Die Antifa-News 01/2026 sind da.
Die News sind das Recherche-Ergebnis aus unserem Hartmut-Meyer-Archiv in Köln. Sie entstehen aus einer regelmäßigen Auswertung extrem rechter Publikationen. Alle 2 Wochen in Kurzform hier und als „hma-meldungen“ auf unserer Website.

#VVNBdA #AntifaNews #Compact #Magdeburg #Winterakademie #Schnellroda #GötzKubitschek #BjörnHöcke #KenJebsen #DieterDehm #MarkusKrall

https://vvn-bda.de/hma-meldungen-01-2026/

Von Brandmauern und Friedensbewegten ohne moralischen Kompass

Am 18. April fand in Dresden erneut eine rechte Demonstration statt, welche man durchaus als konsequente Querfront bezeichnen kann. Während nicht unerhebliche Teile der CDU eine Normalisierung der faschistischen AfD forcieren und die Brandmauer immer weiter unterminieren, wurde diese in Dresden mit Anlauf und Ansage eingerissen. Mal wieder.

So versammelten sich am Karfreitag zirka 3.000 Friedensbewegte fast aller Spektren und Sphären zu einer selbsternannten Friedensprozession. Unter dem Motto „Frieden kennt keine Brandmauern“ lud eine nur schwer verdauliche Melange aus Querdenker*innen, Putinfans, kruden Antiimperialist*innen, Antisemit*innen und anderen rechtsdrehenden Realitätsverweiger*innen auf den Postplatz. Unter ihnen Dieter Dehm, Jürgen Fliege und Marcus Fuchs. Der gemeinsame Aufruf endete mit den Worten: „Nie wieder Antisemitismus! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Kommt nach Dresden! Bitte!“

Wie viel von diesem Motto zu halten war und welche Absicht die Veranstalter*innen wirklich hatten, zeigte sich sowohl auf, als auch vor der Bühne, die von Kilian Forster von den Dresdner Jazztagen tatkräftig unterstützt wurde. Neben regressiv-pastoralen Tönen von Jürgen Fliege und Videoeinspielern von diversen Friedensikonen, die sich nicht mehr dagegen wehren konnten, kamen zum Beispiel auch Justus Frantz, Eugen Drewermann, Uwe Steimle, Dieter Hallervorden, Christian Klar und Ulrike Guérot zu Wort. Musikalische Beiträge gab es unter anderem vom Putin-Fan Toni Eisbrenner.
Wem die Namen nichts sagen, kein Problem. Dem werden wir jetzt Abhilfe schaffen. Ganz kurz, versprochen.

Jürgen Fliege war einst öffentlich-rechtlicher, evangelischer Talkshowpastor, der schon früh Kritik auf sich zog, da er für die Scientology-Sekte und andere esoterische Scharlatanerie warb. Seit spätestens 2020 trat und tritt er immer wieder auf Querdenken- und Querfrontveranstaltungen auf. Zudem ist er Mitglied der Partei Die Basis.

Justus Frantz ist ein deutscher Pianist und Dirigent, welcher 2014 die Annexion der Krim durch Russland rechtfertigte und sich selbst als Putin-Versteher bezeichnet.

Eugen Drewermann, Psychoanalytiker, Theologe und suspendierter katholischer Priester, ist Erstunterzeichner des „Neuen Krefelder Appells“, in welchem auf den antisemitischen Verschwörungsmythos vom „Great Reset“ zurückgegriffen wird, um sich die komplexe Weltlage möglichst simpel zu erklären.

Ulrike Guérot, ihres Zeichens Politikwissenschaftlerin, Putin-Versteherin und Ikone der Querdenkenbewegung, sagte: „Ich bin nicht rechts, ich bin nicht radikal und ich bin keine Schwurblerin, weil das niemand hier ist…“ Sie forderte auf der Bühne, man müsse die „einseitige Kriegsverantwortung in der Ukraine zurückweisen und gezielt verbreitete Russophobie beenden“.

Zu Uwe Steimle, den man juristisch einwandfrei einen antisemitischen Jammerossi nennen darf, wurde an anderen Stellen schon mehr als genug gesagt.

Der große Überraschungsgast, Dieter Hallervorden, bewies erneut, dass er nur noch Honig im Kopf hat. Er versuchte sich mit schiefen historischen Vergleichen für den Frieden stark zu machen, wobei auch er lediglich Putin zur Seite sprang. Natürlich durfte auch seine einseitige und verkürzte Kritik an Israel nicht fehlen.

