Engelberger: âMan soll die Schweizer #Pharma Branche nicht kritisieren wegen ihren Gewinnmargen oder Managerlöhnen!â
Gleichzeitig sagt Engelberger: âIch bin hier nicht der Vertreter der Pharmaindustrie.â
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Engelberger: âMan soll die Schweizer #Pharma Branche nicht kritisieren wegen ihren Gewinnmargen oder Managerlöhnen!â
Gleichzeitig sagt Engelberger: âIch bin hier nicht der Vertreter der Pharmaindustrie.â
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DMZ â GESELLSCHAFT / LEBEN Š Sarah Koller Š KOMMENTAR Diverse SpitĂ€ler melden eine Ăberlastung der Kinderstationen. Die FĂ€lle in der Notaufnahme und die Bettenauslastung seien in diesem Herbst ungewöhnlich erhöht. Einer der GrĂŒnde seien die Hygienemassnahmen gegen Covid-19 (âImmunschuldâ - Theorie). Richtig gelesen. Diese Aussage geistert leider schon lange und immer noch umher. Eine Aussage, die verantwortlich ist, dass Eltern immer wieder von neuem unnötig verunsichert werden. VerstĂ€rkt wird der Effekt durch Medien, die solche Aussagen unreflektiert und unkommentiert weiter verbreiten. Leider begegnen einem immer wieder Aussagen wie âMein Immunsystem schĂŒtzt mich genugâ oder auch andersherum âDurch das Maskentragen und Desinfizieren schwĂ€chen wir unser Immunsystemâ â auch von Menschen, die medizinisch ausgebildet sind. So sehen einige Exponenten den Anstieg unter anderem in den Corona-Vorkehrungen, weil dadurch in den letzten zwei Jahren viele Kinder nicht mit diesen Viren in Kontakt gekommen seien. Jetzt, wo sie damit in BerĂŒhrung kommen, wĂŒrden sie leichter erkranken. Solche unwissenschaftlichen und leichtfertigen, verunsichernden Ăusserungen sind gefĂ€hrlich. Schliesslich sind Eltern und Bevölkerung bereits genug verunsichert, da macht es keinen Sinn, wenn auch Ărzte weiterhin noch ZĂŒndstoff dafĂŒr bieten, die Bevölkerung weiterhin mit Falschbehauptungen und leichtfertigen Ăusserungen versorgen. âDie Sorge, dass man durch Maske tragen, Abstand halten und LĂŒften auf lange Sicht irgendwelche SchĂ€den im Immunsystem anrichtet, kann man klar mit Nein beantworten.â Immunologin Prof. Christine Falk Erst seit 2021 wird der Begriff âImmunschuldâ verwendet, um zu erklĂ€ren, warum Menschen, insbesondere Kinder, Infektionskrankheiten ausgesetzt sein sollten. Das Vermutung ist, dass das Immunsystem sonst unvorbereitet ist, wenn es Krankheitserregern nicht regelmĂ€ssig ausgesetzt ist. Diese falsche Annahme wurde gar als Lockdown-Schaden und als Grund dafĂŒr angefĂŒhrt, warum Masken und in einigen FĂ€llen sogar BelĂŒftung und saubere Luft nicht als Hygienemassnahmen in Schulen eingesetzt werden sollten. Ein gefĂ€hrlicher Irrglaube. Auch die Immunologin Prof. Christine Falk widerspricht solchen Aussagen und âFachleutenâ, die solche tĂ€tigen. Das Immunsystem bleibe kompetent, Maske tragen richte keine SchĂ€den an â und sei gerade in diesem Winter nötig. âDass wir jetzt wieder mehr Atemwegsinfekte als im Vorjahr bei den Kindern sehen, liegt auch daran, dass wir jetzt wieder mehr Kontakte und weniger Schutzmassnahmen haben. Daraus kann man aber nicht ableiten, dass Maske tragen kontraproduktiv ist. Die Erfahrungen aus dem vergangenen Winter zeigen vielmehr: Infektionen mĂŒssen nicht zum Leben dazugehören.