wir müssen mit dem arbeiten was da ist und das ist unzureichend. Also müssen die Bürger es ausbaden und das tun sie
Unter anderem in Lützerath.
Ich erinnere an den Beginn unserer Unterhaltung in der du von der ungleich höheren Arbeit der Gerichte sprichst. Unsere Wahrnehmungen von Demokratie sind grundverschieden. Du gehst scheinbar davon aus, dass wir alle vier Jahre neu die Chance haben dafür zu sorgen, dass die nächsten vier Jahre besser werden. Dass diese Mehrheiten für diesen Zyklus einfach entscheiden was passieren wird. Das ist dann aber keine Demokratie, sondern eine Wahlmonarchie. Demokratie ist die Herrschaft des Volkes und das bedeutet in meinen Augen eben nicht, dass ich mein Kreuz mache und damit meine Schuld getan habe, sondern das ich Pflichten habe. Ich habe eine 1/80.000.000 - Verantwortung und diese Verantwortung habe ich verdammt nochmal wahrzunehmen und nach besten Wissen und Gewissen zu handeln. Ich muss mich bilden und abwägen was nicht für mich, sondern für die Gesellschaft und Welt in der ich lebe das Beste ist. Tagtäglich! Wenn andere diese Pflicht vernachlässigen, dann muss ich mein bestes tun, um meinen Beitrag dennoch voll zu erfüllen und diese Leute auf ihre Fehler aufmerksam machen. Wieder und wieder. Scholz ist der Kanzler, CL der Finanzminister etc pp. das mag sein. Das heißt aber nicht, dass meine Arbeit damit getan ist. Völlig egal ob sie gute Politik machen oder nicht.
Wenn du jetzt sagst "Tja, da sitzen wir wohl in der scheiße" dann hast du verdammt recht, aber ohne dir oder sonst jemanden zu nahe treten zu wollen ist der darauffolgende Pessimismus, damit einhergehende Bemerkungen wie "Wir laufen sehenden Auges in den Abgrund" und "Da kann man wohl nichts machen" und der damit verbundene Unwille zu handeln pure Feig- und Faulheit. Ich höre das von vielen und auch mein eigener Vater redet so. Das ist toxisch. Es hilft niemanden und nimmt anderen den Mut.
Also gibt es meiner Meinung nach nur zwei Handlungsempfehlungen:
1. Tue alles was du kannst, um deinen Beitrag zu leisten diese scheiße auszulöffeln. Rede mit jedem darüber, mache darauf aufmerksam, wenn sich jemand daneben benimmt und zeigen, dass du NICHT zustimmst. Spende Geld, wenn du kannst und im aller besten Fall hilf dabei etwas aufzubauen, was der Sache dienlich ist.
ODER
2. Gehe aus den Weg, mach den Mund zu und behindere jene, die bereit sind etwas zu tun nicht. Niemand braucht Klugscheißer, die daneben stehen, sagen was die aktiven Menschen falsch machen und die Hände in den Taschen haben. Wirklich niemand braucht sie.

Ist doch ganz einfach.

@machno @VQuaschning

Wie gesagt, du projizierst Deine Wut gerne auf mich, weil hier grad kein Politiker oder SUV Fahrer greifbar ist, dem Du den Marsch blasen könntest.

Und ja - es müsste eigentlich ausreichen das Kreuzchen bei einer echten Klimaschutzpartei zu machen und der Rest läuft von selbst.

@weit_im_westen @VQuaschning
Mit "Du" meine ich nicht (nur) dich, sondern jeden. Auch von mir wie gesagt: Du bist nur irgendjemand und offensichtlich hast du ja auch zur Zeit keine großen Hebel. Also warum sollte ich sauer auf dich sein. Mach nicht den Fehler und lies meine Nachrichten als würde ich brüllen oder sowas. Ich bin völlig ruhig. Ich führe diese Unterhaltungen häufig.
Ich bin viel unterwegs und engagiere mich in drei meiner Meinung nach vertretbaren Gruppen. Ich habe nur langsam begriffen wie du die Welt verstehst und wir haben den Punkt erreicht, an dem du dir selbst ein wenig widersprichst. Auf der einen Seite sagst du, dass wir mit den Leuten reden und sie überzeugen müssen. Auf der anderen sagst du, dass eine gute Partei alles ändern und die Situation befrieden würden. Zum Ersten glaube ich nicht, dass Demokratie so schnell agiert und so eine Partei selbst mit großer Mehrheit und plötzlicher Unabhängigkeit von Unternehmen/Unbestechlichkeit von Politikern das Ruder einfach herumreißen würde. Zweitens zeigt dies doch, dass du zwar weißt, das gehandelt werden muss, dich aber noch nicht dazu entschieden hast zu handeln.
Glaubst du das meine zwei genannten Handlungsempfehlungen nicht wahr sind? Glaubst du ein grüner Kapitalismus löst unsere Probleme einfach auf? So etwas wie grünen Kapitalismus gibt es nicht und selbst wenn wir in diesem System auf 100% erneuerbare gehen, verschieben wir nur die Probleme. Materialknappheit, eine weitere Verstärkung neokolonialer Strukturen und weiter steigende soziale Ungerechtigkeit wären die Folge. Die Konsequenz wäre also die selbe. Es braucht eine grundsätzliche Reform.
Ich habe darüber schon lange nachgedacht, mich unterhalten und auch belesen. Halbe Sachen können wir uns nicht leisten.
Also bleibe ich bei meiner Handlungsempfehlung und gegen Ausreden.
@weit_im_westen @VQuaschning
Ja, genau darum geht es doch. Dafür gehen die Menschen auf die Straße. Das ist Demokratie. Man muss den Menschen (SUV und co) begegnen und das tue ich nicht auf dem Sessel. Das passiert auf der Straße und in den Medien. Wenn niemand über den Klimawandel redet, wird auch niemand überzeugt. FFF und einige folgende Bewegungen haben es geschafft, dass der Klimawandel endlich mal ein alltägliches Thema wird. Die Bewegung und das Verständnis für sie wächst sichtbar. Natürlich polarisiert dieser Prozess. Das lässt sich kaum verhindern. Zumal so einige Personen in der Öffentlichkeit Hass gegen die Bewegung schüren. Umso wichtiger ist, dass die Demonstranten sich möglichst friedlich verhalten und nicht auf die Terrorismus - Vorwürfe eingehen. Ich wiederhole, du erreichst nichts, wenn du die Hände in den Schoß legst. Niemand wird überzeugt und niemand bemerkt sein eventuelles Fehlverhalten. Das passiert erst, wenn der öffentliche Diskurs die Situation offenbart.

@machno @VQuaschning

Ich habe leider den Eindruck, dass die Leute genau wissen was kommt, es ihnen aber egal ist.