Die rechtspopulistische schwedische Regierung will das Strafmündigkeitsalter auf 13 Jahre absenken - obwohl die angehörten Expert*innen von u.a. Kinderrechtsvertreter*innen, Sozialbehörden, Kriminolog*innen, Vollzugsangestellten, Staatsanwaltschaft und Polizei das einhellig ablehnen.
Die Kritik konterte der Staatsminister, alles lasse sich kritisieren.
Ein Paradebeispiel für Politik, die allein von Ideologie gesteuert wird.
ZDF-Mitreden hat eine Frage zur Herabsetzung der Strafmündigkeit
Ich habe sie folgendermaßen beantwortet:
》Soziologisch ist Strafe unnütz. Das ist bei Jugendlichen nicht anders. Haftstrafen können als Schutzmaßnahme sinnvoll sein (Sicherungsverwahrung). Bei Heranwachsenden ist oft das soziale Umfeld ausschlaggebend. Hier kann nach dem aktuellen Strafrecht frühzeitig gegengesteuert werden. Eine Haftstrafe verschlimmert hier nur.
Präventiv muss Sozialarbeit gestärkt und finanziell auf starke Beine gestellt werden (Streetwork, Familienbegleitung, Integrationshelfer, Familienzentren, Netzwerke etc.).
Ausserdem muss der Staat prekäre Lebensverhältnisse verhindern (anstatt zu sanktionieren - nicht selten sind Kinder die Leidtragenden) und für echte Chancengleichheit bei Bildung sorgen.
Alles andere sind populistische Nebelkerzen.《
https://www.mitreden.zdf.de/c/al/5oHgXdaw0308V6qNH6RJoA/6Tv0Tr3THhQKKPn43QnpZe
#strafmuendigkeit
#reuel
#armut
https://tinyurl.tools/b9f847a8
https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/-/kinderarmut-deutschland/362522
Nach dem Überfall von zwei 13-Jährigen auf einen Kiosk in Dortmund, bei dem der Betreiber mit einer Machete schwer verletzt wurde, fordert die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Susanne Hierl, eine frühere Strafmündigkeit.
Wie kann es zu einer schrecklichen Tat wie in Freudenberg kommen? Was sind mögliche Ursachen – und ist es richtig, dass junge Kinder strafunmündig sind? Antworten des Ulmer Kinder- und Jugendpsychiaters Jörg Fegert.