@skittles Danke für's Nachfragen. #Flossenbrüg wurde wohl erst 1995 mit dem Aufbau einer Gedenkstätte begonnen:
„In Flossenbürg beginnt 1995 der Aufbau einer Gedenkstätte, für die sich die Überlebenden vehement einsetzen. Das „vergessene KZ“ wird jetzt erst als europäischer Erinnerungsort wahrgenommen.“
https://www.gedenkstaette-flossenbuerg.de/de/geschichte/flossenbuerg
#BergenBelsen:
„Bereits in den Monaten nach der Befreiung errichteten ehemalige Häftlinge auf dem ehemaligen Lagergelände Orte des Gedenkens an die Verstorbenen: Im September 1945 entsteht ein hölzernes Mahnmal zum Gedenken an die jüdischen Opfer und im November 1945, initiiert von polnischen Überlebenden, ein großes Holzkreuz. Zwischen 1946 bis 1952 wurde ein Teil des früheren Lagergeländes zu einer Gedenkstätte mit Inschriftenwand und Obelisk gestaltet.
Es dauerte jedoch noch Jahre, bis am historischen Ort der Verbrechen in einer Ausstellung darüber informiert wurde. Dies geschah erstmals im Jahr 1966 und seit 2007 in einer umfassenden Dauerausstellung in einem neu errichteten Dokumentationszentrum.“
https://www.bergen-belsen.de/geschichte
Also acht Jahre nach der Einrichtung der Buchenwald-Gedenkstätte.
Diese Gedenkstätten waren wohl über Spendenbriefmarken von der DDR-Bevölkerung finanziert worden. Steht hier im Ostblog:
https://so-isser-der-ossi.de/2019/09/01/der-ossi-und-der-holocaust/#Briefmarken
„Es gab eine Reihe von Sondermarken, die in der Zeit von 1955–1964 herausgegeben wurden. Mit einem Aufschlag konnten sich die KäuferInnen am Aufbau und der Erhaltung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätten Buchenwald, Sachsenhausen und Ravensbrück beteiligen. Die gesamten Marken inklusive Auflagenhöhe sind ausführlich in Wikipedia dokumentiert: Aufbau und Erhaltung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätten. Laut dem Wikipediartikel zur Gedenkstätte Sachsenhausen sind allein 1955 2 Millionen Mark auf diese Weise gespendet worden. Zum Vergleich: Das Durchschnittseinkommen (brutto) betrug damals 432 Mark (Statistisches Jahrbuch der DDR, 1990, S. 52).“