Nach „Bad Dream: Coma" neulich habe ich gleich mit „Bad Dream: Fever" weitergemacht. Der Zeichenstil ist hier wesentlich üppiger, nicht mehr so minimalistisch.

Beim Fröhlichkeitsgrad bleibt sich die Reihe treu: Eine Art Tinte hat alle Leute dahingerafft, überall begegnen wir Toten. Lediglich eine Frau mit absurder Maske lebt noch und gibt uns Aufträge, die wir für sie erledigen sollen, um dem Geheimnis der Tinte auf die Spur zu kommen und ein weiteres Voranschreiten der Seuche vielleicht aufzuhalten - und unser Leben zu retten.

Praktisch beim Inventarsystem: Wenn das zur Lösung einer Teilaufgabe benötigte Utensil in Besitz ist, wird es bei einer durchzuführenden Aktion automatisch ausgewählt. Das Durchprobieren, was zur Aufgabe passen könnte, entfällt also.

Die Geschichte fängt mit Erkundung und leichtem Geknobel an, bringt aber zügig überraschende Wendungen mit zusätzlichen Ebenen. Zwischendurch hatte ich mal leichte Schwierigkeiten zu folgen, auf welcher Ebene der Meta-Schichten ich mich jeweils gerade befinde. Es kamen Erinnerungen an „Impostor Factory" hoch, das die Verschachtelung zum Ende hin aber noch ein paar Drehungen weiter treibt.

Auch bei diesem Spiel wurde ich gut unterhalten. Nicht mehr ganz so makaber wie „Coma", aber immer noch ordentlich morbid. 🙂

gog.com/de/game/bad_dream_feve…

#Spielgus #PointAndClick #PointAndClickAdventure #Computerspiele #Computerspiel #Gaming #AdventureGames #AdventureGame #BadDream:Fever

„Bad Dream: Coma" ist ein morbides, makabres Adventure, das weder humorige Aspekte mit sich bringt (→ Grim Fandango), noch tatsächlich ein Horror-Adventure darstellt (→ Layers of Fear). Alles spielt sich in geträumten, eher rudimentär gezeichneten Szenerien mit kranken und oft schwer verletzten Personen ab. Darstellung und Dialoge sind dabei so lapidar, dass alles weniger bedrückend wirkt, als es sich jetzt wahrscheinlich liest.

Man muss sich trotzdem erst mal mit dem generellen Szenario anfreunden können, aber dann ist Coma ein durchaus abwechslungsreiches, gerne unkonventionelle Lösungswege gehendes und Meta-Ebenen wechselndes Point-and-Click-Adventure, bei dem man einen Weg suchen muss, den in ihrer Situation feststeckenden Charakteren weiterzuhelfen. Mehr lässt sich über die Geschichte kaum schreiben, ohne bereits zu spoilern.

Es gibt drei Enden (schlecht, neutral und gut). Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten - was für das Spiel spricht - habe ich das Adventure noch ein zweites Mal durchgespielt, um neben dem schlechten auch noch das gute Ende zu erreichen. Die Lösungswege ändern sich dadurch teilweise: Einen Unterschied macht etwa, ob man ein fehlendes Auge woanders entfernt oder eben ein sowieso herumliegendes verwendet … 😬

Definitiv kein klassischer Stimmungsaufheller, aber ich fand es gut gemacht, oft überraschend und interessant.

gog.com/en/game/bad_dream_coma

#Spielgus #PointAndClick #PointAndClickAdventure #Computerspiele #Computerspiel #Gaming #AdventureGames #AdventureGame

Lifeless Planet ist ein Erkundungsspiel, das von der Atmosphäre und der sich nach und nach offenbarenden Geschichte lebt. Die Grafik zeigt selten viele Details, setzt eher auf Effekte, erzeugt aber zusammen mit der sparsamen Musik und den Geräuschen eine sehr immersive Stimmung.

