Ich glaube, wir müssen dieses Erkennen der eigenen geistigen Grenzen begrüßen. Das ist etwas Gutes. Sich dumm zu fühlen sollte nicht schambesetzt sein. Es ist manchmal wichtig. Nur wer an seine Grenzen stößt, kann seine Grenzen erweitern.
Menschen, die glauben, immer recht zu haben, haben auffallend häufig unrecht. Da scheint eine Gesetzmäßigkeit dahinterzustecken. Aber ich bin nicht ganz sicher, ob ich da recht habe.
Nee, sonst hättest du ja immer recht! 🤔🤓
@florianaigner Vor allem dann wird ein Zugestehen von Unwissenheit schwer fallen, wenn hierfür gleich negative Konsequenzen zu erwarten sind:
Als Politiker: In den Medien, von polit. Gegnern
Auf Arbeit: Vom Vorgesetzten, von Arbeitskolleg*innen
In der Familie: Von Eltern und/oder Geschwistern.
Direkt abgestempelt zu werden ist ein wichtiger Grund, seine Unwissenheit od. Fehler nicht einzugestehen.
Ist in Deutschland weit verbreitet.
Dadurch hats dann nur Vorgesetzten, die hier übrig bleiben.
@florianaigner Menschen, die meinen alles zu wissen, sind in einem Raum angekommen, der nur eine Tür hat, die in die Vergangenheit führt, damit sie erfahren können, wo sie vom eigentlichen Weg abgekommen sind.
Menschen, die offen sind für eine Fülle von Möglichkeiten, befinden sich in einem Raum mit sehr, sehr vielen Türen. Hier ist Entwicklung möglich, Freude und Erfahrung. Und hinter jeder Tür finden sich wieder neue Türen. Das ist Leben. 💚
@florianaigner Das ist natürlich auch eine Frage des Trade-offs. Bei bestimmten mathematischen Konzepten (und damit auch viel Physik) weiß ich einfach, daß ich einen sehr großen Aufwand treiben müßte, um da tief genug reinzukommen.
Genauso wie ich damals in der Promotion die Arbeit mit Roboter-Hardware vermieden habe, weil die damals ein unendlicher Zeitfresser war ;-)