Osten ohne Ausländer, Osten ohne Zukunft
Nun gut, der Osten hat gesprochen. Die AfD hat in Sachsen und Thüringen triumphiert – und was gibt es Schöneres, als sich in der eigenen Ideologie einzuigeln? „Ausländer raus!“ schreit es aus den Wahlurnen. Fantastisch! Endlich mal Nägel mit Köpfen machen. Wer braucht schon Fachkräfte, wenn man auch auf den gewohnten Mangel setzen kann?
Sicher, der Plan hat einen gewissen Charme. Schließlich können Ingenieure und IT-Experten ja auch woanders arbeiten. Warum sollten sie in eine Region ziehen, die ihnen signalisiert, dass sie dort nicht willkommen sind? Na klar, bleiben sie lieber in Regionen, wo sie wertgeschätzt werden, wo sie gebraucht werden – aber nicht in Sachsen oder Thüringen. Dort geht es eben auch ohne. Oder?
Statt blühender Landschaften gibt es dann blühende Leere. Unternehmen, die keine Fachkräfte mehr finden, verabschieden sich. Infrastrukturprojekte? Fehlanzeige. Wirtschaftlicher Aufschwung? Auch vorbei. Wer hätte gedacht, dass der Schlüssel zu wirtschaftlicher Stagnation so simpel ist: Man muss nur den Ausländern zeigen, dass sie hier nichts zu suchen haben. Ach ja, und die Wirtschaft? Nun, die geht dann eben auch.
Aber hey, das ist doch das, was gewollt ist, oder? Endlich wieder unter sich sein, ohne diesen ganzen ausländischen Einfluss. Keine fremden Gesichter, nur die altbekannten. Und wenn das dann zu vertrockneten Landschaften führt, na ja – das ist eben der Preis für die „Heimatliebe“.
Vielleicht gibt’s ja bald eine neue Partei: Die „Wir haben uns erfolgreich abgehängt“-Partei. Oder, um das Kürzel nicht verändern zu müssen:
„Alternative für Deindustrialisierung“.
https://god.fish/2024/09/21/wie-die-afd-ostdeutschland-zerstoert/
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