BERLIN (dpa-AFX) -Das Deutschlandticket im Nah- und Regionalverkehr zum Preis von 49 Euro im Monat soll nach den Worten von Bundesverkehrsminister Volker Wissing so schnell wie möglich eingeführt werden. Ziel sei ein Start zum Jahreswechsel, sagte Wissing am Mittwoch in Berlin. Bund und Länder hätten sich zu finanziellen Fragen geeinigt. Es seien Vorarbeiten für das Ticket geleistet worden, aber noch Fragen zu beantworten.
Eventuell geht man auch so weit, dass das Deutschlandticket bei Kontrollen auch noch Möglichkeiten zur Analyse einbaut.
All das ist aber im Sinne von "wir brauchen eine funktionale Verkehrsinfrastruktur als Basisinfrastruktur in sinnvoll gemeinschaftlichen bezahlt" relativ sinnfrei.
Also gibt es eigentlich keinen Daten-Usecase für ein Deutschlandticket.
Außer du willst einen konstruieren.
Es gibt auch wenig User Experience Convenience-Gewinn.
Die automatische Verlängerung vielleicht, aber, die technologische Hürde wird dadurch einfach hoch.
Kurzum: so ganz erschließt sich mir der technologische Overhead nicht.
Digitalisierung ist ein Tool, das Dinge vereinfachen soll. Es ist kein Tool, dass zusätzliche Hürden zementieren soll.
@chrvanell Hoffen wir es mal. Meine Befürchtung wäre eben, dass hierzulande aus der Ansage „digital“ dann eine „(Web-)App“ gemacht wird.
Besonders wenn die Karte per Post verschickt würde, kann ich mir schon vorstellen, wie viele sagen würden „und das soll jetzt digital sein?“. Kann mich noch gut erinnern, wie die Kommentare ausgefallen sind, als das digitale Impfzertifikat per Post auf Papier verschickt wurde.
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass so auch digitale Angebote aussehen können. Und wenn sie „digital“ sagen, meinen sie in der Regel eher Apps. Vermutlich ist das auch bei einigen Entscheider*innen für dieses Ticket ähnlich.
Bin jedenfalls gespannt und hoffe in jedem Fall, dass in erster Linie eine sinnvolle Lösung gefunden wird.
In anderen Ländern gibt es sicher auch Menschen wie meine Mutter(86), die ohne meine Hilfe mit ihrem Smartphone nur telefonieren kann.
Nix SMS, nix Bilder, nix Update und kein Mehr-Click-Ticketmanagement wie zB bei der VBN App.
Was ist mit Touristys, wenig Sprachkenntnis, Menschen ohne Smartphone oder ohne Geld dafür?
Was ist, wenn das zentrale Lebens-Zugangs-Gerät Smartphone mal "weg" ist? Kaputt, geklaut, Akku leer?
Also irgendeine analoge Form muss es mE geben.
"Rein digital" wurde bisher immer als "App" berichtet.
Angeblich hat BMDV gestern getwittert, dass es auch als Chipkarte verkauft wird (Handelsblatt). Ich hab den Tweet aber nicht gefunden.
Chipkarte wäre aber etwas, was auch meine Mutter könnte.
Die Frage bleibt, warum hier mehr digitalisiert werden soll als nötig. "Kosten" gilt nicht angesichts der immensen, unerklärlichen Summen für staatliche Digitalprojekte.
Das "Schönes Wochenende" Ticket geht ja auch offline.