


Die Wüste als eine fast „grenzenlose“ Projektionsfläche, Männlichkeit als ein Mythos und das britische Imperium als Fiebertraum. Hier sehen wir keinen „Abenteuerfilm“, sondern eine Obsession in 70 Millimeter. Das vielleicht widersprüchlichste Werk in der Filmografie von David Lean. Ein Epos, mit dem er das Empire zugleich gefeiert und gnadenlos seziert hat. In einem Film, der gleichzeitig eine große antikoloniale Sehnsucht inszeniert und doch an kolonialen Blickregimen festhält. Mit Peter O’Toole, Alec Guinness, Anthony Quinn, Omar Sharif und Claude Rains. (3Sat, Wh.)
Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/david-lean-lawrence-von-arabien-1962/Generally not what comes to mind when someone mentions The Chase nowadays!
https://m.imdb.com/video/vi403684889/?playlistId=tt0060232 #film #SamSpiegel
Alec Guiness, David Lean – „Die Brücke am Kwai“ (1957)
Ein Film, der sich bis heute jeder einfachen Einordnung entzieht. Kein unpolitisches Kriegsabenteuer, keine historische Rekonstruktion, sondern eine minutiöse Studie über Stolz, Pflicht und die Absurdität militärischer Logik. Schon in der ersten Szene, in der britische Soldaten in ein japanisches Kriegsgefangenenlager geführt werden, ist die doppelte Dimension zu spüren: eine strenge Ordnung, subtile Machtmechanismen, die Menschen zerstören können. Anders als in klassischen Flucht- oder Abenteuerfilmen wird die Brücke nicht zur Begründung der Handlung, sondern viel mehr zum Symbol der Unterwerfung. (3Sat)
Ein Film, der sich bis heute jeder einfachen Einordnung entzieht. Kein unpolitisches Kriegsabenteuer, keine historische Rekonstruktion, sondern eine minutiöse Studie über Stolz, Pflicht und die Absurdität militärischer Logik. Schon in der ersten Szene, in der britische Soldaten in ein japanisches Kriegsgefangenenlager geführt werden, ist die doppelte Dimension zu spüren: eine strenge Ordnung, subt