Der Dichter, der Teufel, sein Engel und dem Teufel seine Oma – „Les contes d’Hoffmann“ an der Staatsoper Berlin
Lynn Sophie Guldin
Üblicherweise steht jede Inszenierung von Jacques Offenbachs Les contes d’Hoffmann vor denselben Herausforderungen: der erste Akt ist der spektakulärste, der zweite muss aus emotionalen Gründen mithalten, im dritten gehen die Ideen aus und der Spitzenton des Tenors in dem absoluten Ohrwurm, welcher der „Chanson de Klein-Zach“ ist, möge gleich zu Beginn bitte auch sitzen. Im neuen Berliner Staatsopern-Hoffmann umschifft die Regie nur eins dieser Probleme, schafft es aber gleichzeitig, die Stückseite zu einer Art FSK-16 Altersfreigabe zu nötigen und zündet Ideen am laufenden Band. Ausnahmsweise gilt für Regie und Musik dasselbe: gar nicht blöd, könnte aber besser. (Rezension der Premiere v. 16. 11. 2025) […]


