Finished The Witness for the Dead! Quite liked it and am looking forward to getting my hands on the next book.
https://app.thestorygraph.com/reviews/47aae7d6-e02c-45c0-b999-de52e672e265
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I just got to the end of listening to The Tomb of Dragons by Katherine Addison, and I wailed because I didn't know I was so close to the end and I wanted more story.
It's been a long time since I've had that reaction to a book.
Science Fiction und Fantasy im November und Dezember 2024, Teil II
Wie angekĂŒndigt, hier nun noch der Blick auf die BĂŒcher, die ich im November und Dezember gelesen habe.
Ich fange mal mit The Light Eaters (2024) von ZoĂ« Schlanger an. Das ist keine Science Fiction, sondern ein erstaunliches Sachbuch, in dem die Journalistin Schlanger uns mit in eine Entdeckungsreise in die Welt der Pflanzen nimmt â ĂŒber die wir weitaus weniger wissen, als wir denken, und die bei genauerer Betrachtung erstaunliche Leistungen vollbringen, wenn etwa Blattformen je nach Standort geĂ€ndert oder Abwehrstoffe beim Befall benachbarter Pflanzen produziert werden. In gewisser Weise sind diese sich von Licht ernĂ€hrenden Lebewesen nicht nur die Grundlage allen irdischen Lebens, sondern auch so etwas wie gerne ĂŒbersehene Aliens in unserer Mitte. Spannend jedenfalls, wie Pflanzen alleine und in Gemeinschaft leben, wie sie kommunizieren und wie sie Verhaltensweisen zeigen, die ĂŒber einfache Reiz-Reaktions-Schemata weit hinausgehen. Das lebendig erzĂ€hlte Buch macht nachdenklich (und ist nebenbei auch ein guter Text ĂŒber Paradigmenwechsel und wissenschaftliche Praktiken). Das fantastisch gestaltete Titelbild weckt allerdings die Erwartungen, dass es auch im Buch Zeichnungen oder Fotos der beschriebenen Pflanzen geben wĂŒrde â das ist nicht der Fall. Schlanger setzt ganz und gar auf Text, das dafĂŒr ĂŒberzeugend.
Die weitere LektĂŒre der letzten beiden Monate ist etwas durchwachsen. Zuletzt habe ich Invasion (2016) und Children of the night (1990) von Mercedes Lackey gelesen, einer sehr produktiven Fantasy-Autorin, die bisher an mir vorĂŒbergegangen ist. So ganz ĂŒberzeugt haben mich die beiden Romane, die, wenn ich mich richtig erinnere, im Zuge einer Bundle-Aktion auf mein LesegerĂ€t geraten sind, jedoch nicht. Falls jemand Empfehlungen hat, ob es von Lackey und ihren Co-Autor*innen Werke gibt, die unbedingt gelesen werden mĂŒssen â gerne Hinweise. Invasion ist jedenfalls der erste Band der Secret-World-Trilogie, in der es um eine Gegenwart gibt, in der Superheld*innen ihr bestes tun, die Erde zu beschĂŒtzen. Das Buch schildert aus vielen unterschiedlichen Perspektiven eine Invasion von Nazi-AuĂerirdischen und die Folgen davon fĂŒr die Arbeit der Superhelden-Agentur Echo. Magie und Engel gibt es auch, insgesamt: a bit much, auch wenn die Innenansicht der weit ĂŒberwiegend gebrochenen und mit Selbstzweifeln kĂ€mpfenden Held*innen gut gelungen und der Schreibstil locker und schnell weglesbar ist. Children of the night wĂŒrde ich dagegen fast schon Richtung Horror einsortieren, jedenfalls: dark urban fantasy. Die Ermittlerin, Aushilfe in einem Esoterik-GeschĂ€ft und Möchtegern-Romanzen-Autorin Diana Tregarde hat magische KrĂ€fte, ist AnhĂ€ngerin des Neopaganismus und ein Guardian, also eine Art WĂ€chterin. Sie versucht, in einem winterlichen New York der 1970er einer Art Vampiren auf die Spur zu kommen, die Menschen seelisch zerstören und manchmal auch umbringen. Dazwischen: MusikgeschĂ€ft, der Alltag in â aus GrĂŒnden â einem sonst nur von TĂ€nzer*innen bewohnten Haus, eine Liebesgeschichte. Dieser Roman hat mir besser gefallen als Invasion, aber kein âmehr davonâ ausgelöst.
