Wär ja fast idyllisch 🙃
@DerEros @elgue @SheDrivesMobility
Jahrzehntelang dachte man:
-"Bus, zu weit und nicht zu meinen Zeiten."
-"Lokaler Einkauf, zu teuer. Discounter ist billiger."
-"Das Auto steht doch vor der Tür und ist immer verfügbar."
Folgen: Die Läden machen dicht und der ÖPNV wird reduziert.
Wenn dann plötzlich die Kosten für das Auto steigen, dann fehlen die Alternativen und man ist wieder unzufrieden.
@Maik73 @DerEros @elgue @SheDrivesMobility Es gab z.B. im Ortsteil Rodstücke einen Tante-Emma-Laden und einen Friseur. Aber obwohl daneben ein riesiges Baugebiet erschlossen wurde und heute 4 mal so viele Leute in der Nähe wohnen, kann man dort nicht mehr einkaufen.
Natürlich brauchen die Leute dann ein Auto. Und je Familie nicht nur eines.
@jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @DerEros @elgue @SheDrivesMobility
Beim Tante-Emma-Laden war halt nur alles ein paar Pfennige teurer und das Sortiment klein. Da ist man dann halt lieber 20km weit in den nächsten Supermarkt gefahren. Auto kostet ja nix. Und irgendwann waren Tante-Emma-Laden, Bäcker, Dorfkneipe usw. weg. Habe ich zumindest bei einigen Dörfern so erlebt.
Bleib ich lieber in der Stadt und habe fast alles fußläufig.
@DerEros @elgue @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility
Kollege von mir wohnte in München in einem Neubaugebiet, kleines Einkaufszentrum als Nahversorger. >90% der Leute kommen zu Fuß oder mit dem Rad zum Einkaufen bei ner Entfernung von ca. 1 km.
Jetzt ist er auf's Land gezogen. Ähnliches Einkaufszentrum am Dorfrand, d.h. kaum jemand hat mehr als 1 km dorthin. Kein Mensch aus seinem Dorf geht dort zu Fuß hin oder fährt mit dem Fahrrad hin, obwohl es gut erreichbar ist.
@DerEros @vgoller @elgue @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility
Aber sie trifft durchaus auf nicht so wenige Leute zu. Macht sich leider nicht jeder auf dem Land etwas Gedanken zur Mobilität mit dem Auto und möglicher Alternativen.
@echopapa @vgoller @elgue @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility
Auch das lass ich nicht gelten. Man könnte die Menschen hier durchaus überzeugen. Aber dazu braucht es gute Argumente. "Du kannst die 30km zur Arbeit jeden Tag bei Wind und Wetter mit dem Rad fahren" verfängt genauso wenig wie "Dann sitzt halt jeden Tag 3h im Zug und liest Bücher".
Verbindungen müssen schneller werden und besser getaktet. Dann lassen sich hier auch viele überzeugen. Dazu Carsharing vor Ort.
@jakob_thoboell @echopapa @vgoller @elgue @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility
Stimmt. Und an dem Punkt braucht es einen langen Atem. Die Infrastruktur ist auf Autos optimiert worden. Mit dem Auto geht alles bequem und schnell, Bus und Fahrrad leiden darunter. Um Alternativen aufzubauen, müssen die Autofahrer etwas leiden. Und das ist auch ok. Darf ruhig unbequemer werden, wenn die Alternativen bequemer werden. Am Ende haben alle etwas davon.