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I know I've mentioned a few times how much I love Victoria Godard and her ever-growing collections of Nine Worlds novels and shorter stories.

I didn't realize she had released a new book in the Greenwing & Dart collection. It was delightful, as usual, and set me up to be excited about the new book that she will release later this month, Bubble & Squeak.

It's possible, even very likely, that I will be rereading that collection and immerse myself back in that world.

Comfort reads in these times of trouble are no small thing.

#VictoriaGoddard
#sff #MagpieReads #books #reading

Big books. Slightly maddening that they don’t have the same dimensions. #victoriagoddard #laysofthehearthfire #bookstodon #bookstadon
At the Feet of the Sun

Ein schnel­ler Rück­blick auf mei­ne Sci­ence-Fic­tion- und Fan­ta­sy-Lek­tü­re bzw. mei­nen dies­be­züg­li­chen Medi­en­kon­sum im Mai 2023. 

Auf dem Bild­schirm habe ich ein paar Seri­en ange­schaut – die drit­te Staf­fel von Picard (Prime) hat mir weit­ge­hend gut gefal­len, auch die Tat­sa­che, dass es einen umfas­sen­den Hand­lungs­bo­gen und trotz­dem in sich abge­schlos­se­ne Epi­so­den gab. Das eine oder ande­re war aller­dings ein biss­chen viel Fan­ser­vice. Mal schau­en, wie das am Schluss ange­teaser­te Spin-off des Spin-offs rund um Cap­tain Seven of Nine wer­den wird …

Die zwei­te Staf­fel von Car­ni­val Row (Prime) – die Serie spielt in einer zu Beginn der Indus­tria­li­sie­rung ste­hen­den Gesell­schaft, in der Men­schen und Fey zusam­men­le­ben – war bild­ge­wal­tig, mit der einer guten Mischung aus per­sön­li­chen Ent­wick­lungs­ge­schich­ten, poli­ti­schen Intri­gen und den gro­ßen The­men. Aller­dings war sie für mei­nen Geschmack etwas zu blu­tig und zu voll ent­täusch­ter Hoff­nun­gen; aber wie schon in der ers­ten Staf­fel: dafür mit einem durch­aus über­zeu­gen­den Ende. Eine Fort­set­zung soll es lei­der nicht geben, obwohl der Schluss dazu eigent­lich einlädt.

Unter­halt­sam, für eine mit Got­hik und Außen­sei­ter­tum spie­len­de Serie teil­wei­se ein biss­chen zu über­zu­ckert emp­fand ich die Seri­en­ver­fil­mung Wed­nes­day (Net­flix), die ich mir jetzt auch mal ange­schaut habe. Und die durch­aus anschau­bar ist.

Nicht auf dem Bild­schirm, son­dern im Kino ange­guckt haben wir Guar­di­ans of the Gala­xy Vol. 3. Hübsch anzu­se­hen, mit einer ziem­lich herz­zer­rei­ßen­den Back­sto­ry für den Wasch­bä­ren Rocket, aber in der Sum­me nicht so ganz logisch. Naja, also: Unterhaltungskino.

Zu den Büchern: Ziem­lich viel Zeit ver­bracht habe ich mit At the Feet of the Sun (2022), dem zwei­ten Teil der Serie rund um Clio­pher Mdang und den Kai­ser­hof der Autorin Vic­to­ria God­dard (zum ers­ten Teil hat­te ich hier etwas geschrie­ben). Auch At the Feet of the Sun ist lang­sam erzählt und braucht sei­ne Zeit. Wäh­rend der ers­te Teil der Auf­stieg Clip­her Mdangs am kai­ser­li­chen Hof als roten Faden hat­te, geht es hier um die – hm – platonische/asexuelle Lie­bes­be­zie­hung zwi­schen Mdang und dem Kai­ser, und um deren gemein­sa­me Rei­sen durch mehr oder weni­ger mythi­sche Wel­ten. Gleich­zei­tig erfah­ren wir eini­ges dar­über, wer der im ers­ten Band schein­bar unnah­ba­re Kai­ser tat­säch­lich ist, und wie Mdangs Kar­rie­re auch hät­te ver­lau­fen kön­nen. Ein gro­ßes Buch, um sich dar­in zu ver­lie­ren – geer­det durch all­täg­li­che Details und Ange­wohn­hei­ten, die zei­gen, dass auch die Held*innen gro­ßer Sagen letzt­lich nur Men­schen sind. 