Eher schwer getan (aus ganz anderen GrĂŒnden) habe ich mir auch mit dem hochgelobten Roman Central Station (2016) von Lavie Tidhar. Ein futuristisches Tel Aviv, der Nah-Ost-Konflikt scheint eine Lösung gefunden zu haben bzw. durch andere Kriege abgelöst wurden zu sein, es gibt kĂŒnstliche Intelligenzen und Ex-Soldaten-Cyborgs, Drogen und heruntergekommene Orte, genetisch modifizierte Pflanzen, die ganze HĂ€user bilden, und insbesondere die titelgebende Central Station, die am Platz des alten Busbahnhofs in Tel Aviv errichtet wurde und die Erde mit dem Mond, dem Mars und weiteren Himmelskörpern verbindet. Menschen gehen Verbindungen mit den âAnderenâ ein â ich interpretiere das als digitale Wesen â und erlangen dadurch fast schon ĂŒbersinnliche FĂ€higkeiten, werden zum Orakel oder zu an mehreren Orten gleichzeitig anwesenden Hologrammpersonen. Insgesamt also ein sehr interessantes Setting â aber so richtig viel findet in den Seiten des Romans irgendwo zwischen Postcyberpunk und Philip K. Dick nicht statt.
Gut gefallen hat mir dagegen Dies ist mein letztes Lied (2023) von Lena Richter. Der schmale Band â Richter spricht von einer Novelle â besteht aus Vignetten. Die ErzĂ€hlperson hat die FĂ€higkeit, durch Musik âTĂŒrenâ in andere Welten zu öffnen. Wir erleben sie in ganz unterschiedlichen Situationen, die â egal ob als gefeierter Star oder im zerbombten Kriegsbild auf einem gefundenen Musikinstrument â dadurch gekennzeichnet sind, dass das letzte Lied eine TĂŒr öffnet. Wie es in der jeweiligen Situation weitergeht, erfahren wir nicht; die ErzĂ€hlperson landet in der nĂ€chsten Welt. Trotzdem kommen nach und nach durchgehende FĂ€den zusammen und zeigen ein Gesamtbild einer eher dĂŒsteren Zukunft, in der Kunst dennoch weiterhin eine wichtige Rolle spielt.
Die Novelle How to Steal a Galaxy (2024) ist gerade neu herausgekommen. Beth Revis schreibt in dieser Fortsetzung von Full Speed to a Crash Landing (August 2024) â Genre: sexy heist space opera â ĂŒber neue Abenteuer der Hauptperson Ada Lamarr. In Crash Landing hat diese versucht, zu verhindern, dass eine Nanotechnologie, die auf der postapokalyptischen Erde ausgesetzt werden soll und in einem abgestĂŒrzten Raumschiff zu finden ist, ihr Ziel erreicht. In How to Steal a Galaxy trifft sie nun erneut auf ihren Widersacher/love interest, diesmal im Setting eines prunkvollen Balls in einem Museum auf einer weit entfernten Koloniewelt â mit einem muskianischen Bösewicht, viel Technologie und ein bisschen Romanze. Sie ist nicht privat da, sondern hat einen Auftrag, fĂŒr den sie auf diese Gala eingeschmuggelt wurde â hat aber auch eigene Ziele. Abenteuerlich, amĂŒsant geschrieben und schnell gelesen, aber auch ein bisschen flach.
Alliance Unbound (2024) von C.J. Cherryh und Jane Fancher ist die Fortsetzung von Alliance Rising (2019) und spielt im Alliance-Union-Universum rund um Pellâs Star, Cyteen und die âHinder Starsâ, in dem viele von Cherryhs BĂŒcher angesiedelt sind. WĂ€hrend ich, wenn ich mich richtig erinnere, von Alliance Rising nur so halb begeistert war, hat mir der neue Band deutlich besser gefallen. In diesem Universum gibt es die Möglichkeit, ĂŒber Sprungpunkte schneller als mit Lichtgeschwindigkeit von einem Sternensystem zum anderen zu reisen â das bedarf nicht nur der richtigen Technologie, quasi einem Surfen auf den Gravitationswellen groĂer Objekte, sondern auch besonderer FĂ€higkeiten. GroĂfamilien reisen mit ihren entsprechend ausgerĂŒsteten Raumschiffen von Station zu Station, treiben dabei Handel und sind â weil sie immer wieder aus der Gegenwart gerissen werden â weitgehend auf sich selbst gestellt. Die Technologie fĂŒr diese FTL-Reisen stammt von der technologisch fortgeschrittenen Station Cyteen. Bisher gibt es keine Sprungpunkte, die zur Sonne fĂŒhren, so dass die Stationen in den Sternsystemen der âHinder Starsâ weitgehend auf sich selbst gestellt sind. Die âEarth Companyâ ist zwar ĂŒberall prĂ€sent, hat aber zunehmend weniger Einfluss. Die entsprechenden Auseinandersetzungen und Versuche, Macht zu erlangen, waren Teil der in Alliance Rising erzĂ€hlten Geschichte und spielen auch in Alliance Unbound eine groĂe Rolle. Insbesondere gibt es das GerĂŒcht, dass die Sonne inzwischen selbst ĂŒber FTL-Technologie verfĂŒgt und diese nutzen möchte, um die Vorherrschaft ĂŒber die Stationen und Schiffe der Alliance wieder zurĂŒckzugewinnen. Als Ergebnis der KĂ€mpfe in Alliance Unbound ist Ross Monahan, der eigentlich zur Galway gehört, auf der Finityâs End gelandet, dem gröĂten Schiff der Alliance, und ist dort Trainee als Navigator. Er ist zusammen mit Jen Neihart, einer Nichte des Senior Captains der Finityâs End â ungewöhnlich, da langfristige Beziehungen auĂerhalb einer Schiffsfamilie eigentlich verpönt sind. Aus den Perspektiven von Ross und Jen erleben wir nicht nur die luxuriöse Station bei Pellâs Star, sondern kommen nach und nach auch den GerĂŒchten nĂ€her. Das ganze ist lebendig und psychologisch wie politisch tiefgrĂŒndig gezeichnet. Manchmal lohnt es sich, auf eine sich ĂŒber viele BĂ€nde erstreckende Welt zurĂŒckgreifen zu können.
