DiscogsDienstag: The Indie Scene 77 – 86 | The Story Of British Independent Music
Dieser Artikel sollte ursprünglich ein Video werden, denn ich sehe in letzter Zeit häufiger kurze und lange Videos, in denen Tonträger in die Kamera gehalten werden. Allerdings fehlen mir dafür Erfahrung, Equipment und Mut. Ein weiterer Nachteil ist, dass ich aus urheberrechtlichen Beschränkungen keine Musik anspielen könnte. Also war die nächste Idee, ein GothDiscoInferno-Special zu machen, in dem ich über die Musik spreche und einige Lieder spiele. Allerdings fehlen mir dafür Erfahrung, Equipment und Mut. Also nutze ich den Dienstag, um über die Sampler Serie „The Indie Scene 77 – 86 | The Story Of British Independent Music“ zu schreiben, schließlich ist sie auch Teil meiner Sammlung.
Die Sampler habe sich zum Teil seit 35 Jahren und die letzten fehlenden Teile habe ich erst kürzlich ergänzt, Discogs sei Dank. Die Serie beschreibt auf zehn CDs die Geschichte der britischen Independent-Musik von 1977 bis 1986 und damit den Weg vom Punk über Post-Punk zu den unterschiedlichen Entwicklungen. Los geht’s:
Es beginnt wie gesagt 1977, als der Punk-Rock dominierte und die britische Jugend zur „No Future“-Gereration machte. Ein Jahr zuvor hatten die Sex Pistols die Bühne betreten und viele junge Fans inspiriert, ebenfalls eine Punk-Band zu gründen. Ein prominentes Beispiel waren Bernhard Sumner und Peter Hook, die auf einen Konzert von Johnny Rotten und Co. beschlossen, auch Musik zu machen, was schlussendlich zu Joy Division und New Order führte (und noch weiteren Nebenprojekten). Auch andere bekannte Namen sind auf dem ersten Sampler zu finden, wenn auch noch nicht mit ihrer endgültigen Band, wie z. B. Joe Strummer, der vor The Clash bei The 101ers spielte und sang. Die erste Single Keys To My Heart wurde 1976 veröffentlicht, als Strummer bereits The Clash gegründet hatte.
Weitere bekannte Namen sind Buzzcocks und The Stranglers, die beide erfolgreich den Post-Punk mitgestalteten und heute noch/wieder aktiv sind. Aus den USA kamen Bands wie die Ramones, The Heartbreakers mit Johnny Thunders (ex-New York Dolls) und Dead Boys mit Stiv Bators, der später The Lords Of The New Church gründete, auf die Insel. Interessant sind auch zwei Bands, die später andere musikalische Wege einschlugen, Johnny And The Self Abusers, die eine Single (Saints And Sinners) herausbrachten und dann zu Simple Minds wurden, und Tubeway Army, die zwar ihren Namen behielten, aber bald nach ihrem Punk-Debüt That’s Too Bad die Gitarren in Synthesizer eintauschten und Pioniere von New Wave und Synthie-Pop wurden.
Auf dem 78er-Sampler stechen für mich zwei Songs ganz klar heraus, weil sie zu den ersten Post-Punk-Klassikern gehörten: Teenage Kicks von The Undertones und Ever Fallen In Love von Buzzcocks. Hohe Bekanntheit hat auch das Lied Warm Leatherette von The Normal, hinter dem Daniel Miller stand, der Gründer des Indie-Labels Mute Records, das bis 2002 „independent“ blieb und von dem zahlreiche weitere Bands im Verlauf dieser Sampler-Reihe zu hören sind.
Hier gibt es noch Joy Division mit Glass, das 1978 auf einem Factory Sampler veröffentlicht wurde, The Stranglers mit ihrer fünten Single 5 Minutes und Tubeway Army mit Bombers, ihrer auch noch punkigen zweiten Single, die schon den Numan-typischen Gesang hat. Mit The Fall, Lene Lovich und Teardrop Explodes sind auch noch weitere bekanntere Künstler dabei.
