Philipp Stölzl – „Die Schachnovelle“ (2021)

Es beginnt mit Isolation, aber gemeint ist Kontrolle. Philipp Stölzl inszeniert in seinem Film, nach der Novelle von Stefan Zweig, das Innere eines Mannes als Schlachtfeld und Ort der Zersetzung durch Macht. Die Geschichte kennen Sie vermutlich. In jedem Fall gehört die literarische Vorlage zum Kanon der europäischen Selbstbefragung nach dem Faschismus. Doch dieser Film interessiert sich weniger für die historische Spezifität als für die psychologische Verdichtung eines Ausnahmezustands. Das funktioniert leider nur teilweise. Mit Oliver Masucci, Albrecht Schuch und Rolf Lassgård. (ARD, Wh.)

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James Hawes – „One Life – Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ (2023)

Ein Film der sich für die Frage interessiert, wie Erinnerung funktioniert, wenn sie einmal nicht als Heldensaga, sondern als lebenslange Last erzählt wird. James Hawes’ Film setzt nicht auf Enthüllung oder Revision einer Geschichte, sondern auf eine leise, fast beharrliche Wiederholung. Leben retten, warten und schweigen. Und später erinnern müssen. Mit Sir Anthony Hopkins, Helena Bonham Carter und Lena Olin. (3Sat, Wh.)

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James Hawes – „One Life – Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.“ (2023)

Ein Film der sich für die Frage interessiert, wie Erinnerung funktioniert, wenn sie einmal nicht als Heldensaga, sondern als lebenslange Last erzählt wird. James Hawes’ Film setzt nicht auf Enthüllung oder Revision einer Geschichte, sondern auf eine leise, fast beharrliche Wiederholung. Leben retten, warten und schweigen. Und später erinnern müssen. Mit Sir Anthony Hopkins, Helena Bonham Carter und Lena Olin. (3Sat, Wh.)

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Oskar Roehler – „Bad Director“ (2023)

Massuci bei Roehler. Das ist eine Kampfansage. Nicht ans Publikum, sondern an das Kino selbst. Oskar Roehler inszeniert hier keinen Abgesang mit Pathos, sondern einen Zustand permanenter Gereiztheit. Ein Film über das Filmemachen, der sich weigert, das Kino zu lieben. Stattdessen: Kränkung, Bedeutungsverlust, Eitelkeit. Und mittendrin eine Figur, die alles in sich aufsaugt und nach außen schleudert. Dass dieser Film nicht vollständig kollabiert, liegt nur an seinem Hauptdarsteller. Nicht schön, aber selten. (ARTE, Neu!)

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Mit ihrer "Play Auerbach!"-Revue über jüdisches Leben in Deutschland tanzen die #MünchnerKammerspiele "auf Messers Schneide" ohne abzustürzen. Die Antisemitismusbeauftragte #WiebkePuls inszeniert 2045 im seit 15 Jahren aus Spargründen geschlossenen Theater ein "Laienspiel" über 100 Jahre Rückkehr der Juden nach Deutschland, während es dort längst keine Juden mehr gibt. #SamuelFinzi spielt einen "echten" Schauspieler, von dem man nicht weiß, ob er nicht doch der echte #PhilippAuerbach ist... 1/2

Matti Geschonnecks Deutschland Trilogie (2014-2025)

Matti Geschonneck ist alles andere als laut. Seine Filme sind leise und präzise, aber dafür wirken sie nach. „Das Zeugenhaus“, „Die Wannseekonferenz“ und „Sturm kommt auf“ bilden eine Trilogie, die deutsche Geschichte nicht erzählt, sondern seziert. Hier gibt es kein Pathos und garantiert keinen Trost. Drei Filme über Macht, Angst und das Schweigen dazwischen. (ZDF, Wh./Neu!)

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WDR verfilmt Thriller „Helix“ vom Marc Elsberg - TV - Lesering.de

In Berlin und den umliegenden Gebieten sind die Dreharbeiten für den neuen ARD/WDR-Fernsehfilm "Helix" in vollem Gange. Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Autor Marc Elsberg verspricht der Thriller packende Unterhaltung. Die Geschichte dreht sich um den verzweifelten Kampf einer BKA-Personenschützerin, die sich ihren Kinderwunsch erfüllen möchte.