„Der Barbier von Sevilla“ in Glyndebourne als zündender und frischer Rossini
Gastartikel
[caption id="attachment_30601" align="alignleft" width="300"] Glyndebourne Umland/ Foto: Klaus Billand[/caption]
Zum ersten Mal war ich in Glyndebourne in der immerhin schon 91. Saison, seit John Christie das Opernfestival, nach einem Beginn im berühmten Organ Room mit seiner Frau, die als bekannte Sopranistin daran nicht unbeteiligt war, gegründet hat. In the middle of nowhere in Südengland fährt man durch Wälder und Auen. Nirgendwo ein Schild mit dem Hinweis Glyndebourne oder gar dem Festival! Dann, auf einmal, sieht man dieses Festspielhaus mitten im romantischen Grünen zwischen Weiden mit vielen Schafen und ihren Jungen, und natürlich sieht man die Leute beim Picknick, schon vor Beginn der Oper! Das ist hier vielleicht sogar das Wichtigste, vor allem in den immerhin 90minutigen Pausen. Es gehört einfach dazu, und man schätzt es sehr! Man hat also seinen Sekt oder Champagner und kommt mit einem vom Festival zur Verfügung gestellten kleinen Karren mit den Tischen, Tischtüchern und Stühlen heran, schon vor Beginn der Oper. In der Pause sitzt man dann auf dem englischen Rasen oder am Ufer des kleinen Sees über eine Stunde zusammen – es ist eine unglaubliche Atmosphäre! Es sind generell Leute, denen es finanziell etwas besser im Leben gegangen ist – eine Jeanshose war jedenfalls nicht zu sehen…(Besuchte Vorstellung am 16. Mai 2025) […]
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