â âDie von unseriösen Ărzten/Wissenschaftlern propagierte âImmunschuldâ ist Schwachsinn. Wir sind ununterbrochen Bakterien, Viren, Pilzen etc. ausgesetzt. Viele Infekte merken wir gar nicht. Das Immunsystem braucht kein Sondertraining. Dr. Sebastian Leibl Der Immunologe Dr. Anthony Leonardi, der sich immer wieder gegen die Corona-Politik der âHerdenimmunitĂ€tâ ausgesprochen hat, die zu einer Masseninfektion von Kindern gefĂŒhrt hat, schrieb ĂŒber das Konzept der âImmunschuldâ und kam zu folgendem Schluss: âWir dĂŒrfen uns nicht der Illusion hingeben, dass Infektionen tatsĂ€chlich einen Nutzen bringen oder eine Schuld darstellen, die bezahlt werden muss. Sie sind eher eine Art Steuer, die wir die Kinder dafĂŒr zahlen lassen, dass unsere Zivilisation nicht weit genug entwickelt ist, um Viruserkrankungen zu verhindern, die jedes Jahr Tausende von Kindern ins Krankenhaus bringen.â Es ist erwĂ€hnenswert, dass diejenigen, die Bedenken hinsichtlich der Immunschuld Ă€ussern, im Allgemeinen dieselben Personen sind, die ursprĂŒnglich behaupteten, Kinder wĂŒrden mit erheblich geringerer Wahrscheinlichkeit infiziert und hĂ€tten nicht wesentlich zur Ăbertragung beigetragen. Dies sind im Allgemeinen auch dieselben Personen, die immer noch behaupten, dass die Mehrheit der Covid-Infektionen bei Kindern ausserhalb der Schulen stattfindet. Und das trotz Kontaktverfolgungs- und Teststudien, die die Ăbertragungsrichtung belegen. Prof. Roland Jacobs, der Klinik fĂŒr Rheumatologie und Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), beschĂ€ftigt sich in seiner Forschung mit der angeborenen ImmunitĂ€t und sagt: âWir können, wenn wir ein physiologisch ausgebildetes Immunsystem haben, uns auch sonst wo hin bewegen und Masken tragen, ohne dass unser Immunsystem dadurch verĂ€ndert wĂŒrde. Es gibt ja auch Leute, die lĂ€ngere Zeit in Isolation sind, beispielsweise Astronauten, die monatelang auf der ISS sind â so gesehen im luftgefilterten keimfreien Raum. Die kommen ja auch nicht zurĂŒck zur Erde und haben kein Immunsystem mehr. Und das trifft auch fĂŒr andere Berufe zu, wo Leute jeden Tag 8â9 Stunden in ReinstrĂ€umen arbeiten, um z. B. Computerchips herzustellen.â âIch glaube nicht daran, dass jemand sagen kann, dass er ein besonders gutes Immunsystem hat. Man kann vielleicht feststellen, dass man so gut wie nie krank wird, im Sinne von ErkĂ€ltungskrankheiten. Das ist aber eigentlich das Normale â normalerweise werden wir nicht krank. Wenn man ĂŒberlegt, wie vielen Keimen wir jeden Tag ausgesetzt sind, dann sollte man sich eigentlich eher wundern, dass man permanent gesund ist. Wir setzen uns ja sekĂŒndlich mit einem neuen Keim auseinander. Auch Mutationen von Zellen passieren alle Nase lang. Aber wir werden nicht krank, weil unser Immunsystem so gut ist, dass es diese Dinge beseitigen kann.â Prof. Roland Jacobs, Klinik fĂŒr Rheumatologie und Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) Andererseits sei man stĂ€ndig und pausenlos mit Keimen und Viren umgeben, die das Immunsystem aufnehme und verarbeite und sich damit spezialisiere. âDafĂŒr ist aber keine Infektion nötig. Ohne ein aktives Immunsystem wĂŒrden wir nicht mal ein paar Tage ĂŒberleben. Aber als gezieltes Training des Immunsystems, wie es sich viele Menschen vorstellen, sollte man das nicht bezeichnen und so was kann man auch nicht durchfĂŒhren, indem man sich vielen Keimen aussetzt.