Nicht zu Ende gele­sen habe ich dage­gen A Woman of the Sword (2023) von Anna Smith Spark. Nicht unbe­dingt, weil es ein schlech­tes Buch ist – die Prä­mis­se ist, dass hier epi­sche Fan­ta­sy durch die Augen ganz nor­ma­ler Men­schen dar­ge­stellt wird. Die Haupt­per­son war Sol­da­tin einer Armee, die im Auf­trag eines Herr­schers Län­der befreit und das Impe­ri­um wie­der her­ge­stellt hat. Danach hat sie sich auf einer Farm nie­der­ge­las­sen; die Bezie­hung zu ihren bei­den Kin­dern ist schwie­rig, sie fühlt sich über­for­dert von allem. Und dann kommt der Krieg zurück, mit Dra­chen und Magie. Brand­schat­zung und Flucht wer­den recht rea­lis­tisch geschil­dert – und das war dann der Punkt, wo ich das Buch zur Sei­te gelegt habe. Mir war es für die­se Zei­ten – ver­bun­den mit dem sehr nahen Blick auf den All­tag mit klei­nen Kin­dern – schlicht zu düster.

Meru (2023) von S.B. Divya spielt in einer Zukunft, in der im offe­nen Welt­all leben­de Cyborg-Kon­struk­te (Alloys) die Macht über­nom­men haben. Die Erde ist eine Art Reser­vat für nicht modi­fi­zier­te Men­schen. Ambi­tio­nen sind eine Krank­heit, die heil­bar ist. Die jun­ge Haupt­fi­gur will trotz­dem mit eini­gen Freund*innen Gro­ßes errei­chen. Die Chan­ce, das umzu­set­zen, ergibt sich, als der Pla­net Meru ent­deckt wird und sich her­aus­stellt, dass ihre Sichel­zel­len­an­ämie hier von Vor­teil sein könn­te. Zusam­men mit einer Kon­strukt-Raum­schiff-Per­son soll sie zei­gen, dass Men­schen auf einem Pla­ne­ten jen­seits der Erde über­le­ben kön­nen – ohne Ter­ra­forming, und ohne Ein­grif­fe in die Umwelt. Erst nach und nach stellt sich her­aus, dass sie nur als Spiel­ball in poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen der Cyborg-Kon­struk­te gese­hen wird. Aus die­sem Set­ting ent­wi­ckelt Divya eine span­nend zu lesen­de Geschich­te, die sich auch gro­ßen Fra­gen stellt. 

Blei­ben wir bei Kon­struk­ten: Mar­tha Wells Mur­der­bot Dia­ries (2017–2021) ist aus der Per­spek­ti­ve eines Kon­strukts erzählt. Ein als Waffe/Sicherheitssystem ein­ge­setz­ter Cyborg („SecU­nit“) hat das Kon­troll­mo­dul über­lis­tet und agiert jetzt frei, muss dies aller­dings geheim­hal­ten. Der „Mur­der­bot“ – so die Eigen­be­zeich­nung – ist men­schen­scheu, redet nicht ger­ne über Gefüh­le, will nicht berührt wer­den und schaut am liebs­ten, auch zur inne­ren Beru­hi­gung, his­to­ri­sche und SF-End­los­se­rien. Gleich­zei­tig nimmt die­se SecU­nit ihre Auf­ga­be ernst: ihre Klient*innen zu beschüt­zen. Das kann dann auch mal blu­tig wer­den. Die Klient*innen sind zu Beginn der Serie Wissenschaftler*innen, die einen Pla­ne­ten erkun­den; spä­ter wer­den sie Freund*innen des Cyborg. Die Serie beginnt im Cor­po­ra­te Rim – neo­li­be­ra­le, nur auf Pro­fit aus­ge­rich­te­te Pla­ne­ten und Raum­sta­tio­nen, die von unter­schied­li­chen Kon­zer­nen beherrscht wer­den. Men­schen und Bots sind hier Leib­ei­ge­ne. Nach und nach ler­nen wir, dass es außer­halb des Cor­po­ra­te Rim ande­re Gesell­schaf­ten gibt, die eben­falls detail­liert beschrie­ben wer­den – etwa die eher an Solar­punk erin­nern­de, uto­pisch dar­ge­stell­te Pre­ser­va­ti­on. Der sar­kas­ti­sche Ton­fall der erzäh­len­den SecU­nit (samt Neben­be­mer­kun­gen) trägt eben­so wie der schnel­le Plot dazu bei, dass es sich dann doch emp­fiehlt, gleich die gan­ze Serie zu kau­fen; lei­der ein recht teu­res Ver­gnü­gen. Ein wei­te­rer Band ist für Ende des Jah­res angekündigt.

