BayernCloud - eine super Idee? Wie sehen es die bayrischen KuK?

"Er bezeichnet die BayernCloud sogar als "absolute Mogelpackung": "Es ist nur ein Geschenkpapier, in dem Mebis und Visavid (die bisherigen digitalen Plattformen und Anwendungen für bayerische Schulen, Anm. d. Redaktion) eingewickelt sind", erklärt Schmid. "Das Erste ist ein Tool aus dem digitalen Mittelalter, das Zweite ist ein Videotool, das unter Last zusammenbricht und auch schon gehackt wurde."
https://www.br.de/nachrichten/bayern/bayern-cloud-digitale-traumschule-oder-millionengrab,TNWrZHh #FediLZ

Bayern Cloud: Digitale Traumschule oder Millionengrab?

Die BayernCloud will sämtliche schulischen Digitalangebote bündeln. Kritik daran kommt von FDP und Lehrerverband: zu teuer, zu wenig Wettbewerb und warum nicht auf Etabliertes zurückgreifen? 300 Millionen Euro will die Staatsregierung ausgeben.

BR24
@DrJHellenbrand
Interessanter wäre noch die Frage: Wie sehen es die Lehrenden und Lernenden in Bayern?
Wohl auf jeden Fall nicht als den tollen Wurf, der verheißen wurde...
@DrJHellenbrand Der Beitrag ist Unsinn. Schmid hat halt seine Agenda.
@DrJHellenbrand Ich finde, es ist zu früh, ein Urteil zu fällen. Man hat sich dafür entschieden, ein Konglomerat aus Einzelanwendungen unter einer Startseite haben zu wollen anstatt auf eine der bewährten Gesamtlösungen zu setzen; das muss man nun akzeptieren, auch wenn dieser Ansatz sehr viel mehr Geld kosten wird als es eine Gesamtlösung kosten würde. Wie gut das dann im Alltag einsetzbar ist, wird man sehen, wenn Cloudspeicher, Messenger und OnlineOffice integriert sind.
@Tob_Sch puh, bei 300 Millionen sote man aber wenigstens das Gefühl haben, dass das Rojekt in die richtige Richtung geht - gerade wenn man bedenkt, für wie lange man damit arbeitet bzw hingehalten wird, dass *bald* die fehlenden Features kommen.
#NRW kann ein Lied davon singen: Lange würde Logineo als nonplusultra kommuniziert (was es nie war) - neue Regierung - Zack! Logineo steht nun "auf dem Prüfstand". #fediLZ
@DrJHellenbrand @Tob_Sch logineoNRW steht auf dem Prüfstand. Da geht es nur um den „groupware“-Teil
@liebero3 @Tob_Sch Auszug aus dem Koalitionsvertrag #NRW: #FediLZ LZ
@DrJHellenbrand @Tob_Sch Da sie es anschließend anstreben würden den Quellcode zu veröffentlichen kann es sich ja schlecht um das extern administrierte Moodle handeln. Ich ich lasse mich überraschen. Denke der Koalitionsvertrag ist einfach ungenau, da von Leuten verfasst, die damit nichts zu tun haben.
@Tob_Sch @DrJHellenbrand Wenn ich das richtig sehe, ist die Software hinter Mebis schlicht und ergreifend Moodle. Wer das als "Tool aus dem digitalen Mittelalter" bezeichnet, offenbart sich als völliger Laie, der besser zu dem Thema schweigen sollte. Zum Rest dann besser auch. Es gibt reichlich Alternativen zu den großen Playern und Gründe gegen sie. Einen davon verfolgen wir gerade live, deshalb sind so viele plötzlich hier. Und mit 300 Mio. geht da sicher was.
@DrJHellenbrand Es ist schon interessant, wie in Zeiten, in denen wir sehen, wie schwierig es ist, sich von rein marktwirtschaftlich-orientierten Anbietern abhängig zu machen, das öffentliche Projekt zur Bereitstellung einer Lernplattform, eines Kollobarationstools, einer Videokonferenzlösung und vieler weiterer Ideen so abgekanzelt werden kann. #Mebis ist eine nicht perfekte, aber sehr gute Lösung, man muss sich halt auch mal ein wenig damit beschäftigen.
@Hystoriker Definitiv, u.a. deswegen frage ich. Wie empfinden die KuK denn den Kosten-Nutzenfaktor BISHER?
@DrJHellenbrand Nach recht intensivem Nutzen in der Homeschooling-Zeit ist #mebis mittlerweile wieder das Nischenprodukt, das es vorher auch war. Einige nutzen es intensiver zur unterrichtsbegleitenden Bereitstellung von Übungs- und Anschauungsmaterial, aber es hat, meinem Gefühl nach, deutlich nachgelassen. Die Skepsis gegenüber anderen proprietären Anbietern ist aber ebenfalls sehr groß.
Ich glaube eher, dass die Digitalisierungsoffensive im Tagesgeschäft der Kollegien wieder einschläft.
@Hystoriker Das ist genau die Befürchtung, die viele in Hinblick auf Digitalisierung hatten. Die Frage ist: Woran liegt es? Ein (!) möglicher Grund: das Werkzeug könnte geeigneter sein, weil zu umständlich, nicht intuitiv genug, nicht Workflow unterstützend ... Ich weiß, es gibt viele unterschiedliche Lehrertypern - zum Glück. Den einen fällt es leichter als anderen sich reinfuchsen. Und doch müssen alle auf ihren unterschiedlichen Ebenen abgeholt werden 1/2 #fediLZ
@Hystoriker 2/2 meines Erachtens liegt es aber auch an fehlenden ganzheitlichen Konzepten. Ist das digitale Tool nur ein weiteres Werkzeug, eine Methode zur Abwechslung, oder vereinfacht es viele Prozesse oder ist sogar notwendig, einen bestimmten Unterricht zu machen?
Wir haben eine geschrieben als eine Idee, wie man es machen könnte. Vielleicht helfen einige Ideen anderen weiter: https://bildung.social/@DrJHellenbrand/109353924824166653
Johannes Hellenbrand (@[email protected])

