@afelia
Ich habe keine Ahnung, wie man das innerlich gefühlt klar kriegt, aber ich würde sagen, es ist einfach ok. Du brauchst die Rampe. Die Rampe ist vorhanden. Sie muss nur ausgeklappt werden.
Das gehört zu den Aufgaben des Busfahrers, genau wie lenken, blinken, Gas geben, bremsen, Tickets verkaufen, ...
@grumpyniffler @afelia Ich glaube afelia wohnt (wie ich) in Berlin, hier sind imho alle busse niederflur. 7.600 Haltestellen umzubauen dauert seine Zeit und Autofahrende versperren regelmäßig diese. Habs vorgestern erst selber erlebt. Bus musste hinter sie Haltestelle rangieren um die Rampe ausklappen zu können.
Am Ende braucht es einen Mix und immer die Möglichkeit. Dass das fragen immer unangenehm ist/sein kann verstehe ich gut.
@afelia Du bist ein Teil dieser Gesellschaft und das gehört einfach dazu.
"Wie sehr kann man sich selbst im Weg stehen?"
Also ist es dir schonmal bewusst, dass es dir nicht peinlich sein muss und das auch jeder Verständnis dafür hat. Darauf lässt sich doch bestimmt aufbauen. :)
Wenn ich im Bus an der Tür stehe, an der ein Rolli rein- oder rauswill, übernehme ich das mit der Klappe - geht viel schneller, als wenn der Busfahrer sich erst aus seinem Häuschen schälen muss.
Außerdem bade ich gerne in wohlwollenden Blicken. Vielen Dank, dass Sie mir die Gelegenheit dafür geben.
@afelia Das ist sein.ihr Job. Wenn ich als Fahrgast bei den mechanischen Rampen helfen will, unterbinden das die meisten Busfahrer.inn.en, ich bin nicht versichert. Du kannst nichts dafür, Fahrer.in auch nicht. Die Versäumnisse liegen auf Seiten der Nahverkehrsgesellschaften, elektrisch ausfahrbare Rampen, die auch nicht einfrieren, sind ihnen zu teuer. Lohngedrückte Busfahrer.inn.en und schwache Personalschlüssel sind zu billig, um das zu ändern.
Wenn ich um Hilfe bitten muss, hilft es mir, mir klarzumachen, dass mein Gegenüber und ich im selben Boot sitzen, ob es das nun weiß, oder nicht. Vielleicht hilft es dir ja auch.
die sind superfroh wenn sie mal aufstehen und rausgehen können um zu helfen
@afelia vielleicht hilft dir der Begirff "internalisierter Ableismus" bisschen weiter? Mir hat er auch geholfen, wenn ich mich für meine sichtbare Behinderungen geschämt habe, weil andere sich "Umstände" machen wegen mir.
https://raul.de/leben-mit-behinderung/die-dunkle-seite-meiner-behinderung/
@afelia
Bin kein Busfahrer, aber das muss dir nicht peinlich sein. Maximal der Firma, wenn die Rampe sogar elektrisch geben würde, dass der Busfahrer es leichter hätte.
Du bist ja nicht mit Absicht auf den Rollstuhl angewiesen.
Peinlich sollte es auch den Straßenplaner zum Beispiel sein, wenn spätestens saniert mal wird und es immer noch scheiße ist, oder den jetzt im Winter und die Fußwege maximal scheiße schippen, also nur Salz drauf Kippen und es schlimmer ist, als hätten gar nix gemacht.
Mir ist zum Beispiel peinlich wenn nicht jeden Rollstuhlfahrer frage, ob denn irgendwo fix über die Straße etc schieben sollte. (meine Macke, weil nicht gern fremde Leute anspreche, hab es lieber wenn mich einfach fragen)
@afelia Es muss dir nicht peinlich sein, du willst nur einsteigen. Du kannst nix für wenn man nicht ohne die usselige Rampe reinkommt, deshalb sollte das eher anderen peinlich sein.
