Balkonkraftwerke: Chef der Bundesnetzagentur unterstützt Schuko-Stecker

Klaus Müller, Präsident der BNetzA, hat sich für den Schuko-Stecker bei Balkonkraftwerken ausgesprochen. Dafür will er sich auch beim VDE einsetzen.

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Balkonkraftwerke: Chef der Bundesnetzagentur unterstützt Schuko-Stecker

Klaus Müller, Präsident der BNetzA, hat sich für den Schuko-Stecker bei Balkonkraftwerken ausgesprochen. Dafür will er sich auch beim VDE einsetzen.

heise online
@heiseonline Solange man sich auf die zuverlässige Abschaltung des Wechselrichters bei fehlender Synchronisation mit dem Netz verlassen kann, wäre versehentliches Ausstecken unproblematisch.
@fusion @heiseonline ich vermute, dass das keiner zertifiziert. Personenschutz muss immer gewährleistet sein.
@heiseonline Macht ja auch absolut Sinn. Als Elektrofachkraft konnte ich die Vorgabe der Verwendung einer spezifischen Gerätesteckdose von Anfang an nicht nachvollziehen. Zumal die eingesetzten Wechselrichter ja zwingend über einen wirksamen Inselschutz verfügen und diesen mittels Konformitätserklärung bestätigen müssen. Bei etwa 2.6A maximalem eingespeisten Strom an einer Schuko-Steckdose mit einem zulässigen Nennstrom von 16A kann ein Schaden quasi ausgeschlossen werden.
@markusehrmann @heiseonline gewagte Aussage.
@franko @heiseonline Weswegen meinen Sie?
@markusehrmann @heiseonline wie ich es verstehe handelt es sich bei dem Inselschutz nicht um Personenschutz und der ist meines Wissens nach der Aufhänger in der Diskussion des #vde .
@franko @heiseonline
Nein, in der Argumentation des VDE geht es eben leider nicht um den Personenschutz. Dort wird als Argument angeführt, dass die aktuell vorgeschriebenen Wieland-Stecker über verdeckte Kontakte verfügen sowie aus verstärktem Kunststoff gefertigt werden, was dem Brandschutz (verhindern Lichtbogen) zugute käme. Allerdings lassen sowohl Österreich wie auch die Schweiz einen Betrieb der Plug&Play-PV-Anlagen an normalen Haushaltssteckdosen mit 13A bzw. 16A Nennstrom explizit zu.
@markusehrmann @heiseonline ich werde mir die Argumentation nochmal ansehen. Definitiv falsch ist, dass der Wielandstecker vorgeschrieben wird. Die Variante erfüllt nur die Anforderungen an Sicherheit. Andere Lösungen die diese erfüllen sind ebenso zulässig. Warum Lichtbögen bei Wechselspannung ein Problem sein sollen leuchtet mir nicht ein.
@franko @heiseonline Zum Thema Vorschrift Wieland-Stecker: Der VDE schreibt relativ klar und eindeutig, dass der Anschluss an einer Steckvorrichtung nach VDE V 0628‐1 erfolgen muss und ein anschluss an Schuko-Steckdosen nicht zulässig ist. Dies ist quasi der proprietäre Wieland-Stecker. Die Normen und Vornormen des VDE gelten im Normalfall als anerkannte Regeln der Technik. Auch in der derzeit entstehenden Norm für steckerfertige PV-Anlagen sieht es zumindest aktuell aus, dass dies Bestand hat
@franko @heiseonline Noch kurz bezüglich der Lichtbögen: Es geht dem VDE nicht um einen Lichtbogen beim Ein-/Ausstecken sondern um einen dauerhaft anstehenden Lichtbogen, wenn die Steckkontakte in der Schuko-Steckdosen nicht satt genug anliegen. Dies könnte dann zu Erhitzung und Schmorbränden führen. Warum dies nur bei der PV-Anlage mit 600Wp ein Problem ist, jedoch nicht, wenn ich meinen Gartengrill mit 2'000W einstecke weiss vermutlich nur der VDE.
@markusehrmann @heiseonline 2,6 A bedeutet Schaden ausgeschlossen? Wenn ein Kind den rechten und den linken Stift des Schukosteckers anfasst und der Inselschutz nur ein paar Miliampere durchlässt, ist das fatal. Kann man sich darauf verlassen, dass die Halbleiter dauerhaft so gut sperren?
@martinlorcher @heiseonline Nach der massgeblichen VDE-AR-N 4105, deren Anforderungen die Wechselrichter für P&P-PV-Anlagen erfüllen müssen sowohl der Netz- und Anlageschutz inkl. Inselschutz sowie eine allstromsensitive RCD (FI-Schutzschalter, integriert in WR oder Zuleitung) vorgeschrieben. Für den Personenschutz bei Berührung des Steckers sehe ich kein Problem. Unfälle derart sind mir auch nicht bekannt. Die Normen dazu gelten ja so schon seit 2011.
@heiseonline
Das ist kein Wunder, dass VDE den Wiland Stecker u. Steckdose verlangt, im technischen Norm Ausschuss von VDE hat Wieland seinen Vertreter sitzen.
@Hans_D @heiseonline das ist so nicht korrekt. Der Wielandstecker ist eine Möglichkeit die Anforderungen an Personenschutz zu erfüllen. Andere Möglichkeiten sind auch zulessig. Der Schuckostecker erfüllt die Anforderungen jedoch nicht.
@heiseonline
Das ist doch Mal ne super Nachricht! @VQuaschning
@heiseonline Wieso nicht Schuko Erdungsstecker + Schuko Dose?
Scheint ersten einfacher in der Handhabe als auch wesentlich sicherer als wenn da ein Schuko Stecker unter Spannung steht...

@heiseonline »Versicherungsindustrie, Elektrohandwerk und Netzbetreiber waren demnach dagegen«– haha, jo, war klar.

Hoffen wir mal, dass sich Schuko hier durchsetzt. Dann fehlt nur noch – oh, auch schon da:

»Auch einen Seitenhieb auf Vermietfirmen und Hausverwaltungen, die mit Verweis auf das "einheitliche optische Erscheinungsbild"…«

DAS ist nämlich oft das Hauptproblem, dass sich die Verwaltung mit so etwas quer legt.

@heiseonline
A) keineswegs ist Stecker/Dose von Wieland nötig - ähnlich wie Papiertaschentücher von nicht-"Tempo" gehen (Name ist Gattungsbegriff geworden)

B) Schuko bedeutet weniger Sicherheit. Wenn Strom aus Stecker kommt, sollte dieser nicht an offenen Kontakten zum Anfassen bereit liegen

Handwerk kann sich vor Aufträgen kaum retten & mini-Zeug wie "eine Dose anschließen" ist nicht das was die wollen

Wenn die gegen Schuko sind hat das evtl. fachliche Gründe?

@heiseonline

Zitat: "Derzeit wird in der DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik) eine Vornorm diskutiert, ... In der Abstimmung kam es zu einer Patt-Situation, ... #Versicherungsindustrie, #Elektrohandwerk und #Netzbetreiber waren demnach dagegen ..."

Was haben #Versicherungsindustrie, #Elektrohandwerk und #Netzbetreiber gemeinsam?

Sie machen Profite wenn sie dir unnötiges Zeug verkaufen können weil du dazu gezwungen bist es zu kaufen.

@heiseonline Ein totaler Witz, wie kompliziert das derzeit alles noch ist on Deutschland.