1979 war ein Jahr, das zumindest auf diesem Sampler sehr facettenreich war. Wir erleben Punk mit The Damned (Love Song), Post-Punk mit Joy Division (Novelty, B-Seite von Transmission) und The Teardrop Explodes, Synthwave mit Fad Gadget (Back To Nature) und Tubeway Army (Are ‚Friends‘ Electric?) sowie Ska/2-Tone mit Madness, The Beat und The Selecter. Auch Songs mit Funk-Elementen sind dabei, wie von The Regrets (7 Teen) und The Passions (Hunted).
Herausragend sind noch Cabaret Voltaire mit Nag Nag Nag und The Go-Betweens, die aus Australien kommend die britische Indie-Szene mit ihrem melodisch-poppigen Post-Punk bereicherten.
„Punk Is Dead“ scheint das Jahresfazit zu lauten, denn bis auf The Damned entwickelten alle Bands neue Spielarten, sei es melodisch, düster, elektronisch oder poppig. Es ist interessant, diese Transformation der Musik zu erleben.
The Indie Scene 80 kassiert mein Vorjahresfazit gleich wieder ein, denn es kamen die Dead Kennedys mit ihrer ersten Single Califonia Uber Alles in die britischen Indie-Charts und die sind ja definitiv noch Punk. Daneben sind einige Hochkaräter dabei, nämlich Echo & The Bunnymen (Pictures On My Wall), Joy Division (These Days, B-Seite von Love Will Tear Us Apart), Bauhaus (Dark Entries), Cabaret Voltaire, D.A.F. (Kebabträume), Fad Gadget (Ricky’s Hand) und The Fall (Totally Wired).
Einige Musiker kamen erst später zu Ruhm und Ehre wie Pete Burns, hier mit Nightmares In Wax und deren einzigen Single Birth Of A Nation vertreten, wurde mit Dead Or Alive erfolgreich. Bei den Q Tips sang ein gewisser Paul Young, der unter eigenem Namen und unter anderem auch einer Coverversion von Love Will Teart Us Apart zu einem der Pop-Stars der Achtziger wurde. Genau wie der Sänger von den Frantic Elevators, Mick Hucknall, später als Simply Red bekannt.
Eines meiner Highlights dieser Ausgabe ist Gathering Dust von Modern English, das 1983 auch von This Mortal Coil gecovert wurde. Und es bleibt die von Spizz Energi aufgeworfene Frage: Where’s Captain Kirk?
Wir machen einen Exkurs in die Gegenwart. Im Jahre 2022 brachte Netflix eine Serie über Wednesday Addams heraus. In Episode 4 wird eine Schulfeier (Raben-Tanz) gezeigt, auf der Jenna Ortega als Titelheldin zum Song Goo Goo Muck von The Cramps einen interessanten Tanz performte, zu dem sie u.a. Siouxsie Sioux, Lene Lovich und Archivmaterial von Goths in den Tanzclubs der 1980er-Jahre inspiriert hatten. Die Tanzszene ging bei TikTok viral, allerdings nicht mit der Originalmusik sondern mit einer Sped-Up-Version von Lady Gagas „Bloody Mary“. Goo Goo Muck bekam nach 41 Jahren trotzdem Beachtung, so stiegen z. B. die Streams alleine bei Spotify um 9.500%.
Zurück ins Jahr 1981. Damals kam ein großer Hit aus der Indie-Szene, nämlich It’s My Party von Dave Stewart & Barbara Gaskin. Die Single wurde Platz 1 in England und Platz 3 in Deutschland und Österreich. Mit diesem Erfolg kann kein anderes Lied auf dieser Compilation mithalten, trotzdem finden wir einige interessante Songs. Is Vic There? von Department S erreichte immerhin Platz 22 in den britischen Single-Charts. In der deutschen Wikipedia wird ohne Quelle erwähnt, dass dieses Lied als Vorlage für Kaltes Klares Wasser von Malaria! gedient hätte. Eine gewisse Ähnlichkeit konnte ich feststellen, aber keine weiteren Belege finden.
