Mich beschäftigt seit Tagen die Frage: Kann Mastodon eine ebenbürtige Konkurrenz zu Twitter sein? Ist diese Seite das schon? In meiner aktuellen Kolumne habe ich einige Stärken Mastodons zusammengefasst, aber auch Herausforderungen, die dem Dienst begegnen - und generell muss ich sagen: Ich bin bisher sehr gern auf Mastodon, auch weil es schön ist, einen Gegenentwurf zu den kommerziellen Plattformen zu haben: https://www.profil.at/gesellschaft/masto-do-oder-masto-dont/402226839 #twittermigration
Masto-do oder Masto-don't?

Der Online-Dienst Mastodon soll eine Alternative zu Twitter sein: Doch was kann diese Site besser?

profil.at
@brodnig Mastodon fühlt sich irgendwie an wie Twitter in der Anfangszeit, oder? Damals, als @heinz uns dorthin gezerrt hat.
@naca7 @brodnig Damals war Twitter ein Zukunftsversprechen. Heute geht es um die Klima- und die mit ihr verbundenen Krisen. In den Climate Wars sind #Mastodon und ein freies Web wichtig.
@[email protected] @[email protected] @[email protected] Und Twitter hatte in der Anfangszeit eine offene API und RSS Feeds. Es war eine relativ offene Platform (wie man das eben aus dem Mashup-Web gewohnt war), mit zunehmender Kommerzialisierierung wurden dann halt immer mehr Gartenzäune aufgestellt. Und zack ist man in einem “Walled Garden”.
Heinz Wittenbrink (@[email protected])

2.91K Posts, 1.1K Following, 767 Followers · Lesen, manchmal schreiben. Graz, manchmal Dubrovnik.

graz.social
@yatil @heinz @brodnig Und das wirkt sich unmittelbar auf die Stimmung im Netzwerk aus. Je offener die Plattform, desto offener die Stimmung. Ob man damit heute noch gegen die Großen ankommt. Wir werden sehen.
@naca7 @yatil @brodnig Ich glaube, wir sollten #Mastodon nicht vor allem als Twitter-Ersatz verstehen, auch wenn wir es jetzt so benutzen. Es ist keine globale, einheitliche Plattform, sondern eine Anwendung in einem offenen Ökosystem. Es löst Probleme wie das der Moderation und der Sicherung der Privatsphäre, die diese monolithischen, kommerziellen Plattformen nicht lösen können.
@heinz @yatil @brodnig läuft man nicht auch Gefahr, dass durch den dezentralen Aufbau des Systems, das Thema Moderation gar nicht mehr stattfindet? Oder eben auf manchen Servern problematisch gehandhabt wird. Immerhin basiert „Truth social“ auf Mastodon. Ich will damit in den Raum stellen, dass auch dieses System seine Schwächen haben wird und denen muss man sich stellen.
@naca7 @yatil @brodnig Das ist ein guter Einwand. Innerhalb des Fediverse können sich aber Community-moderierte Plattformen durchsetzen und gegenseitig verbessern. Außerdem werden nicht Inhalte algorithmisch verstärkt, weil man sich Engagement verspricht. Das sind aber keine Killer-Argumente. Andere Faktoren, z.B Unterstützung durch Institutionen, werden auch entscheidend sein.
@heinz @naca7 @yatil @brodnig Ja und nein, denn ich bin mir nicht sicher, wie gut das mit der #Moderation auf #Mastodon funktioniert, genauer: ob das #skaliert.
@gerrit @heinz @naca7 @yatil @brodnig ich frage mich ob Moderation skalieren muß. Jeder Instance moderiert laut eigenen Regeln. Was funktioniert für Moderatoren, wird kopiert. Wenn es Leute irgendwo nicht gefällt ziehen die um. Ein freier Markt für Meinungsäußerung quasi wie Musk sich das vorstellt, aber dann nicht nur bez. Äußerung sondern inkl. Moderation, damit es symmetrisch ist.
@gerrit @heinz @naca7 @yatil @brodnig Größere allgemeine Instances werden es dabei viel schwerer haben. Dieser Druck wird sich zum Teil in Umzug auf kleineren Instances umsetzen denke ich. Wie bei Websites selbst auch: geocities gibt's nicht mehr, blogspot u WordPress.com schon noch, aber die Mehrheit der Websites werden selbständig betrieben, sei es bis zu 40% mit der gleichen wordpress.org Software.
@ton @heinz @naca7 @yatil @brodnig Exakt! Aber auch die kleineren werden dadurch mehr Aufwand haben. Auch Du musst jetzt @elmine mitmoderieren. 🤭😉
@ton @heinz @naca7 @yatil @brodnig Volle Zustimmung. Das bedeutet trotzdem pro Instanz, insbesondere den größeren aber eben auch den kleineren, dass absehbar viel mehr Moderationsleistung erfolgen muss als zuvor - und es bei mehr Instanzen aufwändiger wird, sich über den Tellerrand, aka Instanzrand, hinweg zu informieren. Das ist alles möglich, aber noch sind die Strukturen bei diesem Wachstum vermutlich nicht vorhanden.
@gerrit @ton @naca7 @yatil @brodnig Das bedeutet, dass die Dezentralisierung der Moderation ein entscheidender Punkt oder möglicher point of failure ist. Man kann die Moderation dadurch erleichtern, dass man nur bestimmte Accounts zulässt - wie bei fediscience.org.
@heinz @ton @naca7 @yatil @brodnig Es ist zumindest eine absehbare Herausforderung. - Ein #Whitelisting bedeutet dabei letztlich aber nur, dass man sich jeglicher Verantwortung entzieht und nur noch in einer eigenen, kleinen Welt schwimmen will, oder verstehe ich Dich gerade falsch?
@gerrit @ton @naca7 @yatil @brodnig Ich habe noch keine richtige Vorstellung davon, wie man die Moderation umsetzt, wenn man nicht alles mitliest. Aber bei einem Whitelisting bleibt man verantwortlich. Man ist ja auch bei einer Party in einem gewissen Ausmaß für seine Gäste verantwortlich und lässt sie trotzdem allein.
@heinz @ton @naca7 @yatil @brodnig Okay, dann habe ich Dich richtig verstanden. Das ist dann letztlich wie Truth Social, was zwar Mastodon ist, aber eben nicht mehr verbunden, auch wenn es dort genau andersherum lief. #Blacklisting

@naca7 @yatil @heinz @brodnig

Gerade in der IT ist "groß" in "Kind seiner Zeit"