Wusstet ihr, dass in vielen Zoos früher Menschen aus anderen Kulturen gezwungen wurden, sich wie wilde Tiere ausstellen zu lassen?

Einen guten Einstieg in die grausame Geschichte der Zoos bietet diese neue #strg_f-Reportage:

Rassistische Völkerschauen: unsere verdrängte Geschichte

▶️https://invidious.namazso.eu/watch?v=HyzXQUbDcgE

Auch der Dresdner #Zoo hat früher Menschen ausgestellt. Zum Beispiel hier beim #GreatApeProject nachzulesen:

🔗https://www.greatapeproject.de/dresden-zoo/

Eine Sammlung über die Missstände im Dresdner Zoo mit den Schwerpunkten #Völkerschauen und #Affenhaltung der Dresdner #Tierbefreiung (Teil des @and) findet ihr hier:

🔗http://zoo.tierbefreiung-dresden.org/6-weiterfuehrende-informationen/

#Menschenschau #Völkerschau #Dresden

Rassistische Völkerschauen: unsere verdrängte Geschichte | STRG_F

Dass ihr Opa in sogenannten “Völkerschauen” ausgestellt wurde, wusste Ganesha lange nicht. An ihrer Wand hängt ein Foto vom Großvater in Schwarz-Weiß. Erst auf einer Reise in seine Heimat Sri Lanka erfährt sie von seiner Geschichte. Dass er als 16-Jähriger mit der Aussicht auf ein Leben in Wohlstand samt Elefant nach Europa verschifft wurde und schließlich im Hamburger Zoo “Tierpark Hagenbeck” als exotischer Elefantenreiter auftreten musste. “Völkerschauen” waren ein Publikumsmagnet. Massen sahen sich die rassistische Inszenierung der “Wilden” an, der Feuerländer, der “Kannibalen aus der Südsee”. STRG_F-Reporter Mirco und seine Kollegin haben mehr als ein Jahr zu der kolonialen Vergangenheit des berühmten Hamburger Tierparks recherchiert. Sie haben Nachfahren der hier Ausgestellten getroffen. Diese fordern ein Aufarbeiten der Geschichte und Aufklärung. Was sagen die Verantwortlichen heute? Zu der Recherche von unseren Kolleg:innen von “MDR exactly”: Und hier, Simplicissimus hat auch ein Video zu dem Menschenzoos und der Rolle Hagenbecks gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=pF60KQe2qNs Hier könnt ihr die Panorama-Filme sehen: https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2022/Menschenzoo-Das-dunkle-Erbe-des-Tierparks-Hagenbeck,hagenbeck1448.html https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Fussballstar-Urgrossvater-als-Kannibale-in-Hagenbecks-Tierpark-ausgestellt,hagenbeck1384.html Ein Film von: Mirco Seekamp und Anne Ruprecht Mitarbeit: Lia Gavi, Liliana Pogorzelski Kamera: Jan Littelmann, Milan Panek, Zita Zengerling, Gunnar Krupp, Eike Köhler Schnitt: Matthias Hederer, Luca Bittner, Kay Ehrich Grafik: Kristy Busemann Mischung: Cornelius Behrens Redaktion: Anna Orth

STRG_F | Invidious
@ueckueck @and Im #hygienemuseum #Dresden war das Mal Teil einer Ausstellung, ich hab leider den Titel vergessen.
@Schneematsch
Das finde ich richtig super!
War leider ewig nicht mehr im Hygiene Museum.
@and

@ueckueck @and Immer wieder ein Genuß und eine Horizonterweiterung.

Die Ausstellung könnte "Wahrheit" gewesen sein.

@ueckueck Ja war mir bekannt. Glaub Carl Hagenbek fing damit an. @and

@ueckueck @and Arte hat in der Reihe Geschichte schreiben, die sowieso sehr empfehlenswert ist, diese Woche auch was zu Zoos und ihrer Rolle bei der Sicht auf die Welt und ihre Geschöpfe im Kolonialismus

https://www.arte.tv/de/videos/108505-012-A/geschichte-schreiben/

Geschichte schreiben - Der Zoo, ein Leben hinter Gittern - Die ganze Doku | ARTE

Die Geschichte des Zoos ist auch die des Verhältnisses zwischen Mensch und Tier, eine Geschichte des Sehens und Gesehenwerdens – die 1907 im Hamburger Tierpark Hagenbeck beginnt. Historiker Eric Baraty fragt sich: Wie fühlt sich ein Leben hinter Gittern an?

ARTE

@ueckueck @and
Da möchte ich an eine Samin und deren Schicksal erinnern:

https://www.fr.de/rhein-main/rentiere-nach-hessen-kamen-11010980.html

Wie die Rentiere nach Hessen kamen

Im Tierpark Sababurg leben Rentiere. Ein Denkmal erinnert dort an eine Samin, die vor 430 Jahren zusammen mit einem Rudel nach Hessen verschleppt wurde und zusammen mit ihren Tieren starb.

