Wer an der Kreuzung Afrikanische Straße / Swakopmunder Straße vorbeigeht, übersieht ihn leicht: einen schlichten Gedenkstein mit dem Porträt von Friedrich Ebert. Er steht etwas zurückgesetzt im Grünen – und markiert den Eingang zu einer der spannendsten, aber oft unterschätzten Wohnanlagen des Stadtteils.

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“Wege des Erinnerns” eröffnet am 25. September im Wedding

Ein Straßenschild mit durchgestrichenem Nachtigalplatz, daneben die neu angebrachte Tafel Manga-Bell-Platz – dieses Bild aus dem Afrikanischen Viertel steht sinnbildlich für einen jahrelangen Konflikt um Berlins koloniale Straßennamen. Zwar wurden 2022 und 2024 mehrere Straßen umbenannt, doch oft fehlten begleitende Erklärungen, weshalb die alten Namen nicht mehr tragbar waren und wofür die neuen Namensgeber:innen stehen.

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Unsere Autor:innen sind nicht nur im Wedding unterwegs – sie sind mittendrin im Alltag. Im Supermarkt, auf dem Spielplatz oder beim Schlendern durchs Viertel: Überall warten Geschichten, Geräusche, Begegnungen. Und manchmal schreiben uns sogar Leser:innen direkt. So entstehen sie – diese kleinen, echten Kiezmomente. Alles Wedding.

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Das Afrikanische Viertel im Wedding ist ein Ort mit Geschichte – und seit einigen Jahren auch ein Beispiel für eine neue Art des Erinnerns. Hier befinden sich nicht nur die bekannten kolonialen Straßennamen, sondern auch das größte Flächendenkmal Deutschlands, das den Umgang mit der kolonialen Vergangenheit thematisiert.

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Dekoloniale Erinnerungskultur im Wedding

Das Afrikanische Viertel im Wedding ist ein Ort mit Geschichte – und seit einigen Jahren auch ein Beispiel für eine neue Art des Erinnerns. Hier befinden sich nicht nur die bekannten kolonialen Straßennamen, sondern auch das größte Flächendenkmal Deutschlands, das den Umgang mit der kolonialen Verga

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Dekoloniale Straßenumbennungen im Wedding: Der Manga-Bell-Platz und die Cornelius-Fredericks-Straße, Berlin 02.12.22

Am 2. Dezember 2022 wurden zwei Straßen im Afrikanischen Viertel umbenannt, die jetzt an Anführer:innen des Widerstands gegen die deutsche Kolonialmacht erinnern. Damit wird ein weiteres Zeichen der Dekolonialisierung in Berlin gesetzt. Der Nachtigalplatz wurde zum Manga-Bell-Platz. Der Manga-Bell-Platz erhielt den Namen zu Ehren von Rudolf und Emily Duala Manga Bell, dem Königspaar der Duala und Kämpfern gegen die deutsche Kolonialherrschaft in Kamerun. Rudolf Duala Manga Bell wurde 1914 als Anführer des Widerstands hingerichtet. Und die Cornelius-Fredericks-Straße löste die Lüderitzstraße ab. Cornelius Fredericks war Führer der !Aman (Nama) und gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten des militärischen Widerstands gegen die deutsche Kolonialherrschaft in Namibia. Gustav Nachtigals, offizieller Begründer der Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Auch Adolf Lüderitz war Mitbegründer der deutschen Kolonien in Südwestafrika. Beide waren mörderische Vertreter des deutschen Kolonialismus. An der Veranstaltung nahmen rund 100 Menschen teil. Die Umbenennung sowie die weitere Informationsplanung geht auf Initiativen afrodiasporischer und solidarischer Nicht-Regierungsorganisationen zurück. Hierzu zählen die “Initiative schwarze Menschen in Deutschland” (ISD), “Each One Teach One” (EOTO), “Berlin Postkolonial” sowie Träger:innen des Projekts “Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt”. Bei der Umbenennung anwesend waren anwesend: Der Botschafter Kameruns S.E. Victor Ndocki und der Botschafter Namibias S.E. Martin Andjaba, Jean Yves Eboumbou Douala Bell (König der Douala), Ekwe Endale Clarisse Valerie Epouse Douala Bell (Königin der Douala), Chef Epanya Sosso und Chef Kum Djemba (Begleiter des Königs) und Jean-Pierre Felix Eyoume (Großneffe Duala Manga Bells), Es gab Reden der beiden Botschafter, des Königs und des Großneffen sowie von Sharon Dodua Otoo (Schriftstellerin, ISD e.V.), Marianne Ballé (PAWLO Masoso e.V. Panafrikanische Frauenorganisation), Eleonore Bekamenga (Afrika Rat Berlin Brandenburg), Mnyaka Sururu Mboro (Berlin Postkolonial) und Israel Kaunatijke (Herero-Aktivist), sowie von Stefanie Remlinger, Bezirksbügermeisterin von Berlin-Mitte und von der Bezirksstadträtin Dr. Almut Neumann. Einen musikalischen Beitrag lieferte die Gruppe Sauti é Haala. Tahir Della (ISD e.V.) sagte zu den Umbenennungen: „Ein großer Tag für alle die es ernst meinen mit der Aufarbeitung der Kolonialen Verhältnisse.“ © Bernd Sauer-Diete

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Finally: Berlin stripped a street and a square of German colonialists' names and dedicated them to African resistance figures, as the country looks to reckon with historical guilt beyond World War II atrocities @AFP #MangaBellPlatz #CorneliusFredericksStraße https://news.yahoo.com/berlin-says-goodbye-part-germanys-182656002.html
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Widerstandskämpfer statt Kolonisatoren: In #Berlin werden heute nach jahrelangem Streit zwei Straßen umbenannt. #MangaBellPlatz #CorneliusFredericksStraße https://nd-aktuell.de/artikel/1169005.strassenumbenennung-den-widerstand-ins-stadtbild-schreiben.html
Den Widerstand ins Stadtbild schreiben (nd-aktuell.de)

Ab Freitag gibt es im Wedding den Manga-Bell-Platz und die Cornelius-Fredericks-Straße. Mit diesen und weiteren Umbenennungen soll antikolonialer Widerstand gewürdigt werden.

#Berlin What day is it today?
It's street renaming day!!!
What an honour that I get to speak at the ceremony.
See you there?
#MangaBellPlatz #CorneliusFredericksStraße