Christian Klar, mehrfach vorbestrafter Neonazi aus dem thüringischen Gera, der zum diesjährigen Neonazitrauermarsch im Februar prominent als Kranzträger fungierte, komplettierte dann die neuerliche Querfront zu Dresden.

Und als ob das alles nicht schon gruselig genug wäre, stimmte Dieter Dehm seine eigene Version des „Lied der Deutschen“ an, wobei es förmlich zu spüren war, wie wichtig es ihm war, vollen Herzens „Deutschland, Deutschland über alles“ über den Postplatz zu schmettern, obwohl es nicht erlaubt sei. Was natürlich Quatsch ist. Dehm, im Selbstverständnis Linker, freut sich auf einer Querfrontveranstaltung nur konsequenter Weise darüber, auch die Faschisten Jörg Urban und Tino Chrupalla im Publikum begrüßen zu dürfen und solidarisierte sich auch gleich noch mit der rechten Verlegerin Susanne Dagen.

Was alle Menschen auf der Bühne zu einen schien, war, dass man keinerlei Kritik an Russlands Angriffskrieg hat, im Gegenteil. Schuld haben alle anderen, nur nicht Putin. Auch im Antisemitismus und der Dämonisierung Israels war man sich auf der Bühne offenbar einig.

So verwundert es dann auch nicht, wer und was sich da vor der Bühne und auf dem Marsch wiederfand. Parteidelegationen schickten die BüSo’s, das BSW und Die Basis. Die Freien Sachsen präsentierten sich mit einem Infostand auf dem Postplatz. Die AfD war mit Transparenten der Stadtratsfraktion und der des Landtages anwesend und marschierte mit. Im Gleichschritt u.a. mit den Jungen Nationalisten/ Elblandrevolte. Ebenfalls anwesend waren Jörg Urban, Vorsitzender der AfD Sachsen und Mitglied des sächsischen Landtags, und Matthias Rentzsch, Mitglied der AfD-Bundestagsfraktion für den Wahlkreis Dresden II – Bautzen II. An bekannten und bekennenden extrem Rechten wie Michael Brück, Chrisitian Klar und Stefan Trautmann lies man sich wieder nicht stören und auch nicht an der Teilnahme der Freien Sachsen und anderer offensichtlicher Neonazis.

Das Ganze hatte rein gar nichts mit „Nie wieder Antisemitismus! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ zu tun und sollte es auch nie. Wenn sich Verschwörungsgläubige, Antisemit*innen und Neonazis treffen, geht es immer darum sich gegenseitig selbst zu bestätigen und um das Erringen von Deutungshoheit und Hegemonie. Das Motto galt einzig und allein der Selbstimmunisierung gegenüber Kritik und der weiteren Normalisierung rechter und antisemitischer Narrative.

#AfD #ChristianKlar #DieterDehm #DieterHallervorden #Elblandrevolte #EugenDrewermann #FreieSachsen #JörgUrban #JürgenFliege #JustusFrantz #MarcusFuchs #MatthiasRentzsch #MaxSchreiber #MichaelBrück #UlrikeGuérot #UweSteimle

"Das war eine sehr lohnenswerte Angelegenheit für Dieter #Dehm. Er hat die Texte für einige Gruppen geschrieben, sie produziert und sie verkauft. Das ging so weit, dass die meisten Bands, die zu Dehm gegangen sind, Lieder von ihm spielen mussten oder Verträge hatten, auf jeder LP Lieder von ihm aufzunehmen. BAP hatten so was nicht nötig. Aber andere haben seine Lieder gespielt, und er hat doppelt und dreifach kassiert."
Spannend 👇
https://www.anarchismus.at/kulturbewegung/anarchismus-und-kultur/6491-ein-gwr-interview-mit-pit-budde-zur-geschichte-von-cochise
#DieterDehm
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Ein GWR-Interview mit Pit Budde zur Geschichte von "Cochise" - www.anarchismus.at

Ein GWR-Interview mit Pit Budde zur Geschichte von "Cochise"