1/x #Digitalisierung der #Schulen und des Unterrichts - ein Dauerbrenner in der (öffentlichen) Diskussion. Wir haben uns auf den Weg gemacht und unsere Schüler:innen mit #Tablets und @Microsoft365 voll ausgestattet. Damit dies gelingen kann, ist ein zielführendes und durchdachtes Konzept von Nöten, das wir vom @gymstraelen gerne mit allen interessierten Schulen teilen möchten. #fediLZ

bildung.social
@DrJHellenbrand Ich gebe Dir Recht, #mebis ist für viele "nur" ein digitales Unterstützungstool. Es fehlen (noch) die wirklich kollaborativen Angebote, um zB gemeinsam Texte in Echtzeit zu bearbeiten (korrigiert mich, falls das doch geht). 1/2 #FediLZ
@DrJHellenbrand 2/2
Ich glaube aber, dass die Nutzung eines kommerziellen Anbieters die schwächere Wahl ist, gegenüber einem staatlich in Auftrag gegebenen und gepflegten Konzept. Ich würde mir nur wünschen, wenn endlich die Kleinstaaterei aufhörte und nicht jedes Bundesland eigene Tools entwickeln würde. #mebis #FediLZ
@Hystoriker @DrJHellenbrand https://kits.blog/tools funktioniert ohne Anmeldung. Open Source > Beteiligung erwünscht.
Tools • kits

kits
@DrJHellenbrand @kits_blog @Hystoriker das Kits Angebot ist genau so ein positives Beispiel. Passgenau und mit der entsprechenden Marktorientierung! Aber einen Cloudservice JETZT nachzubauen, den es woanders in leistungsfähigerer Version gibt, ist imho tatsächlich nicht wirklich sinnvoll eingesetztes öffentliches Geld.

@mike_graf @DrJHellenbrand @kits_blog Ich sträube mich auch überhaupt nicht, andere Angebote zu nutzen, etherpad habe ich bspw im Distanzlernen öfter eingesetzt (#zumpad vom @ZUMTeam). Soweit ich weiß, nutzt die Bayern.cloud ja auch bereits bestehende Angebote und führt sie unter einer Oberfläche zusammen, was die Übersichtlichkeit und den Anmeldevorgang vereinfacht.

Ich finde es nicht schlecht, wenn die öffentliche Hand Versorgungssicherheit kritischer Infrastruktur bereithält. #mebis #FediLZ