The Southern Death Cult ist mit Fatman vertreten. Die Gothic-Rock-Band um Sänger Ian Astbury ist vielleicht Rekordhalterin im Namenswechsel, denn die Nachfolgecombo nannt Astbury Death Cult, was kurz darauf auf The Cult verkürzt wurde. Angeblich, weil man mit dem „Death“ im Namen Probleme beim erwünschten Erfolg in den USA vermutete. The Southern Death Cult trat mit Bands wie Sex Gang Children, UK Decay und Bauhaus auf und trennte sich 1983.
The Birthday Party mit Nick Cave konnten mit ihrer Goth-Hymne Release The Bats nur die Indie-Charts stürmen, die Fledermäuse landeten dort auf Platz 3. Die Australier waren 1980 nach England gekommen. Im selben Jahr hatte Pete Burns Nightmares In Wax in Dead Or Alive umbenannt und als erste Single unter diesem Namen I’m Falling veröffentlicht. A Flock Of Seagulls debütierten mit (It’s Not Me) Talking und der auffälligen Frisur ihres Sängern Mike Score, musikalisch besticht das Wave-Gitarrenspiel des damals 19-jährigen Paul Reynolds, das er später noch perfektionierte. Die Virgin Prunes sind mit einem Song ihrer zweiten EP vertrete, In The Greylight.
1982 war laut Booklet-Text für die Indie-Labels eine schwere Zeit, denn die großen Plattenfirmen erkannten das Potential auch und begannen, ihre eigenen „Indie-Labels“ zu gründen. Natürlich mit mehr Budget und den damit verbundenen besseren Vertriebsmöglichkeiten und Radioeinsätzen. Dennoch brachte das Jahr einige brilliante Indie-Produktionen hervor, wie Night & Day von Everything But The Girl, eine Coverversion der Cole Porter-Ballade (1932), das immerhin in den UK-Single-Charts auf Platz 92 kam. In den Indie-Charts auf Platz 1 landete New Order mit Temptation, das außerdem in den UK-Single-Charts auf Platz 29 stieg. Saturday Night Special, die fünfte Single von Fad Gadget, kam dagegen nur in den Indie-Charts aus Platz 22.
Aus den USA kamen Wall Of Voodoo mit ihrer Single On Interstate 15. Sie bereicherten die Szene mit ihrem Cowpunk, einem Post-Punk mit Country-Elementen und waren damit vielleicht auch Inspiration für Fields Of The Nephilim. Ihr Sänger Stan Ridgeway verließ die Band 1983 und startete eine Solo-Karriere, die 1986 mit dem Hit Camouflage ihren Höhepnkt erreichte.
Stiv Bators (The Dead Boys) hatte 1981 mit ehemaligen Mitgliedern von u. a. The Damned und Sham 69 die Supergroup The Lords Of The New Church gegründet. Mit Open Your Eyes veröffentlichten sie ihre zweite Single, die Platz 27 in den US-Billboard-Charts erreichte sowie Platz 7 in den UK-Indie-Charts. The Lords Of The New Church vereinten in ihren Songs Punk, Post-Punk, Garage- und Gothic-Rock und haben bis zur ihrer Trennung 1989 noch einige weitere Szene-Klassiker geschaffen.
Aprospos „Szene-Klassiker“, der Pagan Lovesong von Virgin Prunes fällt auch in diese Kategorie und der bekannteste Song der Toy Dolls, Nellie The Elephant, die vielleicht den Fun-Punk erfunden haben. Das Lied ist übrigens eine Coverversion eine Kinderliedes aus dem Jahr 1956.