Wir finden uns im Rahmen einer Raumfahrtexkursion auf einem zuvor als erdähnlich eingestuften Planeten wieder, der sich allerdings als Einöde entpuppt - aber trotzdem Leben beherbergt. Oder zumindest einmal beherbergte. Die Informationen, die wir nach und nach entdecken, sind dabei in russischer Sprache verfasst …

Wir müssen (Fuß-)Spuren entdecken und folgen, Hindernisse in klassischer Plattformer-Manier überwinden, mal einen Schalter entdecken oder einen Weg freisprengen. Unsere Umgebung ändert sich dabei immer wieder - Vulkangebiete, Dornenlabyrinthe, Krater, Nachtwanderungen im Gebirge, … Der spielerische Anspruch ist überschaubar, die Neugier, was hinter all dem wohl stecken mag, groß.
Es gibt recht unterschiedliche Rezensionen zum Spiel - mir hat's gefallen.

lifelessplanet.com/

#Spielgus #RätselPlattformer #Erkundung #ExplorationGame #Computerspiele #Computerspiel #Gaming #AdventureGames #AdventureGame

The Last Campfire ist ein äußerst stimmungsvoll in Szene gesetztes Rätselspiel, das vorbildlich zeigt, wie viel Atmosphäre die kluge Ausleuchtung einer Szenerie schaffen kann, dass Polygone und Texturen nicht alles sind.

Wir laufen durch optisch unterschiedlich geprägte Gebiete, suchen kleine Zettel mit kurzen Texten und lösen Logikrätsel unterschiedlicher Machart. Gelöste Rätsel befreien kleine Gestalten aus ihrer Erstarrung, die sich dann um ein großes Lagerfeuer scharen - sind alle Gestalten befreit, geht es im nächsten Themengebiet weiter.

Die von Rachel August als Kommentatorin/Sprecherin vorgetragenen philosophisch-melancholischen Texte trugen zwar zur Stimmung bei, waren für mich inhaltlich jetzt aber nicht unverzichtbar - im Gegensatz zur vortragenden Stimme inkl. überaus charmantem Akzent. Ich würde Frau August selbst dann andächtig lauschen, wenn sie auf Englisch einfach nur langsam von 1 bis 17.000 zählte.

Die Wege zu den Zetteln sind nicht immer leicht zu finden, die befreienden Logikrätsel aber meist eher einfacherer Art. Entspannter Rätselspaß mit viel Bonusfreude für Aug' und Ohr.

thelastcampfiregame.com/

#Spielgus #Computerspiele #Computerspiel #Gaming #AdventureGames #AdventureGame #Rätselspiel #puzzlegame

Rachel August - Just Voices

Rachel August is an actress, known for The Last Campfire (2020), Music Box (2020) and Hilda and the Mountain King (2021).

Just Voices

„The Star Named EOS" ist ein Rätselspiel mit einer besonderen Spielmechanik: Als junger Fotograf erhält man Briefe von seiner Mutter, denen jeweils eine Fotografie beiliegt. Das darauf zu Sehende muss nun am Ort, an dem man sich befindet, nachgestellt und mit der eigenen Kamera abgelichtet werden. Ist das geschafft, geht es zum nächsten Ort und man erhält den nächsten Brief mit Bild.

An den Orten kann man sich hierbei nur umsehen, nicht herumlaufen. Mit der Kamera lässt sich aber an Bildausschnitte heranzoomen. Natürlich liegen die Dinge, die man fürs nachzustellende Bild benötigt, nicht einfach parat, sondern sie müssen durch in der Umgebung zu lösende Rätsel beschafft werden.

Durch die Briefe und Bilder erschließt sich so nach und nach der Lebensweg der abwesenden Mutter und auch etwas die eigene Situation. Die Rätsel haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade - manche erschließen sich recht schnell, bei anderen kann es durchaus dauern, bis die zündende Idee auftaucht, wie es weitergehen könnte.

Insgesamt ein gut umgesetztes Spiel mit ansprechender Grafik und dem besonderen Kniff des fotografischen Elements. Habe die Spielzeit nicht bereut.

silverliningstudio.co/TheStarN…

#PointAndClick #PointAndClickAdventure #Computerspiele #Computerspiel #Gaming #AdventureGames #AdventureGame #puzzlegames #Rätselspiele #Spielgus