Woran Schröder mich erinnert

Fussballerisch im Hochspannungszustand. Wenn heute wieder eine SMS von Bettina Tull “Du brauchst nicht zu weinen” eintrifft, weiss ich: das Wochenende kann ich aus der Erinnerung streichen. Anders Gerhard Schröder. Der erinnert mich dieses Wochenende an Vieles. Anlass ein Interview, das von sog. Leitmedien dröhnend beschwiegen wird. Und von der Berliner Zeitung am Montagmorgen (23.10.) digital eingemauert wurde; wenn Sie durch die Mauer nicht durchkommen, kann ich helfen. Daran erkenne ich: auf Substanz kommt es denen nicht an. Der Kerl hat viele andere Meinungen als ich. Aber er ist kaum dümmer geworden, als er als Bundeskanzler (und Juso-Vorstzender 1978-80) schon war. Olaf Scholz weiss das ganz genau. Vielleicht ist mein Schröder-Verhältnis davon begünstigt, dass ich ihn immer aus der Distanz beobachtete: von wem ich wenig erwartete, der konnte mich – so wenig wie der Asylrechtsabräumer der 90er Oskar Lafontaine – auch nicht enttäuschen.

Heute ist der 40. Jahrestag der grössten Massendemonstration, die die West-BRD jemals gesehen hat. Ich war Backstage im Hofgarten dabei, als Vertreter der Vereinigten Deutschen Studentenschaften (VDS) im Koordinierungsausschuss (KA) der Friedensbewegung. Der DLF widmete dem heute immerhin sein “Kalenderblatt” (Audio 5 min.), dank Programmdirektorin Teichmann, die sich damit vor 3-4 Zeitungsverlagsmilliardärsfamilien auf den Rücken legt, nicht mehr lesbar, sondern nur hörbar. Wer den Sender unter diesen Umständen gegen diese Milliardär*inn*e*n verteidigen soll, ist Frau Teichmann vielleicht egal, weil sie nur wenig jünger als ich ist, also nah an der Rente.

Wie kommichdrauf? Ich war dabei. Habe das u.a. mit Andreas Zumach, und etlichen, die schon tot sind, mitorganisiert. Ich bin stolz darauf, und bereue bis heute nichts. Im Gegenteil.

Gerhard Schröder hatte damals den Juso-Vorsitz bereits abgegeben, und war über den Wahlkreis “Hannover-Land” in den Bundestag eingezogen. Die beste Analyse dieser merkwürdigen Stadt hat vor einigen Jahren Lutz Hachmeister geliefert, als Film und Buch.

Zuvor hatte Schröder die Jusos befriedet und zu seinem eigenen Karrieresprungbrett zugerichtet. Respekt, dafür war einige Intelligenz erforderlich. Der Schlingel bezeichnete sich und seine Fusstruppen als “Antirevisionisten”. Sie gaben sich damit noch linker als die verrufenen Stamokaps, denen sich der Hamburger Olaf Scholz anschliessen musste, um überhaupt (Macht-)Land zu gewinnen.

Jusos links überholt

Bei uns Jungdemokraten gab es seinerzeit einen parallelen Konflikt, der aber andersrum ausging. Schröder profitierte davon, dass niemand Geringeres als Egon Bahr persönlich (damals SPD-Bundesgeschäftsführer) seinen Juso-Vorgänger Benneter (“Stamokap”) feuerte, weil der zusammen mit Kommunist*inn*en im Hofgarten für Frieden und Abrüstung demonstrieren wollte. Wir Jungdemokraten waren anders als die Jusos keine Partei(unter)Gliederung, sondern ein selbstständiger Verband. Wir entschieden in Bingen 1977 mit knappster Mehrheit: wir machen da mit, weil es richtig ist. Und überholten so die Jusos links, und das auf Dauer. Unsere Bundesvorstandsmitglieder Hanspeter Knirsch und Michael Kleff, damals im Team “Vorsicht”, traten zurück.

Noch im November 1976 hatten wir alle zusammen gegen die DDR-Ausbürgerung Wolf Biermanns demonstriert. Sogar Dieter Dehm (auch eines Tages in Hannover gelandet) hat dabei mitgemacht. Ich war gerade mal einen Monat in Bonn angekommen, zum Zivildienst. Die Demo von vielen hundert Leuten sammelte sich an der Diplomatenrennbahn am Vorwärts-Verlagsgebäude (ja, sowas gab es damals) und marschierte dann auf der B9 zur Ständigen Vertretung der DDR. Der gegenüberliegende Bahndamm diente als Bühne für die Redner. Das war, neben Michael Kleff von uns, Otmar Schreiner für die Jusos. Nur mit einem Megafon bewaffnet redeten sie die Demo warm und heiss. Die anschliessende Nacht wurde lang. Unsere sehr attraktive Stadtschülersprecherin aus Mülheim/Ruhr war dabei, aber an Details kann ich mich nicht mehr erinnern (vielleicht “Die Kerze” in der Königstrasse? gibts auch nicht mehr).

