Teil 0: Ich hatte 4 Jahre eine schwere Depression und 0 Kraft mich um irgendwelche Sozialleistungen zu kĂŒmmern. Ich musste mich ja auch mit einem anderen kaputten System herumschlagen, denn SuizidalitĂ€t ist ja nicht ein akut-genuger Grund um z.B. auf einer Psychiatrie aufgenommen zu werden.
Teil 1: Ich hatte dann doch irgendwie die Kraft (auch wenn ich vorher nicht ahnen konnte, wie viel Aufwand das ist) zu versuchen eine BerufsunfÀhigkeitspension zu bekommen.
Damit hab ich mich ein Jahr lang herumgeschlagen und 4 oder 5 mal zur PVA fĂŒr verschiedene Tests gefahren, statt dass sie mir gleich mal sagen, dass die Erfolgschanze bei psychischen Problemen eine BerufsunfĂ€higkeitspension zu bekommen 0% ist.
Teil 2: PVA meint ich kann 20 Stunden die Woche arbeiten (haha) und ich melde mich beim AMS, um die Mindestsicherung zu bekommen.
Die AMS Betreuerin fragt mich beim ersten Termin, als was ich arbeiten kann. Ich hab keine Ahnung und sie macht mir 3 miese VorschlÀge. An einen erinnere ich mich nicht, einer war Tagportier*in und einer war Telefonrezeption.
Telefonieren ging wegen der Sozialphobie so gut wie gar nicht bei mir, also meinte ich, noch am ehesten Tagportier*in.
Teil 3: AMS steckt mich in einen Kurs, der völlig unpassend fĂŒr mich ist und dort kommt raus, dass ich Berufsorientierung brauche.
Das sage ich meiner Betreuerin und sie steckt mich in einen Kurs, wo es zu 0,1% um Berufsorientierung geht.
Ich finde trotzdem auf eigene Faust die perfekte Ausbildung fĂŒr mich und den wahrscheinlich einzigen sinnvollen Job, den ich bis dahin ohne Ausbildung machen kann.
Das AMS will mir nicht erlauben mich fĂŒr diesen Job zu bewerben, weil ich in der Datenbank Tagportier*in als Berufswunsch stehen habe.
Teil 4: Ich finde mir trotzdem irgendwie einen mies bezahlten Job in dem Bereich und mein Vater finanziert mir die Ausbildung.
Da ich keine 20 Stunden die Woche schaffe, und es fĂŒr den Beruf, fĂŒr den ich die Ausbildung mache, offiziell noch kein Berufsbild gibt (es ist halt ein neuer aber immer mehr nachgefragter Beruf), ist das fĂŒr das AMS beides nichts wert.
Sie wollen mich zwingen in einen weiteren unnötigen Kurs zu gehen, der sich terminlich mit meiner Ausbildung nicht ausgeht.
Ich muss mich also entscheiden zwischen der Aussicht in 2 Jahren finanziell auf meinen eigenen Beinen stehen zu können, durch einen Beruf, den ich lieben werde, oder in AMS Kursen zu vergammeln und ein bisschen Mindestsicherung zu bekommen, aber trotzdem - ohne Aussicht auf Ende - eine finanzielle Last fĂŒr meine Familie zu bleiben.
Also melde ich mich beim AMS und der MA dingsbums ab.
Teil 5: Ich bekomme ein akutes Erschöpfungssyndrom, weil ich so viel AktivitĂ€t nicht gewohnt bin, muss meinen geringfĂŒgigen Job kĂŒndigen und es geht erst mel ein paar Wochen nichts mehr. Von wegen 20 Stunden die Woche arbeitsfĂ€hig - aber woher hĂ€tte die PVA das auch wissen sollen, wenn dort bei den 4 oder 5 Terminen mit Testst keine einzige Frage diesbezĂŒglich gestellt wurde?
Teil 6: Die ORF GehĂŒhren Firma, die genauso wenig wĂŒrdig ist, das Wort "Service" im Namen zu tragen, wie das AMS, will Geld von mir eintreiben, das ich nicht habe. Ich schreibe ihnen also und bekomme computergenerierte E-Mail Antworten die 0 auf meine Schreiben eingehen und weiter Rechnungen per Post - auf die RĂŒcksendungen 0 Antwort.
Da ich ja keine Mindestsicherung mehr beziehe, trifft keine der vordefinierten Befreiungsgrundlagen auf mich zu und ich will doch einfach nur ein Formular haben, wo keine davon schon vorab angekreuzt ist.
Teil 7: Die ORF Betrugsfirma schaltet eine Schuldeneintribungsfirma und eine AnwĂ€lt*innenkanzlei ein, die mir faktisch genau einen Tag gibt, Geld zu ĂŒberweisen, das ich nicht habe und sonst muss ich dann wohl vor Gericht und weil ich mir keine*n gute*n AnwĂ€lt*in leisten kann im GefĂ€ngnis.
Teil 8 (Vorschau): "Und warum sitzt du?" "Armut. [So wie im Grunde alle hier.]"
[Und da der Staat nichtbinÀren Personen noch kein Recht auf einen nichtbinÀren Geschlechtseintrag gibt, wird das ein MÀnnergefÀngnis sein.]
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