@ueckueck
Zum Glück entwickeln sich die Zoos auch weiter. Tiere waren ja früher auch nur quasi im Käfig, heute geht's zum Glück auch im Art Erhaltung und so und die Gehege werden auch viel besser.
@and

@mrxlix Jain. Also von so einem niedrigen Niveau zu starten kann quasi nur eine Verbesserung sein.

Das Argument Arterhaltung finde ich auch sehr kritisch. Die Priorität sollte meiner Meinung nach auf Lebensraumerhaltung liegen. Außerdem ist eine Auswilderung aus Zoos nur für wenige Tierarten überhaupt möglich. Eine Arterhaltung vor allem für Zoos, damit wir Menschen unterhalten werden können, ist auf so einem hohen Maß selbstgerecht.

Na ja und bessere Käfige sind eben genau das: Bessere Käfige.

Wenn es tatsächlich um Forschung oder Arterhaltung gehen würde, könnte all das Geld, was in Zoos gesteckt wird, könnte das Geld auch einfach in Forschungseinrichtungen oder Auffangzentren für Tiere gesteckt werden.
@and

@ueckueck
Was aber leider auch nie passiert.
@and

@ueckueck tse, wie der Hagenbeck einfach so lächelnd im Ohnsorg(!)-Theater verschwindet, ohne die Frage des strg-f-Reporters überhaupt erst zu erwägen…

Die Kernaussage der Doku bei Minute 17 finde ich ganz wichtig: dass die Ausstellung in Zoos die Menschen und die Tiere auf die selbe Stufe stellt. Und genauso wie den Zoo-Menschen damals geht es den Zoo-Tieren teilweise ja auch heute noch 😔

@ueckueck
Zufällig passend war heute in meiner Podcatcher-Queue die Folge 293 von @GeschichteFM "Als in Europa Menschen ausgestellt wurden", da geht es noch ein bisschen mehr um historischen Hintergrund der "Völkerschauen". Unter anderem wird auch Hagenbeck erwähnt, und auch Nayo Bruce aus dem Togo, der sich schließlich sogar als Darsteller selbstständig gemacht hat. (Und der natürlich/leider keinen Wikipedia-Artikel hat…)
https://www.geschichte.fm/podcast/gag293
GAG293: Als in Europa Menschen ausgestellt wurden - Geschichten aus der Geschichte

Ende des 19. Jahrhunderts kam Nayo Bruce aus Togo in Westafrika ins Deutsche Kaiserreich und wurde Teil einer „Völkerschau“ bzw. eines Menschenzoos. Im Rahmen der Berliner Gewerbeausstellung 1896 – die als verhinderte Weltausstellung bekannt ist – fand auch eine Kolonialausstellung statt, bei der über 100 Afrikanerinnen und Afrikaner in nachgebauten Dörfern ihr Alltagsleben nachspielen mussten. Als Mitglied der sog. „Togo-Truppe“ oder „Togo-Karawane“ zog Nayo Bruce in den folgenden Jahren mit seiner Familie jahrzehntelang quer durch Europa und wurde schließlich selbst zum Impresario der Gruppe. Wir sprechen in der Folge über die Geschichte der „Völkerschauen“, welche Rolle der Hamburger Carl Hagenbeck darin spielte und warum die letzte „Völkerschau“ bei einer Weltausstellung vorzeitig abgebrochen wurde. Zwei Bücher werden in der Folge erwähnt: „Nayo Bruce. Geschichte einer afrikanischen Familie in Europa“ von Rea Brändle und „Gezähmte Wilde: Die Zurschaustellung exotischer Menschen in Deutschland 1870-1940“ von Anne Dreesbach.

Geschichten aus der Geschichte
@daniel_bohrer
Danke dir, passt perfekt. Hör ich mir nachher direkt an!
@GeschichteFM

@daniel_bohrer
Kann dir nur 100% zustimmen.
In unserem Zoo sieht es auch sehr düster aus. Und es gibt auch bei uns im Zoo keine Aufklärung oder Aufarbeitung zu den Menschenschauen (die es auch hier gab).

Aber Dresden ist was Zoos etc. und auch was Tierrechte angeht sowieso ganz falsch abgebogen. Bald gibt es wieder den Weihnachtscircus mit u.a. Löwen und Tigern. Bin auch beim Protest der Premiere dabei.
http://tierbefreiung-dresden.org/dresdner-weihnachts-circus-22/

Kundgebung vor dem Dresdner Weihnachts-Circus – tierbefreiung dresden

@ueckueck ohje… 🙄 Das finde ich richtig, dass dagegen portestiert wird. Kann dir nur meinen vollsten Support aussprechen!

@ueckueck

@and

Ich glaube dieses Thema weiter zu thematisieren bringt doch niemanden etwas.

Damals ohne TV, Internet etc. hatten die Menschen einfach keine möglichkeit andere Rassen kennenzulernen bzw. einfach zu sehen. Ich glaube nicht, dass hinter diesen Veranstaltungen ein rassistischer Hintergrund steht. Sondern ein rein Geschäftlicher. Es wäre meiner Meinung nach sinnvoller sich auf aktuelle Misstände zu konzentrieren. Davon gibt es genug, die im Gespräch sein sollten.