Noch­mal Space Ope­ra, dies­mal als, hm, Komö­die: John Scal­zis The Android’s Dream (2006) hat wenig mit Phil­ip K. Dick zu tun, son­dern han­delt v.a. von unfä­hi­gen Diplomat*innen, den Com­pu­tern der Wet­ter­be­ob­ach­tung, Ali­ens, die unbe­dingt ein tief­blau­es Schaf haben wol­len, einer am unte­ren Ende der galak­ti­schen Hack­ord­nung ste­hen­den Erde und den Veteran*innen eines unnö­ti­gen Krie­ges. Schnell und teil­wei­se sehr lus­tig, teil­wei­se auch bit­ter, weil es da und dort eben nicht nur Slap­stick, son­dern gute Sati­re ist. Eher Reds­hirts als Old Mans‘ War, und irgend­wie typisch Scalzi.

Charles Stross Sea­sons of Skulls (2023) ist typisch Laundry/New Manage­ment, lässt sich eben­so schlecht beschrei­ben und war mir ein biss­chen zu viel more of the same. Wer die Mischung aus Hor­ror, Pas­ti­sches zu Klas­si­kern der Welt­li­te­ra­tur (hier: Rich­tung Jane Aus­ten, wür­de ich sagen), genau­er Beob­ach­tung von Büro­kra­tie und Manage­ment und Groß­bri­tan­ni­en mag, wird hier fündig. 

Schließ­lich habe ich noch Cory Doc­to­rows Red Team Blues (2023) gele­sen, das eher ein Thriller/Krimi als Sci­ence Fic­tion ist, schnell und aktio­nen­reich, mit schar­fem Blick auf die IT-Kul­tur der ame­ri­ka­ni­schen West­küs­te, halb-lega­le Cryp­to-Geschäf­te und ähn­li­ches mehr, ver­bun­den mit einer durch­aus sym­pa­thi­schen Hauptperson.

#anna-smith-spark #carnival-row #charles-stross #cory-doctorow #fantasy #guardians-of-the-galaxy #john-scalzi #martha-wells #picard #s-b-divya #science-fiction #sf #victoria-goddard #wednesday

https://blog.till-westermayer.de/index.php/2023/05/30/lesetagebuch-science-fiction-und-fantasy-mai-2023/

Clouds, Freiburg-Rieselfeld

Flickr

Went to Amazon.com to pick out something from my current author obsession for my kindle. I have read a bunch of her books, but there is still a lot to choose from, except that Amazon made that pretty much impossible. Instead of her books coming up when I put in her name, most of the books that showed up were by completely different authors.

Many of the titles appeared to be porn, or at least very spicy, though there hasn't been any sex in any of her books I have read to date. I expect that is because her imprint may be self-published, and a lot of explicit stuff is self publish.

I am not averse to sexy stuff, though I am quite particular about sex revealing story and not the other way around, but it wasn't what I was looking for.

Unfortunately, Amazon made it pretty impossible to find what I was looking for, so I ended up buying nothing.

#Amazon #VictoriaGoddard

Die Lis­te der Sci­ence-Fic­tion- und Fan­ta­sy-Wer­ke, die ich gele­sen bzw. ange­schaut habe, ist schon wie­der recht lang. Bevor sie noch län­ger wird, schrei­be ich mal lie­ber was dazu.

Ange­guckt habe ich mir v.a. Seri­en. Andor (Dis­ney+) spielt im Star-Wars-Uni­ver­sum, ist aber eigent­lich ein Film über prä­re­vo­lu­tio­nä­re Umstän­de und (proto-)faschistische Herr­schaft. Sehr gut gemacht und sehens­wert und ganz anders, als es das Label Star Wars ver­mu­ten hät­te las­sen. Ähn­li­ches gilt für den Ani­ma­ti­ons­film Guil­ler­mo del Toros Pinoc­chio (Net­flix), der nicht nur eine Umset­zung der Pinoc­chio-Geschich­te ist, son­dern die­se sehr detail­ge­treu ins faschis­ti­schen Ita­li­en der 1930er Jah­re ver­setzt. Auch das sehr gut gemacht.

