https://www.24rhein.de/rheinland-nrw/wende-luetzerath-rwe-raeumung-antje-grothus-aktivisten-polizei-aktuell-garzweiler-tagebau-zr-92024577.html
Was mal wieder beweist, dass man vor Gerichten mehr für das Klima erreichen kann als auf Bäumen.
Meinst du mit "auf Bäumen" die Demonstranten? Ohne die wäre Lützerath schon längst weggebaggert und selbst wenn diese Sache dann überhaupt rausgekommen wäre, hätte es bestenfalls irgendwo eine kleine Geldstrafe gegeben. Also entweder die Politik arbeitet ehrlicher und gründlicher, die Justiz arbeitet schneller oder das Dorf (und gewisse Wälder) zu besetzen ist der einzige Weg, um letztendlich was zu erreichen. Proteste dieser Härte in dieser Menge gab es ja nicht schon immer und zuvor ist ja völlig offensichtlich dank Lobbyisten nicht viel passiert.
Klimaziele sind nur abhängig von Ausstiegszeiten und Co2 Gesamtmengen. RWE hat gesagt die Kohle unter Lützerath nicht zu benötigen, notfalls wird sie aber importiert.
Deshalb sind diese fünf Häuser nur ein Symbol ohne praktische Bedeutung.
@weit_im_westen @VQuaschning
Ist dir nicht klar, dass Lützerath ohne die Demonstranten schon längst nicht mehr existieren würde? Wenn ein Gericht Lützenrath ohne Demonstranten, die dort ausharren verteidigen könnte, hätte das schon passieren müssen.
Und selbst wenn unter Lützerath nichts ausmachen würde und darunter nicht vier Mal so viel Kohle liegen würde wie wir für das Pariser Klimaabkommen (ein Vertrag, den Deutschland unterschrieben hat) noch verbrauchen dürfen, muss man irgendwo anfangen. Denn es ist die Summe aus "Kleinigkeiten", die uns dort hält wo wir sind. Wenn man also was dagegen tun will, muss man irgendwo anfangen. Klar, bei sich selbst, aber was dann? Vor Gericht gehen....okay... Glaubst du nicht, dass das nicht schon weltweit passiert wäre und immer noch passiert? Eine Demokratie ist mehr als alle 4 Jahre ein Kreuz neben drei Buchstaben zu setzen. Du willst etwas bewegen? Dann beweg erstmal dich selbst. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die alles vor Gericht klären und häufig sind das keine Menschen mit (für sie erkennbaren) lebensbedrohlichen Probleme, sondern Menschen ohne Selbstreflexion und voller Gier.
Es gibt in Deutschland wirklich wirklich viele Leute, die sagen wie es nicht gehen kann und was man nicht tun sollte, aber diese Leute handeln selbst häufig gar nicht oder unzureichend. Also ist meine Devise an der Stelle: tritt beiseite oder mach es besser und wenn tatsächlich letzteres der Fall ist, dann haben die Leute, die sich an Bäume ketten, sich auf Straßen kleben etc.pp. auch nicht geschadet.
Natürlich schaden diese Leute nicht.
Aber es macht sich eben auch niemand klar, dass in Parlamenten und Koalitionen 20 Prozent der Stimmen nichts sind, mit denen man das Ruder politisch herumreißen kann oder mit denen man eine starke Verhandlungsposition hat.
Es bleibt die Frage wie man Klimaschutz gegen eine ignorante Mehrheit der Bevölkerung durchsetzen will, ohne dass man in eine Diktatur schlittert.
Du gefällst Dir gerade gut dabei Deine Wut über die Politik auf mich zu projizieren.
Ich bin aber nicht der Feind. Ich weise nur auf die Mehrheitsverhältnisse hin.
Hier duzt man sich doch sowieso?
Ich teile Deine Wut. Der Unterschied ist, dass ich trotz der Katastrophe nicht bereit bin, demokratische Zwänge über Bord zu werfen. 🤷
Der Protest ist legitim.
Aber bittere Wahrheit ist, dass sich die CDU in NRW, die die Zustände mit ihren Stimmen im Landtag maßgeblich verantwortet, noch freut, weils nur den Grünen schadet.
Es ist ja eben nicht so, dass die Grünen freiwillig Positionen aufgegeben hätten.
Auch wenn man nicht korrupt ist, steht am Ende immer die Frage, ob es sinnvoll ist einen Kompromiss zu schließen, um wenigstens EIN BISSCHEN WAS zu erreichen.
Ich finde viele beurteilen diese Frage gerade sehr leichtfertig und unterstellen nur das Schlechteste, obwohl sie nichts darüber wissen. Das maße ich mir nicht an.
Weil 1,5 Grad zumindest theoretisch noch irgendwie erreichbar sind und es darüber sehr unangenehm wird?
Das ist genau mein Punkt.
Diejenigen, die die Mehrheit im Parlament haben und das auch wollen. Demokratisches 1x1.
Wenn nur eine Partei im Parlament überhaupt versucht eine halbwegs erkennbare Klimapolitik zu betreiben, während 80 Prozent im Parlament gegensteuern, sorgt man dann dafür, dass diese Partei gestärkt wird, oder diskreditiert man diese Partei solange, bis sie nur noch 5 oder 10 Prozent hat, ohne Alternative?

Meine Haltung:
Ich würde mir fast nichts mehr wünschen als dass diese Gesellschaft die Kraft findet klare Regeln für die Einhaltung der Klimaziele zu finden.
Aber auch wenn diese Haltung die einzig richtige ist, dürfen wir sie nicht dem Rest aufzwingen. Der Rest der Gesellschaft muss es selbst einsehen und wollen, auch wenn dafür eigentlich keine Zeit ist.
Ansonsten werden AfD, CDU und FDP bald sein wie die Trumpschen Republikaner.
Und dann wird alles noch schlimmer.