Es war die Helmut-Schmidt-Ära, während der Bürger*innen zu Verbraucher*innen degradiert wurden. Wie dämlich die Idee war, Lebensnotwendiges dem Kapitalismus zu überlassen, sehen wir jetzt in der Krankenversorgung, bei den Wohnungsmieten, bei den Energiepreisen etc.pp. Das heißt: Kaum jemand sieht das, denn uns wurde das als alternativlos verkauft.
@sixtus
Mein Reden. Öffentliche (lebensnotwendige) Infrastruktur gehört in öffentliche Hand. DAS ist alternativlos für eine nachhaltig existenzfähige Gesellschaft.
@Paazraaf @sixtus War es nicht die öffentliche Hand, welche die Krankenhäuser kaputt gewirtschaftet hat, dass am Ende nur noch eine Privatisierung halft. Eine stark regulierte Privatisierung, denn den Krankenhäusern wird alles vorgeschrieben, von Fallpauschale bis Personalschlüssel.
Ich bin neuen Ideen offen gegenüber. Testen wir das einfach mal an der Bahn. Nehmen wir die Bahn aus der Privatwirtschaft und schauen wie sie als Staatsbetrieb funktioniert. 😆
@DreiRosen
Bevor die Bahn privatisiert wurde, hat sie jedenfalls besser funktioniert. (Und das, obwohl die Autoindustrie und der Ausbau von Straßen auch damals schon ganz klar priorisiert wurden). Die Privatisierung war ein klarer Fehler.
@Paazraaf @sixtus
@Stonecastle @DreiRosen @Paazraaf @sixtus Die Schweizer Bundesbahnen sollen ja sehr gut funktionieren. Laut Wikipedia eine „spezialgesetzliche Aktiengesellschaft des öffentlichen Rechts, deren Aktien sich vollumfänglich im Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft befinden“ #sbb
@claudemaurer @Stonecastle @Paazraaf @sixtus
Ich glaube nicht, dass bei der Schweizer Bahn alles Gold ist was glänzt. Wenn sie aber tatsächlich so gut funktioniert, frage ich mich, warum wir das nicht für uns übernehmen. Das könnte der Eigentümer der Bahn doch so arrangieren.
@DreiRosen
Ähm okay... Und wofür war dann jetzt der ganze Zirkus? Das ist genau der Punkt, an dem wir gestartet haben 😂
@claudemaurer @Stonecastle @sixtus
@Paazraaf @claudemaurer @Stonecastle @sixtus
Nein, sind wir nicht. Die Grundaussage, dass der Staat nicht in der Lage ist Dienstleistungen anzubieten, die das Bedürfnis der Menschen decken, bleibt.
@DreiRosen @Paazraaf @claudemaurer @Stonecastle Das ist die Grundlüge, ja. Schau nach Skandinavien, oder guck Dir an, wem die meisten Wohnungen in Wien gehören.

@sixtus @Paazraaf @claudemaurer @Stonecastle

Warum ist die durchschnittliche Miete in Wien höher als in Hamburg?

@DreiRosen
Aus dem gleichen Grund, warum sie in Frankfurt und München höher ist als in Berlin. Oder warum eine 0,5l-Flasche Coca Cola in Köln teurer ist als in Delhi. Weil das Durchschnittseinkommen dort höher ist.
@sixtus @claudemaurer @Stonecastle

@Paazraaf @sixtus @claudemaurer @Stonecastle

Tatsächlich ist das Durchschnittseinkommen in Hamburg höher. Mal davon abgesehen, dass sich der kommunale Wohnungsbau doch nicht an der Marktwirtschaft orientieren soll.

@sixtus brachte Wien ja als Beispiel für funktionierende gemeinwirtschaftliche Strukturen. Naja...

@DreiRosen
Der Punkt war auch nicht, ob sie "perfekt" funktionieren, sondern OB sie funktionieren (können). Verbesserungspotential ist meiner Erfahrung nach in jeder Struktur und in jedem System zu finden. Bei dem Ganzen geht es doch darum, ein Gerüst zu finden, das nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, wie zB NICHT Dienstleistungen privatwirtschaftlich betrachten, deren echter Mehrwert auf gesamtgesellschaftlicher Ebene zu finden ist.
@sixtus @claudemaurer @Stonecastle
@DreiRosen @sixtus @Paazraaf @Stonecastle Als Verantwortliche in einem Privatunternehmen schaut man halt ‚was geht‘ Welcher Preis wird akzeptiert? Ist die Marge besser, bist du erfolgreicher. Kann man akzeptieren für unnötiges Zeug wie Cola oder Uhren. Für grundlegende Bedürfnisse ist es Gift. Bei gesunden Grundnahrungsmitteln, Wohnen, Bildung, Mobilität etc sollte es ein gutes Angebot geben, bei dem die Verantwortlichen eben nicht auf die Marge schauen müssen sondern auf die Qualität.
@claudemaurer
wie zum Beispiel beim Trinkwasser, zumindest hier in Deutschland
@DreiRosen @sixtus @Paazraaf