Mehr Unter­hal­tung und weni­ger poli­ti­scher Kom­men­tar dage­gen die bei­den Star-Trek-Seri­en, die ich ange­schaut habe bzw. noch anschaue: Stran­ge New Worlds (Para­mount+ – habe sie über ein Prime-Pro­bier-Ange­bot ange­schaut, bin aber immer noch genervt davon, dass Star Trek auf ein eige­nen Strea­ming-Kanal wan­dert …) – also, Stran­ge New Worlds ist ein biss­chen Zurück zu den Wur­zeln, eine zeit­ge­mä­ße Neu­auf­la­ge von TOS, mit ähn­li­ches Ästhe­tik, abge­schlos­se­nen Geschich­ten und einem Ver­zicht auf die Düs­ter­nis­von DS9 oder Dis­co­very. Die drit­te Staf­fel von Picard (Prime) holt mehr oder weni­ger alle TNG-Stars plus Seven ins Boot, bleibt in einem Set­ting, in dem die Fede­ra­ti­on kor­rupt gewor­den ist, und setzt auf eine über­grei­fen­de Geschich­te, mys­te­riö­se Rät­sel und Ver­wick­lun­gen und einen über­aus mäch­ti­gen Gegen­spie­ler. Funk­tio­niert trotz­dem bes­ser als die zwei­te Staf­fel, wür­de ich sagen.

Ange­schaut habe ich mir auch die zwei­te Staf­fel von Shadow & Bone (Net­flix) – sie spielt in einer Welt, die unse­rer recht ähn­lich ist, irgend­wo zwi­schen frü­her Neu­zeit und Früh­mo­der­ne, nur dass es hier Magie gibt, die bekämpft, als Waf­fe ein­ge­setzt, ver­heim­licht oder ganz offen gelebt wird, je nach kul­tu­rel­lem Set­ting. Die zugrun­de­lie­gen­den Bücher von Leigh Bar­d­u­go lau­fen unter „Young Adult“ – und, naja, neben dem Kampf zwi­schen Gut und Böse und inter­es­san­tem Wel­ten­buil­ding usw. ist halt auf­fäl­lig, dass so gut wie alle Per­so­nen (auch, wenn sie hun­der­te Jah­re alt sind) von hüb­schen Mitt­zwan­zi­gern gespielt werden. 

Gele­sen habe ich auch eini­ges, neben SF und Fan­ta­sy auch den his­to­ri­schen Roman Mon­tai­gnes Kat­ze von Nils Mink­mar (2022) – jetzt weiß ich sehr viel mehr über Mon­tai­g­ne und über Frank­reich und Euro­pa in den 1580er Jah­ren, von Mink­mar leben­dig erzählt – und das Sach­buch Im Mit­tel­al­ter: Hand­buch für Zeit­rei­sen­de von Ian Mor­ti­mer (2008), das aus­führ­lich und les­bar auf All­tags­le­ben, Gebräu­che, Ernäh­rung, Klei­dung, Gewalt und Kul­tur im Eng­land des 14. Jahr­hun­derts ein­geht, und es schafft, die Fremd­heit unse­rer Ver­gan­gen­heit anschau­lich zu machen.

In Fol­gen­den geht es mir um die Fan­ta­sy-Bücher, die ich gele­sen habe – zum The­ma Sci­ence Fic­tion kom­me ich dann in einem zwei­ten Teil.