1983 wurde die Indie-Szene von einer Maxi-Single überstrahlt, die bis heute die erfolgreichste 12-Inch aller Zeiten ist: Blue Monday von New Order. Dabei hat ist die Plattenfirma Factory Records fast bankrott gegangen, weil das Cover in Form einer Floppy-Disk ausgeschnitten war, was sehr kostspielig war. In den Indie-Charts belegte Blue Monday natürlich den 1. Platz, in den UK-Single-Charts Platz 9. Ein weiterer Chartstürmer in diesem Jahr war Everything Counts von Depeche Mode, das in den UK-Single-Charts sogar auf Platz 6 kam, in Deutschland auf 23. Der ehemalige Depeche Mode-Mastermind Vince Clarke war gleich mit zwei Bands vertreten, Yazoo (Nobody’s Diary aus der Feder von Alison Moyet) und The Assembly (Never Never), seinem kurzlebigen Projekt mit Feargal Sharkey, dem ehemaligen Sänger von The Undertones. Nobody’s Diary schaffte Platz 3 in den UK-Single-Charts (Deutschland 18), Never Never lag jeweils einen Platz dahinter.
Außerdem erwähnenswert finde ich das A-Capella-Stück It’s A Fine Day von Jane, einem One-Hit-Wonder. Das Lied wurde auch gecovert und remixed, das Original besteht aber wirklich nur aus der Stimme von Jane Lancaster, die ansonsten nicht musikalisch tätig war. Wall Of Voodoo hatten mit Mexican Radio ihren größten Hit, der ihnen auch den Status „One-Hit-Wonder“ einbrachte, weil er als einzige ihrer Singles in die US-Top100 kam.
Great Expectations war die zweite Single von New Model Army, die als eine der wenigen Bands ihre Karriere bis heute fortgesetzt haben. Für The Birthday Party war dagegen kurz nach Veröffentlichung der EP The Bad Seed mit dem Song Sonny’s Burning Schluss, Nick Cave gründete u. a. mit Blixa Bargeld (Einstürzende Neubauten) Nick Cave And The Bad Seeds, andere Birthday Party-Mitglieder schufen Crime & The City Solution und These Immortal Souls.
New Model Army schafften es 1984 mit ihrer dritten Single The Price auf Platz 1 der UK-Indie-Charts und 98 der UK-Single-Charts. Nick Cave war 1983 nach West-Berlin und coverte 1984 In The Ghetto von Elvis Presley. Ob die Songauswahl mit seinem Wohnortwechsel zusammenhing? Sandy Shaw, die 1967 mit Puppet On A String den Grand Prix Eurovision de la Chanson gewann und ihre Karriere eigentlich 1969 beendete, coverte Hand In Glove von The Smiths.
Anne Clark schuf mit ihrer ersten Singleauskopplung Our Darkness in dem Jahr ebenso einen Synthie-Pop-Klassiker wie Depeche Mode mit Master & Servant. Mit ihrer zweiten Single Spiritwalker (aus dem Debütalbum Dreamtime) schafften The Cult einen Klassiker des Gothic-Rock.
Ansonsten finden sich auf diesem Sampler unbekanntere Bands, z. B. die Folk-Punk-Band The Man They Could’t Hang mit The Green Fields of France (No Mans Land), einer Coverversion eines Anti-Kriegs-Liedes aus dem Jahr 1976 von Eric Bogle, der auch den bekannten Folksong And the Band Played Waltzing Matilda geschrieben hat, der u. a. von Joan Baez, The Dubliners und The Pogues gespielt wurde. Ein bekannter Name findet sich allerdings auch noch in einer der Bands, Float Up CP war eine der Bands in der Neneh Cherry sang, bevor sie ihre erfolgreiche Solo-Karriere startete. Leider ist der Song Joy’s Adress nur bei YouTube verfügbar. Der Song vereint Post-Punk mit Ska-, Jazz- und Soul-Elementen.
