AI Literacy. Ein Thread: #FediLZ #ai #deutsch #philoedu
Durch den öffentlichen Zugang zu OpenAI durch den GPT-3 Chat ist eines offensichtlich geworden: Diese Technologie ist da und wird wahrscheinlich für Veränderungen sorgen: Es ist imo jetzt wichtig, dass wir schnell unsere Arbeit an sie anpassen. Kompetenzen definieren, die durch den Einsatz von KI notwendig werden, halte ich für einen sehr wichtigen Schritt. Für das Fach Deutsch macht Philippe Wampfler gerade sehr viele gute Vorschläge.
Ich habe heute einen Aufsatz gelesen und möchte meine Leseeindrücke mit euch teilen: AI Literacy ist eine Modellierung, in der wir denken können. Die Definition von KI halte ich für sehr brauchbar: „We define AI literacy as a set of competencies that enables individuals to critically evaluate AI technologies; communicate and collaborate effectively with AI; and use AI as a tool online, at home, and in the workplace“ 2/n
Die Studie selbst ist ein Review von 150 wissenschaftlichen Texten (und etwas grauer Literatur). Ein Ergebnis sind 6 Kompetenzen, die die Autoren vorschlagen. Hier sind sie (von mir in eine andere Reihenfolge gebracht):
1. Erkennen, dass KI zum Einsatz gekommen ist: „Distinguish between technological artifacts that use and do not use AI.“ (Wahrnehmungskompetenz, hermeneutische Kompetenz) 3/n
2. Erkennen und analysieren der Eigenschaften, die diese Entität „intelligent“ machen, einschließlich dem Verstehen der Unterschiede zwischen menschlicher, tierischer und künstlicher Intelligenz. (Analysekompetenz)
3. Unterscheiden können zischen Starker und Schwacher KI (Analysekompetenz)
4. Erkennen, dass es viele Bereiche gibt, in denen „intelligente“ Maschinen eingesetzt werden kann. (Interdisziplinatität) 4/n
5. Die Stärken und die Schwächen von KI einschätzen und beurteilen können, ob ein Problem mit KI besser oder schlechter gelöst werden kann. (dialektische Kompetenz)
6. „Imagine possible future applications of AI and consider the effects of such applications on the world.“ (spekulative Kompetenz) 5/n
Was mir sofort auffällt: Die Nähe zu den philosophiedidaktischen Methoden nach Eckehart Martens („Fünf-Finger-Methode“)
Das Entwickeln dieser Kompetenzen ist meiner Auffassung nach (auch und besonders) eine für den Philosophieunterricht #philoedu
Quelle:
https://doi.org/10.1145/3313831.3376727
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What is AI Literacy? Competencies and Design Considerations | Proceedings of the 2020 CHI Conference on Human Factors in Computing Systems

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