Wie atemberaubend daneben man liegen kann. Ich hab mal versucht, das für Sie aufzuräumen, lieber Bundesminister der Justiz: 1/7

1. Elon Musk hat keinen „Fehler“ korrigiert, das setzt Einsicht über Fehlverhalten voraus. Diese liegt hier erkennbar nicht vor. Ganz im Gegenteil, er hat die (falschen Vorwürfe) mehrfach wiederholt.

2. Seine gehäuft auftretenden, willkürlichen und launenhaften Aktionen sind nicht nur Machtdemonstration, sondern auch Einschüchterungsbotschaft für alle anderen. Ein gelegentliches Einkassieren oder Umentscheiden gehört mit in sein System (wenn man es denn so nennen will).
3. Anscheinend wurden nicht alle betroffenen Accounts entsperrt.
4. Warum wollen Sie den Eindruck erzeugen, es ginge hier um "Minderheitenschutz"? Weil Sie den Eindruck erzeugen wollen, dass Journalist:innen (mindestens die hier betroffenen) einer Minderheit angehören oder Minderheitenmeinungen vertreten?
5. Elon Musks absurde und pseudodemokratischen Umfragen über Dinge, die sich nicht dafür eignen (und die er nach Gutdünken gelten oder nicht gelten lässt), wollen Sie doch nicht allen Ernstes als seriöse Abstimmungen bezeichnen, oder?
6. Das Hin und Her eines von sich selbst berauschten Rechtslibertären, Antidemokraten und Netzwerk-Autokraten hat weder etwas mit Größe zu tun, noch hat es Respekt verdient.
7. Es ist zutiefst verstörend und von zweifelhaftem Rechtsverständnis, wenn ausgerechnet ein deutscher Justizminister dafür lobende Worte findet.
Weil er es besser wissen müsste.

@LorenzMeyer
Amen!

Immer wieder frage ich mich, wie in der aktuellen Regierung manche Leute an ihre Posten gekommen sind.

Mit allen vorigen Regierungen hatte ich so meinen Probleme, aber konnte die Funktionsträger stets respektieren (vielleicht mit Ausnahme mancher Verkehrsminister), doch bei der aktuellen bleibt mir in den meisten Fällen nur gehöriges Kopfschütteln.