Am 15. Juni ist Einsendeschluss für das #CLCPKM Buchprojekt Call for Paper! Ich hab eben meinen Vorschlag eingereicht und damit begonnen, erste Stichworte für meinen Beitrag zu notieren:

https://johannes-starke.de/raeumliches-wissensmanagement-erste-ideen-und-stichwortsammlung-fuer-meinen-geplanten-clcpkm-beitrag/

Räumliches Wissensmanagement: Erste Ideen- und Stichwortsammlung für meinen geplanten #CLCPKM Beitrag

Am 15. Juni ist Einreichschluss für den Call for Papers zum CLC Buch „Persönliches Wissensmanagement“. Als Teil des Orga-Teams will ich mich natürlich vorbildlich verhalten und nicht (wie letztes Jahr ….) erst auf den allerletzten Drücker einreichen ;). Deshalb habe ich mich eben hingesetzt, bin meine bisherigen Ideen-Notizen durchgegangen, habe die meisten verworfen und bei einigen in mich hineingelauscht, ob sie mich reizen, im Sommer dazu einen ausführlicheren Beitrag zu schreiben.

Ein Thema kommt immer wieder, über meine gesamte Lernbiographie seit dem Studium, in meiner Diplomarbeit, meiner Freizeitgestaltung, meiner liebsten Art zu reisen, meinen Sehnsüchten und Vorstellungen zu besserem Lernen und solidarischerer Gesellschaft, meiner Art, mich zu organisieren und den Themen auf meiner Lern-Bucketlist:

Was hat der physische Raum, in dem ich als Mensch stehe und mich bewege, mit meinem persönlichen Wissensmanagement zu tun? Wie beeinflusst meine Umgebung mein Wissensmanagement? Wie kann ich den Raum um mich herum gezielt für mein Wissensmanagement nutzen?

Ein bisschen hat sich diese Idee vielleicht schon in meinem letzten #CLCPKM-Beitrag angedeutet, in dem ich ein paar Worte zu kippenden Bücherstapeln um mich herum schrieb. Kippende Bücherstapel sind nur eine Facette von vielen. Es gibt … öde Seminarräume, offene Lernräume und -küchen und belebte Hinterhöfe (wie gestern auf den Linken Buchtagen Berlin, die u. a. in der großartigen SFE und dem Mehringhof stattfanden), Gebäude und gebaute Architektur, die Straße und die Stadt, Trampelpfade und die Natur, Grenzen … . Während der Corona-Pandemie begannen wir damit, unseren Fokus auf manche dieser Lern- und Wissensräume zu verschieben, traditionelle Räume zu verlassen und neue Räume zu erkunden – und tendieren dazu, das damals aufgebaute Wissen jetzt wieder zu vergessen.

Außerdem ist diese Idee Ausdruck meiner zunehmenden Unlust, mich mit vorformatierten digitalen Räumen und digitalen „Tools“ zu beschäftigen (das war zu Beginn der Pandemie ganz anders, als ich nicht nur allein begann, die Natur um mich herum zu entdecken, sondern mich auch gemeinsam mit Mitlernenden in die bisher ungenutzten Möglichkeiten der digitalen Räume vertiefte … und auch dieses Weblog startete.)

Ist gerade alles noch schwammig, aber ich habe richtig Lust drauf, klarer zu werden – und mich in meinem Beitrag ganz vehement dafür einzusetzen, unsere räumliche Umwelt als wichtigen, prägenden und unser persönliches Wissensmanagement belebenden Faktor wertzuschätzen und zu gestalten!

Dazu hat mich auch mein Gespräch mit Johanna Brühl auf dem #CLCamp26 inspiriert, in der sie die „Lernende Stadt“ erwähnte. (Ich möchte mich aber nicht auf die Stadt beschränken, sondern z. B. auch das Zimmer einbeziehen … ja vielleicht sogar das Bett, wie es z. B. Georges Perec in „Träume von Räumen“ getan hat?)

Die Gespräche mit Johanna und das Wissen um ihr Engagement, ein Gespräch mit Katja Flinzner über ihre Nachbarschaft und ebenfalls ihr Engagement und meine aktuelle Lektüre von Luisa Neubauers „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ tun ihr übriges. Luisa Neubauer bezieht die Reflexion über die Räume, in denen sie sich gerade befindet (z. B. das Buchregal ihrer Großmutter oder die historischen Geographie Hamburgs), aktiv in ihr Wissensmanagement und in die Verarbeitung der Fakten der Klimaforschung mit ein.