Mantramäßig vorsagen.
(ich hab lange meinen Rollstuhl in den Bus geschoben weil mir das Rampe rausfahren so unangenehm war -.-, damals war es sogar nur Knopf drücken weil elektronische Rampe, die war aber oft defekt und dann hatte der Bus ja "wg mir" Verspätung...)
@afelia das bist nicht du, das ist die Gesellschaft in uns. Die leider immer noch weder barrierefrei noch inklusiv ist & funktionieren, Leistung & nicht auffallen erwartet. Nur keine Mühe machen...
Ich frag mich, ob wir irgendwann mal an nem Punkt ankommen, wo diese Gedanken als exotisch wahrgenommen werden.
Ziemliches blockierendes Gefühl
Aber vielleicht mag Busfahry den Job und freut sich, besonders Menschen ans Ziel zu bringen, die den Bus auf jeden Fall brauchen.
(Und falls nicht, ist es immer noch der Job und die Sache mit der Rampe ja kein so riesig schlimmer Teil davon)
@afelia hab das Glück, zu meiner Ärztin nur einmal quer durch die Tiefgarage zu müssen. Ginge notfalls auch in Pantoffeln.
Und gibt dem Wort "Hausarzt" eine völlig neue Facette.
@afelia Immer wenn ich mich öffentlich verhalte, erleichtere ich anderen Ähnliches zu tun. ich trage dazu bei, daß ein bestimmtes Agieren ein ganz kleines Stückchen selbstverständlicher wird.
Insofern kann ich mir einreden, daß ich das nicht nur für mich tue :-)
@afelia
Wenn Du nicht klar sagst, was Du brauchst, wird es für andere anstrengender, das alleine rauszufinden.
Von gegenüber getestet.
😉
Und...???
Hilft das?
Schade, dass es dir Peinlich ist! Eigentlich solltest du selbst gar nicht mehr darüber nachdenken müssen, sondern es als ganz normale Handlung ansehen.
Wie hier in Würzburg. Es wurde eine kreative Lösung gefunden. Ich glaube das macht eine Dame Semi-Professionell und verkauft diese bunten Rampen aus Lego.
Aber was auffällt: Der Bürgersteig wirkt recht neu. Wieso plant man als Stadt/Bauamt so etwas nicht ein? Gerade vor einer Apotheke?
@CabThanks @DanielLuecking @afelia
Ist das in diesem Fall wirklich die Aufgabe der Stadt?
Für mich sieht es so aus, als wäre der Eingang zur Apotheke bewusst höher als der Gehsteig gebaut worden.
Da sehe ich eigentlich die Apotheke in der Pflicht, für einen barrierearmen Zugang zu sorgen.
Ich denke da etwa daran, dass der Stein am Eingang so abgeschliffen wird, dass es ohne Stufe ist.
Die Rampe (und das Schild) auf dem Gehsteig macht ja nur diesen enger.
@jonasgraphie @DanielLuecking @afelia
Ich bin da nicht in der Materie drin. Ich bin dort auch nur vorbeigelaufen und habe mich nicht weiter mit dem Gebäude und den städtischen Bauverordnungen befasst. Denkmalschutz und bundeslandspezifische Regularien spielen da gewiss auch eine Rolle.
@DanielLuecking @afelia Bin Planerin mit einem Schwerpunkt Barrierefreiheit.
Ich verstehe eher nicht, warum Züge nicht grundsätzlich Niveaugleiche zu Bahnsteigen haben. Ganz ohne Stufen, ganz ohne Schwellen aus- und einsteigen macht das Bahnfahren für ALLE besser.
Rampen allerdings stoßen in der Tat schnell an bauliche Grenzen, weil Fußwege dadurch unglaublich lang würden, die will keiner nutzen.
Dort, wo Treppen jetzt schon Sinn machen, sind Aufzüge das Richtige.