Stabil geblieben – bis heute

Beide Demoredner blieben in ihrem folgenden Lebenslauf auf sensationelle Weise politisch stabil. Michael Kleff wurde von den meisten Leuten, die damals gegen ihn stimmten, rechts überholt. Die prominenteste Figur, die damals dabei war, heisst Wolfgang Kubicki. Otmar Schreiner kandidierte als vorgeblicher Juso-“Rechter” (“Reformsozialisten”) sowohl gegen den später abgesetzten Benneter als auch gegen Schröder vergeblich um den Juso-Vorsitz. Und jetzt, meine Güte, ist der tapfere, solidarische, kämpferische Kerl schon über zehn Jahre tot.

Legen Sie seinen Lebenslauf mal neben den Schröders. Welch ein Verlust für die Linke, und für die deutsche Demokratie. Wenigstens Michael Kleff hat noch ähnlich fiese Erkrankungen überlebt. Diese Lebensläufe sind jede politische Erinnerung wert.

Und was bedeutet es, dass wir nicht nur bis heute politische (!) Freunde geblieben sind, und unsere Organisationen in diesen sehr hitzigen Kontroversen nicht gespalten haben? Lag es daran, dass es nur Festnetztelefon und Schreibmaschine (immerhin schon elektrische, auch solche mit Kugelkopf) gab? Gezwungenermassen ging also jeder Äusserung eine vielfache Zeit zum Denken voraus. Das hatte auch Vorteile.

Woran Schröder mich erinnert

Fussballerisch im Hochspannungszustand. Wenn heute wieder eine SMS von Bettina Tull Du brauchst nicht zu weinen eintrifft, weiss ich: das Wochenende kann ich aus der Erinnerung streichen. Anders Gerhard Schröder. Der erinnert mich dieses Wochenende an Vieles. Anlass ein Interview, das von sog.

Beueler-Extradienst
#DieterDehm behauptet dreist, #MarkusKrall wolle das allgemeine Wahlrecht gar nicht abschaffen, er wolle gar nicht, dass denen das Wahlrecht genommen wird, die Geld vom Staat erhalten und sei es durch eine Arbeit in einem subventioniertem Betrieb.
Krall erneuert diese Forderung.

Schwurbel-#Querfront #Dresden:
der neurechte Thomas "#DigitalerChronist" Grabinger, Michael "#CaptainFuture" Bründel, #KarstenHilse (#AfD), die #JungenNationalisten (Jugendtruppe der #NPD), #KRD (Fitzeks "Untertanen") #DieterDehm (Linke), #FreieSachsen, #CompactMagazin und jede Menge Öko-Schwurbel (sich als links bezeichnende Esos mit fest verschwoerungsideologischem Weltbild) ...

Paar Tausend, werden nicht mehr
Die werden auch in 10 Jahren "einfach dagegen" sein und rumlatschen.
#dd1706

@IsabVann2
Kennt jemand den Buchtitel "Was Politiker nicht sagen … weil es um Mehrheiten und nicht um Wahrheiten geht."? Mensch, wie hieß noch gleich der Autor...?
#GregorGysi #dieLinke #JanineWissler #MartinSchirdewan #SarahWagenknecht #SevimDagdelen #DietmarBartsch #AmiraMohamedAli #DieterDehm #KlausErnst
@stephie_hamburg

#DieterDehm spricht in #München vom "Nato-Krieg des Pentagons gegen Russland und China".

Dieser sei von ukrainischen SS-Killerbanden und dem Pentagon vorbereitet worden.

Nun würden diese mit Unterstützung von ARD und ZDF einen Krieg gegen China vorbereiten.

Er behauptet weiter, in Deutschland könne man zwischen fünf Parteifarben wählen, die vermischt eine grün-braune Soße ergeben.

#Muc1802

Kein Wort über mein aktuelles Lieblings-Shitstörmchen hier zu finden.
Nicht sicher, ob ich das gut oder schlecht finde. #dieterdehm #zoomgate