â Das sei absolut unnötig und gehe vollkommen an der RealitĂ€t vorbei. Auch in den Vereinigten Staaten sind im vergangenen Monat die KinderkrankenhĂ€user in eine beispiellose Krise geraten. Sehr viele SĂ€uglinge und Kleinkinder werden eingeliefert, die mit einer Reihe von Atemwegserkrankungen im Krankenhaus eintreffen. Die hĂ€ufigste Ursache fĂŒr Krankenhausaufenthalte ist derzeit das Respiratorische Synzytialvirus (RSV). Doch auch Rhinoviren, Enteroviren, Adenoviren, die Grippe und Covid-19 sind beteiligt, und es gibt Kinder, die mit mehreren dieser Viren gleichzeitig infiziert sind. Auch diese Entwicklung hat rein gar nichts mit den Coronamassnahmen oder einer Immunschuld, die dadurch hĂ€tte erwachsen können, zu tun. âWarum lernen wir nicht aus der Krise und nehmen ein paar Schutzkonzepte mit in die Zukunft? Ich persönlich werde auch nach der Pandemie in der Grippesaison beim Bahnfahren Maske tragen, weil ich keine Lust darauf habe, mir eine Infektion einzufangen.â Immunologin Prof. Christine Falk Nicht nur europĂ€ische KinderkrankenhĂ€user haben ihre KapazitĂ€tsgrenzen erreicht oder ĂŒberschritten, sondern auch die US KrankenhĂ€user, wo aktuell drei Viertel aller Betten in KinderkrankenhĂ€usern inzwischen belegt sind. Die einzige vergleichbare Masseneinweisung von Kindern in dieser Grössenordnung fand im Januar letzten Jahres statt, als die vermeintlich âmildeâ Omicron-Variante tĂ€glich durchschnittlich 914 Kinder ins Krankenhaus brachte und allein in besagtem Monat ĂŒber 200 Kinder tötete. Insgesamt gehören Erreger der Atemwege zu den schlimmsten Todesursachen der Welt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt fest, dass es sich bei ihnen um die höchste globale Belastung handelt, gemessen an den durch Tod oder Behinderung verlorenen Jahren. Weitere Artikel: 23.10.2020: Schulen und Kitas spielen doch eine gewichtige Rolle im Corona-Geschehen 14.12.2020: Neue Studie - "Schulen sind keine Insel der Seligen. Wenn man sie nicht schliesst, geht man ein erhebliches Risiko ein.â 15.12.2020: AchtjĂ€hriges MĂ€dchen in Bayern stirbt an Covid-19 19.01.2021: Schweiz - Skigebiete und Schulen sind Hotspots - gehandelt wird nur mĂ€ssig 18.04.2021: Die Pandemie sucht immer jĂŒngere Opfer â wir dĂŒrfen das nicht laufen lassen 20.04.2021: DE: "Wenn der Grenzwert in der Gesellschaft bei 100 liegt, hat er gefĂ€lligst in der Schule auch bei 100 zu liegen." 07.05.2021: Covid-19: Zentrale Rolle von Kindern und Jugendlichen erneut bestĂ€tigt - worauf warten wir? 08.06.2021: Covid-19: In Grossbritannien steigen die Corona-Zahlen wieder an - Schulen zeigen sich erneut als Treiber 23.07.2021: Long-Covid bei Kinder 05.08.2021: Schulen und der Schutz vor Corona: HeiĂe Luft statt sauberer Luft 24.08.2021: In den Schulen nehmen die Corona-Infektionen europaweit weiter rasch z 29.08.2021: Covid-19: Zentrale Rolle von Kindern und Jugendlichen 02.09.2021: Das Virus trifft vor allem Ungeimpfte und damit auch Kinder unter 12 22.09.2021: CH: Covid-19 - Elternorganisationen fordern adĂ€quate Massnahmen in Schulen 24.09.2021: PĂ€diatrie Schweiz will Kinder unter 12 nicht schĂŒtzen 26.10.2021: Kinder schĂŒtzen â jetzt! Appell, jetzt Schutzmassnahmen fĂŒr die Kinder zu erlassen 11.11.2021: Schulen kurz vor Kontrollverlust - Das Corona-Virus breitet sich an Schulen