Meine Mutter. 86, hat sich am 24. 12. das Becken gebrochen.
Sie kann 0 laufen, bis zum Eintreffen des Krankenwagens ist sie auf allen Vieren gekrochen.
Die Feuerwehr hat sie aus dem Haus bringen müssen, weil die Trage, ohne die es nicht ging, nicht durch die schmale Eingangstür passte.
Sie kann nicht allein aufs Klo u.s.w.
Es ist verheerend.
Man spricht im Krankenhaus von konservativer Heilung - also keine OP, trotzdem wurde bereits Physiotherapie mit ihr versucht: So ne Gehrückkrücke steht jetzt im Krankenzimmer. Prima fürs konservative Heilen, wa?
Es hätte null funktioniert meint meine Mutter. Aber die Physiotherapeutin wüsste ja, was sie tut.
Hmm.
Jetzt soll sie "bald entlassen" werden, wurde ihr heute morgen erklärt.
Das wäre der sichere würdelose Tod (jaja. ich bin JETZT hier, aber davon können die im Krankenhaus ja nicht ausgehen), denn:
Nichts zu Hause ist auf einen Beckenbruch ausgelegt, es gibt Null alten/behindertengerechten Umbau, Stufen, Absätze überall, schmale Türen, Umgebindehaus, Denkmalschutz... weil das bisher auch nicht nötig war.
Lieferdienste liefern nicht in das Dorf weil zu abgelegen, Läden gibt es keine.
Entlassengsmanagement? Prima beworben auf der Website; weiß ich schon vom letzten Jahr: Ist eine einzige Lüge.
Frage: Weiß jemand, welche Optionen ich habe, dass sie A) erst entlassen wird. wenn eine Heilung erreicht und ein Mindestmaß an Bewegung - mit oder ohne Geh-Hilfe - machbar ist? Danke.
Den Rest, wie es hinterher weitergeht, lassen wir mal außen vor, da kümmere ich mich sowieso.
Am Rande: Die #CDU hat ja als einzige Partei in ihrem Wahlprogramm für 2025 versprochen, die Pflegesituation insbesondere auf dem Land, erheblich zu verbessern. Kein Scherz. Sollte ich vielleicht da mal nachfragen?