Und ich zehre von den regelmäßigen Austauschen mit Peter Ueberfeldt zum Thema „Raum“ im Allgemeinen. Vor langer Zeit hatte ich dazu angefangen, eine Sammlung von verschiedenen Räumen anzulegen, um anschließend durchzudeklinieren, was diese mit Lernen zu tun haben könnten. Schon nach den ersten Schritten (ich war noch nicht über den „Schreibtisch“ hinausgekommen … das „Universum“ war unerreichbar weit weg) stellte ich fest, dass das viel viel mehr Zeit erfordert, als ich gerade aufwenden konnte. Seitdem liegt meine Erkundung auf Eis. Vielleicht werde ich mir diese Raum-Sammlung für meinen Beitrag noch einmal hervorholen und einige Teile davon auf mein Wissensmanagement anwenden?

Ein paar weitere Stichworte, die ich mir eben notiert habe:

  • Wie der physische Raum um mich herum meine Art prägt, mein Wissen zu organisieren und zu verändern … und welche Ebenen es gibt
  • Raum als Ressource für persönliches Wissensmanagement
  • Lernraum, Gebäude, Straße, Stadt, Natur und Grenzen als PKM
  • Welches Zusammenspiel zwischen gebauter Architektur und persönlichem Wissen besteht
    • Innenraum-/ Außenraumdesign und PKM
  • Was persönliches Wissensmanagement mit Körperlichkeit zu tun hat
  • Räumliche Barrieren im persönlichen Wissensmanagement
  • PKM und Theater
  • Bewegung durch Räume und PKM
  • Was Flanieren, Spazieren und Umherschweifen mit PKM zu tun haben
  • Rückzug in den physischen Raum und dessen Verteidigung und Abgrenzung als Maßnahme gegen digitale Ausbeutung durch die sog. „KI“
  • … wird fortgesetzt …

#CLCamp26 #CLCPKM
#TIL mit der App #MindNote kann man #Freeplane Dateien (.mm) auf dem iPhone aus Onedrive heraus öffnen. Der visuelle Modus macht da wenig Sinn, aber es gibt einen Outline-Modus und der funktioniert super 😎 #pkm #clcpkm
@gisiger @torb Sehr interessanter Ansatz … könnte mir tatsächlich vorstellen, dass das was für mich sein könnte. Danke fürs Teilen!
#clcpkm

Was für ein Buch soll entstehen?

Wir, die Corporate Learning Community, wollen ein praxisorientiertes Handbuch zusammenstellen, das zugleich eine Momentaufnahme aktueller Praktiken des Persönlichen Wissensmanagements (Personal Knowledge Management/ Personal Knowledge Mastery/ PKM) bietet. Wir wollen mit diesem Buch persönliche Erfahrungen und Routinen des Umgangs mit Informationen und […]

https://colearn.de/call-for-papers-buch-persoenliches-wissensmanagement/

Mein Persönliches Wissensmanagement? Schnell ein paar Bücher stapeln.

Schnelle Notiz: Heute haben sich Martina, Verena, Ines und ich getroffen und Ideen zum vor vier Wochen von Jochen Robes offiziell gestarteten Buchprojekt 2026 der Corporate Learning Community gesponnen (zu dem Projekt hatte ich schon in meinem #CLCamp26 Rückblick geschrieben, und zum #CLCBuch2025 verschiedentlich auch schon hier und dort).

Als Teilgruppe im größeren Team des diesjährigen Buchprojekts wollen wir Stimmen, Ideen und Bilder aus der Community zum Thema „Persönliches Wissensmanagement“ (Personal Knowledge Management, PKM) sammeln. Als Warmup, Austausch- und Ideenraum, digitales und analoges Rauschen und Vernetzungsimpulsfeuerwerk, das uns über die nächsten Monate begleitet. Wir wollen Fragen zum Thema vorschlagen und … als eine Art erweiterte Blogparade? (weiß nicht, ob das noch ein passender Begriff ist) … in einem Kanal zusammenführen, damit sich alle am Buch oder Thema Interessierten kontinuierlich austauschen und mit Impulsen zu diesem weiten Themenfeld inspirieren können, über das konzentrierte und meist individuelle Schreiben an den eigentlichen Buch-Beiträgen hinaus.