Beson­ders beein­druckt hat mich The Hands of the Emperor (2019) der kana­di­schen Autorin Vic­to­ria God­dard. Ich bin immer noch nicht ganz ent­schie­den, was ich von die­sem sehr lan­gen Roman hal­ten soll. Kip – Clio­pher Mdang – ist in die­sem Buch der Ver­wal­tungs­chef eines durch Magie zusam­men­ge­hal­te­nen, nach einem nie im Detail erklär­ten Zer­fall ver­un­si­cher­ten Impe­ri­ums und Pri­vat­se­kre­tär des von vie­len Tabus umge­be­nen Kai­sers. Was zunächst wie ein Buch über Palast­in­tri­gen und die Freu­den der Büro­kra­tie aus­sieht, wird nach und nach zu einer Uto­pie über Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus und die Vor­zü­ge eines bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­mens. Das alles so geschrie­ben, dass ich zumin­dest dann immer noch ein Kapi­tel mehr lesen muss­te. Was mich von einer vor­be­halts­lo­sen Emp­feh­lung abhält, ist ein Unter­ton des „edlen Wil­den“, der sich v.a. im zwei­ten Teil die­ses lan­gen ers­ten Bands ein­schleicht. Mdang ist am Kai­ser­hof ein Frem­der; der ers­te Ange­hö­ri­ge einer Süd­see­kul­tur („Vang­avaye-ve“ ist sehr poly­ne­sisch inspi­riert), der die Auf­nah­me­prü­fung für den Ver­wal­tungs­ap­pa­rat des Reichs bestan­den hat. Wie er mit die­sen zwei Wel­ten umgeht, ist inter­es­sant – aber irgend­wann wird er zu einem Hel­den, dem (bei allen per­sön­li­chen Schwie­rig­kei­ten) dann doch alles gelingt, und der von God­dard immer stär­ker in das Bild eines Aus­er­wähl­ten gepresst wird. Den­noch: wer in eine Welt ein­tau­chen möch­te, in der Span­nung nicht durch Kämp­fe erzeugt wird, in der Magie eher am Rand vor­kommt, und in der es hin­ter der Ober­flä­che des Wel­ten­baus wei­ter­geht, wird sich mit The Hands of the Emperor, Kip, sei­nen Freund*innen und sei­ner weit­ver­zweig­ten Fami­lie anfreun­den. Und es gibt einen fast eben­so lan­gen zwei­ten Band und wei­te­re Geschich­ten God­dards, die in die­sem Sze­na­rio spielen.

Emp­feh­len möch­te ich Nao­mi Noviks Scho­lo­mance-Serie mit den Bän­den A Dead­ly Edu­ca­ti­on (2020), The Last Gra­dua­te (2021) und The Gol­den Encla­ves (2022). Das Set­ting wirkt auf den aller­ers­ten Blick bekannt: es gibt eine Schu­le, die von den Kin­dern der­je­ni­gen besucht wird, die zau­bern kön­nen, und die ihre Welt von der „Nor­ma­len“ klar abgren­zen und geheim hal­ten. Galadri­el „El“ Hig­gins, die Hel­din die­ser Tri­lo­gie, ist an die­ser Schu­le eine Außen­sei­te­rin. Ihre Mut­ter schlägt sich als Hei­le­rin in Hip­pie­kom­mu­nen in Wales durch (erst nach und nach erfah­ren wir mehr dar­über, war­um das so ist), die indi­sche Fami­lie ihres Vaters hat sie ver­sto­ßen – und: naja, schnell wird klar, dass es hier nicht um High-School-Dra­ma meets Zau­be­rei geht, son­dern eher dar­um, wie­viel Leid ein­zel­ner in Kauf genom­men wer­den kann, um ein Leben in Luxus und Schön­heit zu genie­ßen. Dass die Schu­le – „Scho­lo­mance“, selbst ein magi­sches Kon­strukt – ein abso­lut nicht unge­fähr­li­cher Ort ist, und in allen Ecken Mons­ter lau­ern, ist nur der ers­te Hin­weis dar­auf; dass längst nicht alle Schüler*innen den Auf­ent­halt über­le­ben, passt ins Bild. Kurz gesagt: Novik schafft es, einem inzwi­schen kli­schee­be­setz­ten Set­ting eine ganz neue und deut­lich tie­fe­re Geschich­te abzu­ge­win­nen. Und das lohnt sich.

