Alter Silvester

Von all den Silvesterbräuchen ist mir das Silvesterchlausen am liebsten. Dabei ziehen Gruppen von Männern kunstvoll gekleidet im Appenzeller Hinterland von Hof zu Hof, wo sie mit einem „Zäuerli“, einem Naturjodel, die Bauersleute beglücken.

Unterwegs sind sie als „schöne“, „wüeschte“ und „schö-wüeschte“ Schuppel, die jeweils ihre eigene Art sich zu kleiden haben. Dreissig Schuppel sollen es scheints in Urnäsch sein.

Weit draussen, auf den Höfen, hat der Tourismus noch nicht so enorm Überhand genommen. Da ist alles noch sehr authentisch. Im Tal, wo die Cars und Shuttle-Busse die Touristen hinkarren, ist es ungleich schwieriger, die nötige Ruhe und Einkehr zu spüren.

Zum Glück war ich gestern Morgen bereits vor fünf Uhr mit dem Zug von uns aus losgefahren; so war ich abseits der – und vor allem auch vor den – Touristenströmen unterwegs …

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