zurzeit fast dreimal stĂ€rker aus als beim letzten Höhepunkt 15.11.2021: Kanton Solothurn: Corona in der Primarschule Rekonstruktion eines unkontrollierten Corona-Ausbruchs 17.11.201: Wiederaufnahme der Corona-Pooltests in den öffentlichen Schulen des Kantons Bern 18.11.2021: AT: 15 Monate altes MĂ€dchen mit Covid-19 auf Intensivstation 18.11.2021: CH: Covid-19 Impfstoffe fĂŒr Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren: Moderna reicht Gesuch fĂŒr Indikationserweiterung ein 24.11.2021: Ăsterreich will Schulen schliessen - die Schweiz schaut lieber noch zu 18.01.2022: Omikron: Immer mehr SĂ€uglinge in Kliniken, steigende Hospitalisierungen, Rekordzahlen bei TodesfĂ€llen Studienergebnisse zum Krankheitsverlauf bei Omikron Aus bislang acht LĂ€ndern liegen elf Studienergebnisse - die Mehrzahl noch im Peer-Review-Verfahren - mit realen Daten (real-world data) ĂŒber den Krankheitsverlauf bei der Omikron-Variante vor. Im Vergleich zur Delta-Variante liegt die Hospitalisierungsrate in diesen LĂ€ndern um mehr als die HĂ€lfe niedriger, das Risiko fĂŒr Intensivaufenthalte und Beatmung ist rund 80% geringer und der Anteil asymptomatischer VerlĂ€ufe 7 bis 12 mal höher: Australien DĂ€nemark England Kanada Norwegen Schottland SĂŒdafrika + Studien zu den asymptomatischen VerlĂ€ufen USA Infografik: Fallzahlen, Hospitalisierungs- und Sterblichkeitsraten von fĂŒnf LĂ€ndern Quellen: The Guardian: âUp to 100 UK children a week hospitalised with rare post-Covid diseaseâ Medicine National Institute âPaediatric Inflammatory Multisystem Syndrome: Temporally Associated with SARS-CoV-2 (PIMS-TS): Cardiac Features, Management and Short-Term Outcomes at a UK Tertiary Paediatric Hospitalâ Lancet: âHyperinflammatory shock in children during COVID-19 pandemic Li, Honggang et al.: Impaired spermatogenesis in COVID-19 patients. (Eclinical Medicine, 2020) Sudre, Carole H. et al.: Attributes and predictors of Long-COVID: analysis of COVID cases and their symptoms collected by the Covid Symptoms Study App (medRxiv, 2020) Lewis: Long COVID and kids: scientists race to find answers, nature Huang, Chaolin et al.: 6-month consequences of COVID-19 in patients discharged from hospital: a cohort study (Lancet, 2021) Hickie, Ian et al.: Post-infective and chronic fatigue syndromes precipitated by viral and non-viral pathogens: prospective cohort study (BMJ, 2020) Buonsenso: Preliminary evidence on long COVID in children, Acta Paediatrica Varatharaj, Aravinthan et al.: Neurological and neuropsychiatric complications of COVID-19 in 153 patients: a UK-wide surveillance study (The Lancet Psychiatry, 2020) Radtke et.al: Long-term Symptoms After SARS-CoV-2 Infection in Children and Adolescents, JAMA Taquet, Maxime et al.: Bidirectional associations between COVID-19 and psychiatric disorder: retrospective cohort studies of 62 354 COVID-19 cases in the USA Dennis, Andrea et al.: Multi-organ impairment in low-risk individuals with long COVID (medRxiv, 2020) Barker-Davies, Robert M. et al.: The Stanford Hall consensus statement for post-COVID-19 rehabilitation (British Journal of Sports Medicine, 2020) Puntmann, Valentina O. et al.: Outcomes of Cardiovascular Magnetic Resonance Imaging in Patients Recently Recovered From Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) (JAMA Cardiology, 2020)