Gleich ein paar Fragen zum Start: Benutzt ihr #Crossposter? Funktioniert es bei euch und macht es überhaupt Sinn? Wie lange braucht ein Tweet, um auf #mastodon zum Toot zu werden?
#twittermigration #neuhier #introduction

Also, wenn ich Eure Reaktionen richtig zusammenfasse: #Crossposting ist doof.
Danke für die Hinweise. 👍

#neuhier #neuhierfragen #mastodon #neuhierTipp #introduction

@patrickdiekmann Ich würde das differenziert sehen wollen. Crossposting *nach* Twitter wäre durchaus witzig. Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele Journalisten das machen.

Allerdings glaube ich nicht, dass sie es tun werden. Denn das föderative Modell des Fediverse eignet sich nicht dazu, auf diese Weise (Likes, Retweets, klassische Reichweite) Wirkung zu erzielen oder nur in bekannter Weise messbar zu machen.

Ob (S|s)ie es tun, wird wohl nur die Zeit weisen.

@patrickdiekmann Das Fediverse lebt mehr vom Engagement in Diskussionen als von den Likes. Ein einzelnere Beitrag bekommt durch Favoritisierungen keine höhere Reichweite. Wenn aber durch guten Content & Moderation mehr Follower gewonnen werden, erhöht sich die zukünftige Reichweite. Crossposts Richtung Mastodon können also nur etwas bringen, wenn man dennoch hier aktiv ist und sich an Diskussionen beteiligt.
@jpbw Ja, das sowieso. Vielen Dank für den Input. 👍

@patrickdiekmann

Ich denke nicht, dass Crossposting doof ist, aber für eine fortlaufende gute Diskussion nicht ganz geeignet. 😉

@patrickdiekmann Meine Idee: Was auf Twitter passiert, sollte auf Twitter bleiben! Und mit Twitter untergehen.
@energiepirat Naja, aber das funktioniert im politischen und journalistischen Bereich nicht wirklich.
@patrickdiekmann So? Immerhin überwacht Musk nun offenbar, wer aus einer anderen Plattform nach Twitter hineinpostet. Der wird gesperrt. Crossposting hat den Vorteil, dass es schlicht Copy&Paste ist. Wird zumindest den Politikern und dem meisten Journos zu viel Arbeit sein. Beste Lösung: Twitter verlassen. Die nächste Frage wäre, wen die politische und journalistische Einbahnstraßenkommunikation überhaupt noch interessiert?
@energiepirat Finde gar nicht, dass es etwas von einer Einbahnstraße hat. Wenn wir aus einem Kriegsgebiet berichten oder von internationalen Gipfeln sind das exklusive Infos, die wir teilen. Neben den Artikeln ist das die Grundlage für weitere Kommunikation. Zugegeben: Es kommt darauf an, ob wir dann Zeit haben, zu diskutieren. Das ist manchmal echt schwer.
@patrickdiekmann Die Berichterstatter abroad meine ich gar nicht, Ich meine die arrivierten Eliten in Politik und Medien. Die, die davon überzeugt sind, Ihre Aufgabe sei es Meinungen zu formen. Ob nun mit geprüften Fakten oder mit Fiktion. Sie antworten nie. Und haben keinerlei Konzept, fragen und Anregungen in der Breite aufzugreifen. (Ich) "BilD" Dir Deine Meinung. Nein, kommen her und erklären Dir die Welt. Friß oder stirb,. Nicht mal fragen werden beantwortet.
@energiepirat Stimmt. Das halte ich generell für ein falsches Verständnis von Journslismus und diese Kampagnen schaden der Aufgabe, die wir gesellschaftlich zu erfüllen haben. Das ist tatsächlich ein Problem, das weit über Social Media hinausgeht.
@patrickdiekmann Bei den Piraten haben wir das diskutiert. Aber keine Antwort gefunden. Die Frage ist, wie bekommen wir die Wahrnehmung der Menschen kanalisiert und geordnet ausreichend verbindlich in Entscheidungprozesse integriert, dass dieses unerträgliche Gefühl "Die da oben machen was sie wollen" sich nicht jedes Mal in der Lebensrealität manifestiert? Ein Christian Wulff läßt sich den Hauskredit zu Ultraguten Konditionen finanzieren. Er muss gehen. Jetzt Jens Spahn, und der bleibt.
@energiepirat Naja, denke wir müssen verhindern, dass wir amerikanische Verhältnisse - starke Polarisierung - in unserer Presselandschsft verhindern müssen. Die Menschen müssen Medien vertrauen, damit sie Informationen als Grundlage für ihre Meinung nehmen können. Um dieses „Die da oben“-Gefühl zu vermeiden, braucht es eine bessere Integration in politische Prozesse.
@patrickdiekmann Die Polarisierung haben wir ja eigentlich schon. Durch die Konzernstrukturen (Bertelsmann, Funke Medien, Springer etc) fällt das hier nicht so auf, Ich bin noch mit Blättern in Familienbesitz (AA, SZ) aufgewachsen. Da war sowas wie Vielfalt. heute ist die Bandbreite des Journalismus klar verengt. Das habenPrech tudn Welzer in ihrem neuen Buch angetippt, nur dermaßen dämlich schlecht und verschwörungstheoretisch dargestellt, dass es schmerzt Das schwächt die Entwicklung.
@energiepirat Und es kommt natürlich darauf an, wie sich alles entwickelt. Ich kann die #twittermigration unterstützen, aber es müssen dann noch viele Leute kommen, damit ich zum Beispiel drüben die Zelte komplett abbrechen kann. Der Wahnsinn von Elon #Musk hilft vielleicht sogar dabei.

