"Diese Opportunitätsvergewaltigung ist in einer noch immer tief verankerten chauvinistischen Sichtweise begleitet von einem Gefühl der Unschuld ('Ich habe nicht vergewaltigt') und der Straffreiheit ('Mir wird nichts geschehen')."
„Schwere Prüfung“: Pelicot bedankt sich für Unterstützung
Zusammengerechnet mehr als 400 Jahre Haft müssen die 51 Angeklagten im Vergewaltigungsprozess von Avignon nach Willen des Gerichts für den massenhaften Missbrauch von Gisele Pelicot absitzen. Die Höchststrafe von 20 Jahren gab es aber nur für Pelicots Ex-Mann. Familienangehörige Gisele Pelicots nannten das Urteil daher zu milde. Gisele Pelicot selbst, zu einer Ikone im Kampf gegen Gewalt an Frauen geworden, würdigte die „unbekannten Opfer“. Den Prozess nannte sie eine „schwere Prüfung“, und sie bedankte sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern.