Bilder, einzelne Sätze, Sketchnotes, Sprachnachrichten … all das, was der Community einfällt, wird willkommen sein. Gesammelt über einen Hashtag, der noch gefunden werden muss (Update 22.5.: Wir haben ihn: #CLCPKM). Zusammengetragen über einen zentralen, kommunikationsfördernden Kanal. Und mit der Möglichkeit, die Einreichungen als Artefakte zur Gestaltung des Buches zu verwenden. (Beim letzten Buchprojekte über die Geschichte der CLC hatten wir ja Fotos aus 15 Jahre CLC im Archiv, die wir nutzen konnten. Diesmal ist das anders, deshalb sind wir auf Fotos, Zeichnungen oder Statements aus der Community angewiesen …) Ich bin dank unseres heutigen Termins sehr aufgeregt und lernlustig, was da alles kommen wird. (Kommt überhaupt etwas? Joachim hatte herausgefunden, dass es etwas ähnliches bereits beim ersten CLC-Buchprojekt im Jahr 2017 gab und damals auf große Resonanz stieß. Aber 2017 sah das Internet noch anders aus. Funktioniert so etwas heute noch, verteilt über die diversen Publikationskanäle hinweg, zusammengeführt z. B. in einer Signal-Gruppe … oder auch anders, wir werden sehen?)

Zumindest von uns wird schon in den nächsten Tagen was kommen. Ich mach mal einen kleinen, spontanen Aufschlag … weil eben ein Bücherstapel neben meinem Schreibtisch umgekippt ist, den ich gleich fotografiert habe:

Ich habe lange Zeit versucht, mir ein systematisches digitales Wissensmanagement anzulegen, in dem ich Notizen zu Büchern mache, die ich lese, in denen ich blättere oder zu denen ich bestimmte, noch unverifizierte Erwartungen habe. Einen Zettelkasten beispielsweise. Ich hatte andere Interessierte gefunden und mich zu Meetups verabredet. Ich hatte eine richtige Zettelkasten-Nerd-Community erschlossen. Und ich hatte lange gebraucht, um festzustellen, dass das für mich nicht funktioniert. Ich bin kein systematischer Notizenmacher, ich kann keinen Zettelkasten pflegen. Ich springe hin und her und möchte viel lieber weiterlesen oder ein anderes Buch lesen als mir zu viele Gedanken zur Struktur meiner Notizen zu machen. Stattdessen externalisiert sich meine Art, Bücher anzulesen und wieder wegzulegen, meine Lektüre zu planen oder zu wünschen, in kleinen physischen Türmchen (in denen auch viele kleine Zettel stecken, das sieht man auf dem Foto nicht.) Meine Bücherregale haben an allen Ecken und Enden kleine Bereiche, in denen sich gerade irgendwie aktuelle Bücher ansammeln … und irgendwann woanders hinwandern, weil sie eine andere aktuelle Relevanz erhalten haben. Neben mir auf dem Boden stapeln sich Bücher, die ich in den letzten Tagen in der Hand hielt, weil ich sie für irgendetwas brauchte, brauchen wollte oder weil sie einfach noch keinen Platz im Regal gefunden haben. Manchmal setze ich mich in meinen Sessel und mache Bestandsaufnahme, was mich da in letzter Zeit beschäftigte. Und oft entdecke ich dabei Bücher, mit denen ich mich vor langer Zeit gerne beschäftigt hätte, dann aber doch nicht die Zeit gefunden habe.

Ist das „Persönliches Wissensmanagement“? Ich vermute schon … aber mehr Gedanken zu chaotischen, wachsenden und emergenten Weisen des Wissensmanagements mache ich mir vielleicht in meinem Buchbeitrag? Oder auch nicht? Mal sehen, was mich reizt, wenn der Call for Papers draußen ist. Und welchen Einfluss das wohl auf schwankende Bücherstapel hat … ?

#CLCamp26 #CLCPKM #Zettelkasten