@Hystoriker @mike_graf @DrJHellenbrand @kits_blog Korrektur: wir sind kein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen! Wir sind ein ehrenamtlich arbeitender Verein, der die technische Infrastruktur über Spenden (5%) und Werbung (95%) finanziert. Großteil der Betreuung läuft in unserer Freizeit nehmen dem #Lehrerleben #fediLZ
@DrJHellenbrand @kits_blog @ZUMTeam @Hystoriker dafür ein ganz großes Danke!!! Kritische Infrastruktur sollte aber auch ein gewisses Niveau aufweisen… langfristig hast du aber recht
@Hystoriker Das mit der kleinstaaterei sehe ich auch so. Vielleicht muss man momentan einfach anerkennen, dass der Staat so eine Plattform nicht entwickeln kann - zu viele Beispiele, wo sie bisher gescheitert sind (digitaler Ausweis, digitale Zeugnisse, ...).Ich greife daher vorübergehend lieber auf funktionierendes zurück und fordere gleichzeitig vom Arbeitgeber ein, eine funktionierende Alternative zu entwickeln.
@DrJHellenbrand @Hystoriker Den Kosten-Nutzen-Faktor kann ich als Lehrer schwer beurteilen. Ich verwende #mebis - zusätzlich zu #teams und #o365 - als #lernplattform. Der Aufwand für Selbstlernkurse ist leider hoch. Über die Jahre rechnet sich der Aufwand jedoch schon. Leider führt m. E. Überfrachtung (viele digitale Medien in kurzer Zeit, QM, externe Evaluationen, Dokumentationsdruck ...) im Unterrichtsalltag zu Zeitmangel, Innovationsresistenz und Verdrängung der Spielfreude.
@mika @DrJHellenbrand @Hystoriker
Selbstlernkurse sind sehr aufwendig. Wir haben mit einfacherem Herangehen schon gute Lernerfolge (Präsenz wie Online) mit mebis. Funktionen wie Nachschlagen, Prüfungsvorbereitung, Fernlernen für abwesende Kinder, interaktive Übungen/Aufgaben/Rätsel, Förderung, Zusatzangebote für besonders Interessierte, ausgewählte Medien etc. haben wir seit 2020 schrittweise aufgebaut und laufend ergänzt. So gibt es mittlerweile ein gut funktionierendes Grundgerüst
@Hystoriker @DrJHellenbrand Das sehe ich ähnlich. Mebis kann ich datenschutz- und schulrechtlich als abgeschlossenen, digitalen Unterrichtsraum nutzen. Allerdings wünschte ich mir hier frühere und auch länderübergreifende Zusammenarbeit. Meiner Meinung kam die #bycs zu spät. Eine Zusammenarbeit z. B. mit Baden Würtemberg hätte ich gut gefunden.
@mika @Hystoriker @DrJHellenbrand Man muss hier allerdings auch bedenken: Solche Großprojekte sind ja auf Länderebene schon schwierig umzusetzen und langwierig auf den Weg zu bringen. Wenn da jetzt noch weitere 15 Bundesländer mitmischen... Weiß ja nicht, ob so ein Projekt dann überhaupt jemals eine Chance hätte oder am Föderalismus kläglich scheitern würde

@PhilippMemmel @mika @DrJHellenbrand Das glaube ich sehr! Aber wünschen darf man sich es ja schon, oder? 😉

Und der Föderalismus auf Bildungsebene ist ja nicht nur bei der Bereitstellung von Tools durchaus in mehreren Dingen überdenkenswert.

@mika @Hystoriker @DrJHellenbrand Gerade, was die Entwicklung von Software anbelangt, wäre mein Traum jedoch durchgehend Open Source - Software, zu der jedes Bundesland seinen Anteil beiträgt, indem Personal dafür angestellt oder eigene Leute für diese Arbeit freigestellt wird.

@PhilippMemmel @mika @Hystoriker @DrJHellenbrand

Da wurde m.E. eine riesige Chance verpasst. Hätte man sich auf die große OS-Alternative Nextcloud (+ Talk, Collabora, etc.) verständigt und das ganze Geld in deren Weiterentwicklung / Anpassung investiert, hätte was richtig Cooles rauskommen können. Jetzt hat Bayern mit Visavid z.B. ein teures proprietäres Nischenprodukt, das kaum einer nutzt und von deren Entwicklung auch kein anderer profitiert.

@Tob_Sch @mika @Hystoriker @DrJHellenbrand Hätte auch sehr gerne BBB gesehen, aber nun ja...
@PhilippMemmel @Tob_Sch @mika @Hystoriker boah bitte nicht. Zumindest nei uns total instabil und die Oberfläche ist grausig. Ein paar gute Ideen, aber meilenweit hinterher. Ich habe in den letzten 2 Jahren BBB, Teams und webex benutzt. Die letzten beiden haben massive Anpassung und Weiterentwicklung erfahren (logisch, Konzerne) und waren zuverlässig auch für hroße Gruppen (!), BBB nicht.

@DrJHellenbrand @PhilippMemmel @Tob_Sch @mika @Hystoriker

Schade, dass du schlechte Erfahrungen mit BBB gemacht hast.

Ich bin mit BBB vollends zufrieden!

Die anfänglichen Probleme lagen an der fehlenden Serverkapazität des Rechenzentrums, zu Beginn der Pandemie. Seit dem läuft das System sehr gut, auch mit großen Gruppen (Lehrerkonferenz, Elternabend).
Ebenso gab es bei uns Updates und die Oberfläche finde ich nicht grausig; ist aber sicher Geschmackssache:)