Katherine Addison kehrt in Grief of Stones (2022) in die Fantasy-Welt zurĂŒck, in der auch schon The Goblin Emperor und The Witness for the Dead spielen. Es gibt Kobolde und Elfen, politische Intrigen und KlassenkĂ€mpfe, Alltagsszenen der Boheme und der religiösen Kaste â und einen Mordfall, den Thara Celehar lösen will, womit er immer tiefer in mysteriöse und zunehmend gruseliger werdende Verwicklungen hineingerĂ€t.
SchlieĂlich habe ich noch Diamond Age: A Young Ladyâs Primer (1995) von Neal Stephenson gelesen. Das habe ich 1995 oder 1996 schon mal getan, damals die deutsche Ausgabe (Die Grenzwelt), und auch wenn die Ăbersetzung besser ist, als ich sie in Erinnerung hatte, so hat es sich gelohnt, das nochmal im Original zu lesen. Manches ist mir erst jetzt klar geworden, etwa, dass das âDiamond Ageâ im Titel sich darauf bezieht, dass diese nicht ganz weit entfernte Zukunft fĂŒr fast alles auf billig hergestellte kĂŒnstliche Diamanten setzt, die Kohle- und Atomzeitalter abgelöst haben. In Diamond Age leben die Menschen nicht mehr in Nationalstaaten, sondern in anhand ethnischer oder ideologischer Abgrenzungen vorgenommener âTribesâ â zumindest die, die es sich leisten können und nicht zu den âProlesâ gehören. Ein bisschen schmunzeln musste ich darĂŒber, dass nicht nur die libertĂ€ren StĂ€mme, sondern auch die Neoviktorianer trotz ihres schön gezeichneten Ă€sthetischen Lebensstils deutliche Anzeichnen dieser neoliberalen Ideologie aufweisen. Aus heutiger Sicht besonders interessant der titelgebende âYoung Ladyâs Primerâ â ein mit Nanomaschinen 3D-gedrucktes âBuchâ, das eine KI enthĂ€lt, die ungefĂ€hr das kann, was ChatGPT kann â und dafĂŒr sorgt, dass die Heldin der Geschichte (anfangs ein kleines Kind, dem das Buch MĂ€rchen erzĂ€hlt, spĂ€ter eine junge Frau) eben tatsĂ€chlich zur Heldin wird. Nebenbei ist das Buch im Buch, verpackt im MĂ€rchengeschichten, auch eine EinfĂŒhrung in Turingmaschinen und Ăquivalenzklassen. Soweit weiter spannend und lesenswert â aus heutiger Sicht etwas schrĂ€g die eine oder andere doch sehr stereotype ethnische Kennzeichnung und die letztlich auf Orgien/Vergewaltigung zur InformationsĂŒbertragung basierende Welt der âDrummerâ.
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Not the kind of fantasy novel I thought I'd like, but this is great stuff.
https://www.goodreads.com/book/show/41302953-the-witness-for-the-dead
the "predecessor" book The Goblin Emperor also pretty good, though this not exactly a sequel as it expands on the experience of a minor character in the first book.
Mélusine (The Doctrine of Labyrinths) - Kindle edition by Addison, Katherine. Download it once and read it on your Kindle device, PC, phones or tablets. Use features like bookmarks, note taking and highlighting while reading Mélusine (The Doctrine of Labyrinths).
Iâm reading one of Katherine Addisonâs excellent goblin series books and it has the best little worldbuilding moment that describes the setting perfectly: when someone wants to read at night or stay warm they have to put coins in the gas meter. In their own home.
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