Die Indie-Szene im Jahr 1985 brachte einige meiner Lieblingslieder hervor, die damals in meiner Stammdisco (Baumgarten, Bistensee) regelmäßig gespielt wurden. Love And Rockets (Bauhaus ohne Peter Murphy) waren mit ihrer Coverversion von Ball Of Confusion (The Temptations) genauso dabei wie The Fall mit Cruiser’s Creek, Billy Bragg mit A New England und The Woodentops mit It Will Come. Hach, diese Erinnerungen.
Und auch The Man They Couldn’t Hang sind wieder dabei mit Ironmasters, diesmal eine Eigenkomposition, sowie Sonic Youth feat. Lydia Lunch mit Death Valley ’69, einem Song über Charles Manson, und Johnny Thunders & Patti PaladiKittie Whiten mit der Coverversion Crawfish, im Original von Elvis Presley und Kittie White.
Im Jahre 1986 endet unsere Reise durch die britische Independent-Musik, nicht ohne noch ein paar Highlights zu liefern. Pulp ist eine Band, die viele mit der Brit-Pop-Ära in Verbindung bringen, tatsächlich wurde sie schon 1978 von dem damals 15-jährigen Jarvis Cocker und Peter Dalton gegründet. Übrigens war auch Simon Hinkler Mitglied bei Pulp, bevor er bei The Mission einstieg. Das war allerdings vor der Single Little Girl (With Blue Eyes).
Billy Bragg wird nochmal berücksichtigt, mit seinem wunderschönen Song Levi Stubbs‘ Tears und auch Vince Clarke mit Sometimes von Erasure. The Primitives mochte ich damals auch gerne, ich war sogar ein wenig in Sängerin Tracy Tracy verschossen. Das war Really Stupid, schließlich ist sie blond. 😉
All About Eve haben auch eine schöne weibliche Stimme zu bieten, Julianne Regan, die vorher Bassisten von Gene Loves Jezebel, Backgroundsängrin bei The Mission und auch mal mit der ehemaligen Schlagzeugerin von Xmal Deutschland, Manuela Zwingmann, in einer Band namens The Swarm war. Zusammen mit Tim Bricheno, der später zu The Sisters Of Mercy ging, gründete sie All About Eve. In The Clouds heißt ihr Beitrag auf dieser Compilation.
Abschließend möchte ich noch Lee Remick von The Go-Betweens erwähnen, ein Re-Release ihrer ersten Single aus dem Jahr 1978 und Velveteen eine tolle Ballade der Gothic-Rock-Band The Rose Of Avalanche, die zu der Zeit Vorgruppe von The Mission waren und sich 2019 nach 27 Jahren Pause wieder zusammenfanden und 2026 in GB touren.
Ich hoffe, dass dieser längere DiscogsDienstag interessant war, ich habe natürlich meine persönliche Brille aufgehabt, es waren noch viel mehr Bands und Lieder dabei, als ich hier erwähnt habe. In den Überschriften sind die Discogs-Seiten der CDs verlinkt, dort sind die vollständigen Tracklisten nachzulesen.
Und falls die Frage aufkommt, warum einige wichtige Bands nicht vorkommen wie The Cure, Siouxsie And The Banshees oder The Sisters of Mercy, das liegt daran, dass die bei Major-Labels untergekommen sind. The Cure waren bei Fiction Records, einem Sub-Label von Polydor, Siouxsie And The Banshees wurden gleich von Polydor unter Vertrag genommen und Mercyful Release von The Sisters Of Mercy wurde zwar von Andrew Eldritch gegründet, aber 1984 von WEA übernommen. Hier hätten zumindest die ersten Singles berücksichtigt werden können, aber ich habe die Compilations schließlich nicht zusammengestellt. 😉
#Compilation #DarkWave #Discogs #DiscogsDienstag #GothRock #IndiePop #PostPunk #Punk #Sampler








