Festival der Sprachbeharrung.

Gemeinsam in 15 Tagen neue Sprachgewohnheiten ausprobieren und überkommene Reflexe der sprachlichen Unterordnung hinterfragen — das ist das erklärte Ziel von Euskaraldia. Schon zum dritten Mal lancierten im Baskenland dies- und jenseits der Pyrenäen sowie in Nafarroa heuer die drei öffentlichen Sprachförderbüros gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Akteuren die erfolgreiche Initiative, in deren Rahmen sich zahlreiche Baskinnen selbst dazu verpflichten, für gut zwei Wochen im privaten und — insbesondere — im öffentlichen Raum nur Baskisch zu sprechen, um der Minderheitensprache neue Freiräume zu erschließen. Erleichtert wird die Änderung der Gewohnheit, im Umgang mit Sprecherinnen der jeweiligen Staatssprachen eilig auf das Baskische

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Mehrheits- und Minderheitensprache im Kontakt.

Das öffentliche katalanische Meinungsumfrageinstitut CEO (Centre d'Estudis d'Opinió) hat wieder eine seiner zahlreichen Umfragen zum Thema Sprache durchgeführt. Dabei wurden diesmal auch Fragen zu Sprachwechsel und Sprachbeharrung gestellt. Sechs von zehn Katalanischsprachigen geben an, ins Kastilische (Spanisch) zu wechseln, wenn sie auf eine unbekannte Person treffen, die Kastilisch spricht. Immerhin vier von zehn beharren jedoch auf Katalanisch. Unter den Zweisprachigen und den Anderssprachigen (deren Erstsprache weder Katalanisch noch Kastilisch ist) passen sich in diesem Fall rund neun von zehn Personen der Sprache des Gegenübers an: Deutlich anders fällt das Verhalten offenbar aus, wenn Menschen auf eine unbekannte Person treffen, die

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