Das Schlimme ist ja: hier auf dem Land geht es ja nicht um "das Auto": - ich seh das hier am Dorf doch täglich: mindestens einer, meist zwei in der Familie pendeln mit Auto zur Arbeit, falls einer dafür keines braucht, wird dennoch ein 2 Wagen benötigt, der die Kinder zur Schule, zum Sport oder sonst wohin bringt - oder zum Einkaufen etc. - - und sobald ein Kind alt genug ist und noch bei den Eltern wohnt, kommt das 3. Fahrzeug - denn auch das erwachsene Kind will mal raus ...
@schneider_EF @florianaigner Ok das stimmt, "Sucht" evtl doch nicht ganz passend, da ja die Umstände von Dritten so kreiert wurden, dass das Auto für den Einzelnen (leider!) meist die Beste Alternative ist. Der Einzelne "kann nix dafür". Ich fand "Sucht" subjektiv nur so passend, da meine Diskussionen mit Freunden übers Auto denen über Tabakkonsum ähneln. :)
Der wichtige Punkte ist ja, dass die Umstände keineswegs so sein und vor allem bleiben müssen!
Angesichts des Beschlusses des Bauausschusses zum Vorhaltebauwerk Freiham der U5 fordert der Fahrgastverband PRO BAHN von der Stadtpolitik, sich keine Illusionen mehr hinzugeben, sondern endlich Lösungen für die massiven Verkehrsprobleme in Freiham zu schaffen...
@florianaigner Das Problem ist, dass die Leute, die im Speckgürtel zu Recht nicht auf Ihr Auto verzichten wollen, ja nicht verzichten können, wie selbstverständlich erwarten, dass sie mit diesem Auto mitten in die Stadt fahren können UND dort problemlos Verkehrs- und Parkraum angeboten bekommen. Ja, gerade dort, wo es akzeptablen ÖPNV gibt.
Kaum jemand, der daheim gewöhnt ist, mit dem Auto zu fahren, lässt das Auto am Stadtrand stehen und steigt auf die Bahn um.
Es ist diese Erwartungshaltung der Autofahrer "von draußen", die den Verkehr in der Stadt so schwer macht.
Das trifft es ziemlich gut.
Oder noch viel allgemeiner gesagt: das Problem ist nicht, das Menschen ein Auto besitzen, sondern das Autobesitzer nicht auf die Idee kommen, das Auto trotzdem nicht automatisch für JEDEN Weg zu nutzen und nicht darüber nachdenken, welches Verkehrsmittel für den jeweiligen Weg das passende/sinnvollste wäre.
@mmha @florianaigner Ich persönlich verkneife mir das Auto in dem Moment wo ich weiß, dass ich am anderen Ende der Fahrt nicht problemlos parken kann.
Selbst bei Freefloating Carsharing in Hamburg, wo ich das Auto am Ende der Nutzung auf Kurzparker- und Anwohnerparkplätzen abstellen DARF, verkneife ich mir das. Am Dammtorbahnhof sind z.B. gerne mal die Kurzparkerplätze komplett mit solchen Carsharingkisten voll, da nehme ich freiwillig die U1 oder den Metrobus 19.
Ich treibe es noch etwas mehr auf die Spitze: für Strecken bis 20-25km ist unabhängig von der Parkplatzsituation der Default für mich nicht das Auto zu nehmen - und das Auto nur das Backup für zuviel zu transportieren, Wetter zu eklig oder zu krank zum radfahren.
Aber das liegt natürlich auch mit daran das mir radfahren viel mehr Spass macht als Auto fahren.
Das liegt ja bei mir auch eher daran das Radfahren halt mein Hobby ist und mein Liegestuhl (s. Profilbild) viel bequemer als jedes Auto oder Bahn 😉