
https://mastodon.social/@elhotzo/109324217073629191
wir leben in einer magischen Welt in der Leute einerseits glauben, dass 500€ Bürgergeld ein faules Luxusleben ermöglichen und halb Deutschland den Job kündigt und andererseits hohe Einkommen nicht hoch besteuert werden dürfen, weil "250k/Jahr gar nicht so viel ist"
Mal nebenher: Unsere soziale Infrastruktur besteht nicht nur aus öffentlichen Leistungen, sondern auch aus unzähligen privaten Vereinen und gemeinnützigen Einrichtungen von Hund, Katze, Maus, über Umwelt und Natur bis zu humanen Einrichtungen (Frauenhäuser, weißer Ring, Tafeln, Obdachlosenhilfen etc etc.), die allein in D auf Milliarden Spenden angewiesen sind und bisher erhalten…
@elhotzo weder das eine (500€) ist die volle Wahrheit noch dass die sehr gute Verdienenden (>250k€) keine Steuern bezahlten.
Ich erinnere mich noch wie ich als sehr sehr gut bezahlter Berufsanfänger 66% Abzüge hatte und am Ende vom Jahr weniger auf dem Konto war als zu meiner Zeit als wissenschaftlicher Angestellter.
250.000 Euro heißt aktuell 100.000 Euro Steuern inkl. Solidaritätszuschlag. Davon ab nochmal reichlich Beiträge für Renten-/Kranken- u. Pflegevers. (+ Vorsorge PKV Alter ggfs).
Wieviel Prozent mehr Steuern dürften es denn gerne sein?
Davon ab, die Erhöhung der Regelsätze ist kein politischer Streitgegenstand, sondern breit akzeptiert (und dringend nötig).
Wenn einige Wenige nicht rechnen können und sich an der Höhe echauffieren…ist dann so…auf zum nächsten Problem…
Ausserdem arbeiten Fediverse-Entwickler*innen für die 500 Ocken mehr als Tor Buhrow und haben trotzdem weniger Knöppe.
Und eins von beiden erfüllt den Öffentlichen-Rechtlichen Auftrag.
@elhotzo 250k€/Jahr sind sehr viel. Das Problem ist, dass man schon bei sehr moderaten Einkommen (z.B. 50k€/Jahr) sehr hohe Steuersätze hat. Anschließend steigt der Steuersatz kaum noch an.
https://www.imacc.de/einkommensteuersatz-steuersatz-berechnen-deutschland/