@patrickdiekmann Crossposting finde ich nicht per-se doof (aber unbedingt Crossposts von Twitter RT deaktivieren)

Es gibt nach meiner Erfahrung 3 Typen von Twitter-Addicts die bei Mastodon reinschnuppern.

1. kein Crossposting, aber Mastodon-Account der schnell verwaist.
2. Crossposting aller Twitterinhalte ohne auch nur eine Interaktion bei Mastodon
3. Crossposting und aktives Nutzen beider Plattformen.

1 ist sehr schade, 2 finde ich richtig doof, 3 ist vollkommen fein für mich. :)

@maschinentraum Danke. Klar, wenn überhaupt, dann sowieso 3.

@patrickdiekmann Habe leider auch so manchen Fall von 1+2 in meiner Ex-Twitter-Liste, die ich hier importiert habe. 😞 Manche posten hier mehr privates Zeug, die "interessanten Dinge" dann aber weiter nur bei Twitter. Das ist irgendwie auch nicht alles so Sinn der Sache.

Schön, dass du das anders siehst 🙂

@maschinentraum Wie kann ich denn Twitter-Listen importieren? Ist das sinnvoll?
@patrickdiekmann Mit Tools wie Debirdify oder bspw. https://fedifinder.glitch.me/ (das nutze ich). Damit kann man seine gefolgten Twitteruser und optional Follower oder (selektiv) Listen auf Mastodonhandles abgrasen lassen und das Ergebnis dann ganz easy hier importieren. Man zieht quasi um und nimmt einen Teil der Bekannten mit 🙂 Macht den Bruch nicht ganz so hart bzw. aufwändig.
Fedifinder

Fediverse accounts of your X/Twitter followings

@maschinentraum Danke! Das schaue ich mir morgen mal an.

@patrickdiekmann Alles klar! Was zwei ziemliche Unterschiede bei Mastodon sind:

1. Es gibt keine anonymen Listen in der Form wie bei Twitter. Hier muss man allen folgen und kann diese gefolgten Accounts dann in Listen packen.
2. beim Schreiben von Posts unbedingt wieder so mit Hashtags arbeiten wie "früher" bei Twitter. Die Suche ist deutlich weniger mächtig (wahrscheinlich auch prinzipbedingt durch die vielen Instanzen)