Die 10. Tagung #PsychotherapieStateOfTheArt der #dgvt Fort- und Weiterbildungsakademie war eine sehr gute Investition!
#queerbeet
Der Einführungsvortrag "Die therapeutische Haltung in der Arbeit mit trans*, inter* und nichtbinären Klient*innen" von Dr. Gisela Fux Wolf war schon ein großartiger Auftakt. Und ich hab bisher nicht oft erlebt, dass Autor*innen ihr vor 2 J. erschienenes Buch nicht aufführen, weil sie es - auf Nachfrage - für schon zu outdatet halten** **😄
Der nachfolgende 2-tägige Workshop "**Psychotherapie mit trans* und queeren Personen", **geleitet von Jules Kilian Brauer, hat rund 30 hoch interessierte und austausch-motivierte Kolleg*Innen verschiedenster Alters- und Vorerfahrungsstufen angezogen. Die gemeinsame kritische Auseinandersetzungen mit den bestehenden Verhältnissen, Selbsterfahrunsgübungen, Weitergabe praktischer Erfahrungen mit TSG- und Indikationsgutachten, sowie die Entlastung über eigene Überforderung und mangelnde Vorbereitung in Ausbildungszusammenhängen erhalten erfreulich viel Raum und scheinen allen Teilnehmenden ein großes Anliegen zu sein.
Die Tagung scheint mit Blick auf diesen Workshop jedenfalls einen Nerv bei der erreichten Zielgruppe getroffen zu haben. Bleibt zu hoffen, dass es in Zukunft mehr dieser sehr kompetenten und eben auch aus Betroffenen-Perspektive entwickelten Angebote geben wird und sie den herrschaftlichen, pathologisierenden Diskurs über trans-, inter- und nichtbinäre Personen im Gesundheitssystem beginnen zu ersetzen.
Abgesehen von diesen wertvollen Fortbildungsangeboten sollten solche Workshops obligatorisch in der Psychotherapeut*innen-_Aus_bildung werden. In der Gender-Awareness sind viele Theras nämlich schon von ihren jungen Patient*innen abgehängt worden. Und diese Lücke ist schnellstmöglich zu schließen, um den erklärten Ansprüchen moderner Psychotherapie in Zukunft gerecht(er) werden zu können.