Mein ers­ter Gedan­ke beim Titel von Emi­ly Wilde’s Ency­clo­pa­edia of Fae­ries (2023) von Hea­ther Faw­cett waren die Bild­le­xi­ka über Elfen, Zwer­ge und Dra­chen, die ver­mut­lich alle Kin­der der 1980er ken­nen. Dar­um geht es hier aber nicht. Viel­mehr fol­gen wir Emi­ly Wil­de anhand ihres Tagesbuchs/Forschungsjournals in eine kar­ge, skan­di­na­visch-nor­di­sche Insel­welt; Wil­de ist eine bri­ti­sche Pro­fes­so­rin für Drya­do­lo­gie in einem unse­rem nicht ganz unähn­li­chen 18. oder 19. Jahr­hun­dert, die sich dran macht, ihre Enzy­klo­pä­die zu ver­voll­stän­di­gen und die letz­ten noch nicht beschrie­be­nen Feen­we­sen zu beob­ach­ten und zu erfor­schen. Mit Men­schen kann sie aller­dings nicht so gut. Aus der Wis­sen­schaft wird schnell teil­neh­men­de Beob­ach­tung und dann mehr – näm­lich die Suche nach einer Ant­wort auf die Fra­ge, war­um Kin­der und Jugend­li­che in der Feen­welt ver­schwin­den. Und auch Wil­des Kol­le­ge Wen­dell, der ihr hin­ter­her­ge­reist ist, hat sei­ne ganz eige­ne Agen­da. Schön neben der Geschich­te und der Haupt­fi­gur mit ihren Wider­sprü­chen ist an Wilde’s Ency­clo­pa­edia auch der eine oder ande­re Sei­ten­hieb auf aka­de­mi­sche Gepflogenheiten.

Snail’s pace (ver­öf­fent­lich 2023, aber schon vor eini­gen Jahr­zehn­ten geschrie­ben) von Sus­an McDo­nough-Wacht­man ist ein schma­les Buch, das mir nur teil­wei­se gefal­len hat. Wir fol­gen Susan­nah, die im Hong­kong des Jah­res 1884 – bri­ti­sche Kron­ko­lo­nie – mit­tel­los und ohne Eltern dasteht – und, ohne es ganz zu ver­ste­hen, das Ange­bot annimmt, als Gou­ver­nan­te eines jun­gen Außer­ir­di­schen anzu­heu­ern. Des­sen Eltern herr­schen über die­sen Raum­sek­tor. Und nicht nur ihr schne­cken­ar­ti­ges Aus­se­hen ist selt­sam. Susan­nah taucht also in eine kom­plett fremd­ar­ti­ge Welt ein, fin­det Ver­bün­de­te und begeht schließ­lich einen Faux-Pas, der sie ins Gefäng­nis bringt. Wäh­rend die ers­te Hälf­te schnell und wit­zig geschrie­ben ist, und den Kon­trast zwi­schen den Erwar­tun­gen Susan­nahs und der Rea­li­tät auf die­sem Raum­schiff voll aus­lebt, tau­chen im zwei­ten Teil immer mehr Ver­satz­stü­cke einer christ­li­chen Para­dies­ge­schich­te auf – Schlan­gen, Äpfel, spre­chen­de Bäu­me. Nun ja. Zugleich endet das Buch dann recht abrupt – und wirkt so, als wären die 150 Sei­ten nur die Expo­si­ti­on für die eigent­li­che Geschichte.

#andor #fantasy #guillermo-del-toros-pinocchio #heather-fawcett #ian-mortimer #leigh-bardugo #naomi-novik #nils-minkmar #picard #science-fiction #sf #shadow-bone #star-trek #star-trek-picard #star-trek-strange-new-worlds #star-wars #strange-new-worlds #susan-mcdonough-wachtman #victoria-goddard

https://blog.till-westermayer.de/index.php/2023/04/06/science-fiction-und-fantasy-im-vorfruehling-2023-teil-i/

Fairy lights

Flickr

I'm delighted to discover that there's a new story out in the Greenwing & Dart series by Victoria Goddard. It's not a full novel, but I'll take what I can get.

Now I just need to reread the rest of the series.

#VictoriaGoddard
#GreenwingDart
#NineWorlds
#books

I am enjoying Victoria Goddard's fantasy novel the Hands of the Emperor more than I can say. So far, it is like a cup of hot cocoa and a warm blanket on a cold and blustery day. But whoa, is it a doorstopper! Glad to be reading it on paper, though. It feels more grounded that way.

#VictoriaGoddard #HandsoftheEmperor

Read "Hands of the Emperor" this week and my mind is blown. Immersive, life-affirming, rich world-building. It was long and at the same time not nearly long enough. #victoriagoddard #epicfantasy #books #sff