Scholz weicht aus – und das ist nicht neu
Beim Ukraine-Gipfel in Paris ging es um eine der brisantesten Fragen der aktuellen europäischen Politik: Sollten europäische Soldaten in die Ukraine entsandt werden? Während andere Staatschefs wie Keir Starmer eine klare Haltung zeigten, hielt sich Bundeskanzler Olaf Scholz auffällig bedeckt. Seine Antwort? Keine.
Stattdessen erklärte Scholz, die Debatte sei „völlig verfrüht“ und werde „zur falschen Zeit“ geführt. Ein klares Nein? Fehlanzeige. Ein klares Ja? Auch nicht. Scholz bleibt seiner Linie treu: Viel reden, wenig sagen.
Dabei ist das Muster bekannt. Ob Sondervermögen für die Bundeswehr, Waffenlieferungen oder nun die Sicherheitsstrategie Europas – Scholz beantwortet die drängendsten Fragen lieber mit langen Sätzen, die alles offenlassen.
Doch diesmal geht es um mehr. Die USA unter Trump scheinen ihre eigenen Pläne mit Putin zu schmieden, während Europa vor einer historischen Entscheidung steht. Die Zeit der Ausflüchte ist vorbei. Doch während andere Regierungschefs Klartext sprechen, verlässt Scholz den Gipfel als Erster. Zurück bleiben offene Fragen – und das ungute Gefühl, dass Deutschland wieder einmal auf der Bremse steht.
(Quelle: Zeit Online, Artikel vom 18. Februar 2025)
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