2020: Wir stellen eine Studie vor, die zeigt, wie 1,5°C machbar sind

2021: Ampelregierung setzt sich dafür unzureichende Klimaziele für 2030

2022: Laut Expertenrat verfehlt Deutschland diese Ziele jetzt schon vermutlich

Ist das diese Fortschrittskoalition von der alle reden?

@fff Wir haben gelernt, dass eine Koalition mit der #fdp bestenfalls eine Stillstandkoalition sein kann.

Ich denke da liegt das Problem. Wir könnten schon sehr viel weiter sein.
#fdpunter5prozent

@radlschorsch @fff Du siehst nicht ernsthaft die Probleme bei der FDP? Die sind gerade mal 1 Jahr in Regierungsverantwortung, stellen nicht die Minister in den relevanten Ressorts und stellen such nicht die Ministerpräsidenten, die z.B. den Ausbau der Erneuerbaren seit Jahren verschleppen.

@DreiRosen @fff
Doch, ernsthaft.

Dieses "Ideologisch motiviert/verblendet" was sie gerne den anderen Parteien vorwerfen, trifft wohl eher auf sie selbst zu.

Wenn selbst jetzt in der multiplen Krise kein #tempolimit, keine #übergewinnsteuer dafür Unsinn wie ein #tankrabatt, weiterbetrieb der #Kernkraftwerke und Diskussion über #E-Fuels möglich sind:

Dann ist das Ideologisch verblendet.

Die #fdp versteht sich als Opposition in der Regierung. Verhindern ist das Programm. #fdpunter5prozent

@radlschorsch @fff Mir ist die Sehnsucht nach einer Übergewinnsteuer nicht klar. Statt bestehende Strukturen so zu ändern, dass keine Übergewinne entstehen, wird gefordert, dass der Staat den Unternehmen einen Teil des Übergewinns abnehmen. Was soll das denn bringen? Den Bürgern wird Geld entzogen und das teilen sich Unternehmen und Staat dann brüderlich. Vorausgesetzt, es fällt in Deutschland überhaupt ein Übergewinn an.

@DreiRosen @fff
"Statt bestehende Strukturen so zu ändern, dass keine Übergewinne entstehen..."

Interessanter Ansatz.

Bitte Beispiele: Welche "Strukturen" wären "wie" zu ändern?

"Vorausgesetzt, es fällt in Deutschland überhaupt ein Übergewinn an."??? Das ist doch offensichtlich!?!
->Siehe Mineralölkonzerne nach Kriegsbeginn in der Ukraine (Nur ein Beispiel von vielen)

@radlschorsch @fff Man könnte z.B. die Energiepreisbindung so ändern, dass nicht mehr die teuerste Energieart den Preis bestimmt.
Der Energiemarkt ist dahin gehend leider totreguliert.

Und Gewinne muss man nicht unbedingt da versteuern, wo sie entschtehen. Je größer das Unternehmen desto mehr Gestalltungsmöglichkeiten bleiben.

@DreiRosen @fff
Gut! Da haben wir Konsens.
Die Strompreisbildung nach "Merit Order" ist absurder Schwachsinn.
Nutzt nur den "Marktteilnehmern" an der Strombörse zum Schaden aller Stromverbraucher.

Wenn Merit Order abgeschafft wird braucht's auch keinen Strompreisdeckel mehr.

Das Problem ist nur: Der Pflock ist ganz tief eingeschlagen, so schnell bringt den keiner mehr raus.
https://www.derstandard.de/story/2000138982639/wie-kann-die-merit-order-abgeschafft-werden

Wie kann die Merit-Order abgeschafft werden?

In Brüssel liegen dazu zwei Vorschläge auf dem Tisch

DER STANDARD

@DreiRosen @fff

Das lag nun fast auf der Hand. Der Strompreis hier aber nur ein Folgeeffekt des hohen Gaspreises.

Wie sieht der Vorschlag für die Mineralöl-Industrie aus?
Hier gibt es keine Knappheit. Diese Branche profitiert vom Ukraine Krieg indem Sie die Situation ausnutzt den Preis schamlos hochtreibt.

Es wird nicht mehr oder sogar weniger Volumen verkauft als vor dem Krieg - aber zu deutlich höheren Preisen.
Die Branche macht obszöne Übergewinne zum Schaden aller.

@radlschorsch @fff Ich denke, da sollten wir zunächst mal den Begriff des Übergewinns schärfen.

@DreiRosen @fff


Eckpunkt: Externes Ereignis, zu dem ein Unternehmen keine eigene Leistung beigetragen hat und große wirtschaftliche / gesellschaftliche Auswirkung auf den ganzen Staat (hier: Ukraine Krieg)

Übergewinn ist, wenn ein Unternehmen NACH diesem Ereignis pro Stück/Volumeneinheit einen deutlich(*) größeren Gewinn macht als zuvor.

(*) "deutlich" ist festzulegen. Arbeitswert zur Diskussion mal 10%

@radlschorsch @fff Wenn 10% höher als Normal ein Übergewinn ist, ist dann 10% niedriger ein Untergewinn? Und wird der dann von Staat kompensiert?

@DreiRosen @fff
Wenn diese Mindereinnahmen auf dasselbe externe Ereignis zurückzuführen sind: Im Prinzip JA! - Der Ausgleich ist ja der Sinn dieser Steuer.

Prinzip: Solange das Unternehmen immer noch Gewinn macht, kann der Mindergewinn steuerlich geltend gemacht werden. (der Staat hat hier weniger oder gar keine Einnahmen mehr - das ist die Kompensation)

Wenn's gar keine Gewinne mehr gibt oder der Fortbestand gefährdet ist: -> Rettungsschirm auch(!) aus Mitteln der Übergewinnsteuer.

@radlschorsch @fff Würde man dann nicht die erfolgreichen Firmen ausnutzen um erfolglose Firmen am Leben zu erhalten? Das wäre der Todesstoß für den Wirtschaftlichkeitsgedanken.

@DreiRosen @fff

Ich akzeptiere hier die Attribute "erfolgreich" und "erfolglos" nicht.

Wir reden von Profiteuern und Opfern einer Krisensituation, zu der die Firmen selbst nichts beigetragen haben.

Beispiel Mineralölfirmen: Welche eigene Leistung steckt in deren aktuellen Gewinn? - Keine!
Die "Wertschöpfung" entstand allein aus der opportunistischen Ausnutzung einer Krisensituation.

Das ist kein erfolgreiches wirtschaften, sondern "asoziale Marktwirtschaft" die korrigiert werden muss.

@radlschorsch @fff Was ich nicht verstehe: Warum darf der Staat, nein soll der Staat die Kraftstoffpreise anheben und warum darf der Erzeuger das nicht Warum ist der Erzeuger asozial, wenn er auf Grund äußerer Umstände seinen Gewinn steigert, der Staat aber nicht. Obwohl der Staat an jedem ct mehr für den Liter Sprit mitverdient?

@DreiRosen @fff

Jetzt werden völlig unterschiedliche Aspekte vermischt und Tatsachen verdreht.

Nochmal: Wir sind in einer akuten Krisensituation!

Der Staat ist auf breiter Front gefordert deren Auswirkungen abzufedern.
Von ganzen Branchen bis hinunter zum einzelnen Bürger rufen fast alle um Hilfe.

Die Mineralölfirmen betreiben asozialen Opportunismus, der die Situation durch Inflation für alle auch noch weiter verschlimmert.
Der Staat darf bei diesem Reibach nicht auch noch wegsehen!
1/2

@radlschorsch @fff Ja. Aber der Staat schaut nicht weg. Er beteiligt sich an der Bereicherung.