Aber könnt ihr mir eine Situation nennen, in der die ethische Bewertung von Mitteln völlig unabhängig von ihrem Zweck ist?
“@Afelia Nein, aber das behauptet auch niemand? Zweckslegitimität ist notwendig aber nicht hinreichend für Probatheit des Mittels. Aber ohne Legitimität ist das Mittel für den Zweck nicht zulässig. Daher: notwendig, aber nicht hinreichend. Das ist doch alles, was das Statement sagt.”
@afelia nein
Das Trolleyproblem lässt sich m.E. auch nicht beliebig skalieren.

für die gesamte menschheit: > der tyrannenmord < (ich nenne jetzt hier absichtlich keinen der lebenden tyrannen)
Das müsste eine derart schwerwiegende, oder derart banale Situation sein, dass sie weder mit Gesinnungs-, noch mit Verantwortungsethik adäquat einzuordnen ist.
Jedenfalls wäre Ursache und Ausgang ethisch derart irrelevant, oder eine derart außerordentliche Sitation, dass zivilisatorische und damit ethische Regeln (vorrübergehend) nicht gelten, oder über Board zu werfen sind.
(spontan: drohender Armageddon, Eingriff in Naturgesetze selbst, oder Seifenblasenpistolen-Schlacht)
@afelia Im Grunde ja damit z.B. die Tyrannenklausel, Artikel 20 GG.
Zweck und Mittel sind da völlig egal. Ganz pragmatisch haben Mensch und Umwelt in einer derartigen Situation, da sie um ihr blankes Überleben als Gesamtheit willen (quasi zurückgeworfen in die Steinzeit) 1 Tyrann*in loswerden müssen dies wohl einfach zu tun. Der Zweck ist egal - das ist rein animalischer Überlebensinstinkt.
Ethik, also die Regeln der Zivilisation spielen erst nach Wiederherstellung der Zivilisation eine Rolle.